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Berlin Extremist Groups See Influx, Especially Among Youth, Report Finds
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Die Zeit02.06.2026Política4 dk okumaGermany

Berlin Extremist Groups See Influx, Especially Among Youth, Report Finds

En resumen

  • Berlin's domestic intelligence agency reports a rise in extremist activity across left-wing, right-wing, and Islamist scenes, with a particular focus on recruiting youth via social media.
  • Right-wing extremism is developing a new "youth culture," while left-wing extremists show increased violence, especially related to environmental policy.
  • Islamist propaganda and anti-Israel/antisemitic actors also target young people.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Berlin's domestic intelligence agency (Verfassungsschutz) has released its annual report for 2025, detailing a rise in extremist potential across various ideological spectrums. The report emphasizes the increasing targeting of youth and young adults through social media platforms.

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Linksextremisten, Rechtsextremisten und auch die islamistische Szene verzeichnen nach Einschätzung des Verfassungsschutzes in Berlin weiterhin Zulauf. Das verfassungsfeindliche Personenpotenzial sei in allen Bereichen des Extremismus gestiegen, schreibt der Berliner Verfassungsschutz in seinem aktuellen Jahresbericht für 2025.

Immer stärker nehmen vor allem Rechtsextremisten und Islamisten, aber auch Linksextremisten Jugendliche und junge Erwachsene ins Visier ihrer Propaganda. Vor allem läuft das über die bekannten Internetportale der sogenannten sozialen Medien wie Instagram, Telegram, Tik Tok, YouTube und Facebook. «Die Propaganda hat sich an den Alltag und insbesondere den Medienkonsum Jugendlicher angepasst», heißt es in einem Sonderkapitel des Berichts zu dem Thema.

Ziel sei es, sie zu radikalisieren und in immer jüngerem Alter an verfassungsfeindliche und menschenverachtende Positionen heranzuführen, stellte Innensenatorin Iris Spranger (SPD) fest. Die Entwicklung sei «besorgniserregend».

Rechtsextremismus mit neuer «Jugendkultur»

Bei den Rechtsextremisten sieht der Verfassungsschutz das Entstehen einer «neuen Jugendkultur». Zum ersten Mal wird sie mit der Bezeichnung «Gewaltorientierte rechtsextremistische Netzkulturen» im Jahresbericht aufgeführt. Durch die Aktivitäten dieser Szene trete die Szene spürbar aggressiver auf.

Das Internet nehme dabei für die rechtsextremistische Szene schon länger eine Schlüsselrolle ein. Es gebe szenerelevante Texte, Flyer und zunehmend Fotos, Videos, Musiktracks und «Merchandise-Artikel» in jugendaffiner Gestaltung. Verbreitet würden rassistische, NS-verherrlichende und queerfeindliche Motive in allen Formaten wie Blogs, Podcasts, Memes, Reels, Storys oder Snaps. Mittlerweile habe sich in der digitalen Welt eine eigene rechtsextremistische Sprache entwickelt, mit der Jugendliche kommunizierten.

Insgesamt sei das rechtsextremistische Personenpotenzial in Berlin auf 1.480 Menschen gestiegen (2024: 1.450).

Mehr Anschläge durch Linksextremisten

Im Bereich des Linksextremismus erkennt der Verfassungsschutz eine zunehmende Gewaltbereitschaft beim Thema Umweltpolitik. Unabhängig agierende Kleingruppen würden Gewalt propagieren und diese auch ausüben. Ziele seien staatliche Einrichtungen, Unternehmen und Einrichtungen der kritischen Infrastruktur.

2025 habe es mehrere Brandanschläge dieser Art von verschiedenen Gruppen gegeben. Die größten Auswirkungen hatte der Anschlag am 9. September 2025 gegen den Technologie-Standort Adlershof im Osten Berlins mit einem tagelangen Stromausfall für Zehntausende Menschen. Der Anschlag auf die Stromversorgung im Januar 2026 spielt im Bericht für das vergangene Jahr keine Rolle, zeigt aber trotzdem die Entwicklung weiter auf.

Radikalisierung durch «Öko-Anarchismus»

«Die diesen Straftaten zugrunde liegende Ideologie des "Öko-Anarchismus" hat spürbar zur Radikalisierung des gewaltorientierten Teils der linksextremistischen Szene in Berlin beigetragen», so das Fazit. Jugendliche würden über Themen wie den Nahost-Konflikt, Krieg und Wehrdienst sowie eine zu große Abhängigkeit von bestimmten Technologien angesprochen.

Der Verfassungsschutz sieht ein Personenpotenzial von 3.950 Personen im Linksextremismus (2024: 3.800). Gestiegen sei auch die Zahl der Mitglieder von gewaltorientierten autonomen und postautonomen Gruppen.

Massive Internetpropaganda islamistischer Terrororganisationen

Gewachsen ist auch die Zahl der Islamisten in Berlin. Gezählt werden etwa 2.590 Personen (2024: 2.440) in der islamistischen Szene in Berlin. Internationale Terrororganisationen und salafistischer Prediger hätten ihre Aktivitäten besonders im Internet verstärkt und professionalisiert. Salafistische Inhalte würden sich schneller und direkter verbreiten. «Diese Propaganda erreicht über soziale Medien vor allem immer mehr junge Menschen und hat sich zu einem zentralen Radikalisierungstreiber entwickelt.»

Israelfeindlich und antisemitische Akteure

Schließlich listet der Verfassungsschutz noch die extremistische israelfeindliche Szene als Akteur auf. Sie verbreite weiterhin israelfeindliche Propaganda und sei erneut für eine Vielzahl von Veranstaltungen verantwortlich, auf denen das Existenzrecht Israels geleugnet und der Terror der islamistischen Hamas gefeiert worden sei.

Die Szene wolle sich keineswegs nur mit den Palästinensern in Gaza solidarisieren, so Verfassungsschutz-Chef Michael Fischer. «Es geht ihnen vielmehr darum, Israel zu dämonisieren und zu delegitimieren und damit das Existenzrecht Israels anzugreifen.»

Auch hier werden Jugendliche ganz konkret angesprochen. Den Akteuren gehe es darum, «die Sozialen Medien in hoher Frequenz mit ihren Narrativen zu fluten, um auf diese Weise vor allem unter Jugendlichen ein Zerrbild des Nahost-Konflikts im Allgemeinen und des Staates Israel im Besonderen zu zeichnen».

Genannt wurden Gruppen wie das «Vereinigte Palästinensische Nationalkomitee», «BDS Berlin» und «Young Struggle». Etwa 600 Mitglieder werden der Szene zugerechnet.

Spionage- und Sabotage von Russland, China, Iran und Türkei

Ein hohes Gefährdungspotenzial gebe es aktuell und künftig auch durch Spionage- und Sabotageaktivtäten anderen Geheimdienste, heißt es im Bericht. Die Hauptakteure seien Russland, China, Iran und die Türkei. Neben klassischen Spionageaktivitäten gehörten dazu auch Cyberangriffe, Desinformationskampagnen und Sabotagehandlungen.

Qué observar

Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos

  • Continued increase in extremist activity, particularly targeting youth, through sophisticated online propaganda.

    Muy probable · Medio plazo

  • Escalation of espionage and sabotage activities by Russia, China, Iran, and Turkey.

    Probable · Medio plazo

  • Further radicalization and potential for increased violence from left-wing extremist groups, especially concerning environmental issues.

    Probable · Medio plazo

Preguntas abiertas

  • What specific measures are being taken to counter the radicalization of youth?
  • What is the extent of foreign state involvement in cyberattacks and disinformation campaigns?
  • How effective are current strategies against the 'new youth culture' of right-wing extremism?
  • What are the long-term implications of 'eco-anarchism' on left-wing extremism?

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This article was originally published by Die Zeit.

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