Deutschlands "Schwarze Null" weicht "roten Milliarden"
En resumen
- Deutschland verabschiedet sich von seiner "Schwarzen Null"-Politik.
- Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant bis 2030 eine Billion Euro neue Schulden zur Stärkung von Infrastruktur und Verteidigung.
Resumen generado por IA
Erinnern Sie sich noch an die schwarze Null? Die galt einst als deutsche Paradedisziplin. Doch so richtig scheint sich in Berlin kaum noch jemand an das einstige Kernanliegen konservativer Politik halten zu wollen. Mit der Erinnerung an Wolfgang Schäuble verblasst auch die Erinnerung an sein Kerncredo eines disziplinierten Haushalts. Vor allem die Sozialdemokraten, die dem Konzept schon wegen seiner Farbgebung nie so richtig etwas abgewinnen konnten, steuern von der schwarzen Null gerade in Richtung der roten Milliarden.
War der deutsche Staat in den vergangenen 20 Jahren laut vielen Expertinnen und Experten zu sparsam, schlägt das Pendel nun in die andere Richtung. Mit einer Billion neuer Schulden plant Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) aktuell bis zum Jahr 2030.
Das sei notwendig, um die Infrastruktur und die Verteidigungsfähigkeit des Landes zu verbessern. Klingbeil rechtfertigte die Neuverschuldung zudem mit dem rhetorischen Kniff eines Vierjährigen: Die anderen machten noch viel mehr Schulden.






