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Antisemitismus in Deutschland: Urteile, Vorfälle und Hochschuldebatte
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FAZhace 11 horasPolítica1 min de lecturaGermany

Antisemitismus in Deutschland: Urteile, Vorfälle und Hochschuldebatte

Drei aktuelle Meldungen beleuchten die anhaltende Bedrohung durch antisemitische Propaganda und Vorfälle von rechtsextremer, islamistischer und linker Seite.

En resumen

  • Ein Kölner Gericht verurteilte zwei „Goyim“-Netzwerk-Mitglieder wegen antisemitischer Propaganda.
  • Brandenburg verzeichnet eine Verdopplung antisemitischer Vorfälle seit 2022, während die Humboldt-Universität eine Forderung zur Beendigung der Zusammenarbeit mit israelischen Hochschulen ablehnt.

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Por qué importa

Drei aktuelle Meldungen im Juli 2026 zeigen die anhaltende Präsenz und Zunahme von Antisemitismus in Deutschland, der sich in Hasspropaganda, Vorfällen und politischen Forderungen manifestiert.

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Drei Meldungen im Juli 2026. Das Landgericht Köln hat zwei Personen, die am inzwischen zerschlagenen „Goyim“-Netzwerk mitgeknüpft hatten, wegen ihrer Beteiligung an der Verbreitung antisemitischer Hasspropaganda zu Bewährungsstrafen verurteilt (nicht rechtskräftig). Sie sollen laut Anklage über den Account dieses Netzwerks, dessen Name sich auf das jiddische Wort für Nichtjuden bezieht, antisemitische, fremden- und islamfeindliche Inhalte verbreitet, etwa den Holocaust geleugnet haben.

Die Bundesregierung hat 2022 in einer Antwort fürs Parlament die „Goyim-Partei Deutschland“ als ein „insbesondere über soziale Medien agierendes Netzwerk rechtsextremistischer Akteurinnen und Akteure“ bezeichnet, dessen erklärtes Ziel „der Kampf gegen das ,Judentum‘“ und in letzter Konsequenz die umfassende Vernichtung aller Jüdinnen und Juden sowie die Errichtung einer „judenfreien Weltordnung“ sei.

Rechte, Linke, Islamisten, Israelhasser

In Brandenburg hat sich laut Bericht vom Montag die Zahl antisemitischer Vorfälle seit 2022 mehr als verdoppelt. Als Anlass für diesen Sprung wird der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgemacht. Aber nahezu die Hälfte der 461 im vergangenen Jahr erfassten Vorfälle hat einen rechtsextremen Hintergrund, weniger als ein Viertel einen islamistischen oder antiisraelischen.

Und dann ist da noch die Berliner Humboldt-Universität, deren Studentenparlament auf Antrag der „Linken Liste“ verlangt hat, die Zusammenarbeit mit israelischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen pauschal zu beenden. Die Vertretung hat damit antisemitische Narrative „direkt in die Postfächer von rund 36.000 Studenten“ getragen, wie die Berliner CDU-Politikerin Richter-Kotowski richtig festgestellt hat. Zum Glück hat die Hochschulleitung jetzt mitgeteilt, dass sie der Aufforderung nicht nachkommen wolle.

Viel ist in den vergangenen Jahren von einem „neuen“ Antisemitismus die Rede gewesen, der mit der Migration aus islamischen Ländern nach Deutschland gekommen sei. Diesen gibt es. Nur gibt es, und zwar nicht nur am Rande, auch immer noch den alten Antisemitismus auf der extremen Rechten und extremen Linken. Teilweise vermischt sich das mit Neuem. Harmloser wird er durch die neuen Erscheinungen nicht. Im Gegenteil, die Gemengelage ist noch brisanter.

Preguntas abiertas

  • Wann wird das Urteil des Landgerichts Köln rechtskräftig?
  • Wie wird sich die Zahl antisemitischer Vorfälle in Brandenburg entwickeln?
  • Welche weiteren Maßnahmen ergreift die Humboldt-Universität gegen antisemitische Forderungen?

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This article was originally published by FAZ.

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