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Finanzierung für zweite Rader Hochbrücke noch nicht gesichert
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Finanzierung für zweite Rader Hochbrücke noch nicht gesichert

En resumen

  • Die Finanzierung des zweiten Teilbauwerks der Rader Hochbrücke auf der A7 in Schleswig-Holstein ist unsicher.
  • Das Bundesverkehrsministerium verweist auf die Haushaltslage, während Verkehrsminister Madsen vor Verzögerungen und steigenden Kosten warnt, die den wichtigen Korridor nach Skandinavien beeinträchtigen könnten.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Die Rader Hochbrücke auf der A7 muss aufgrund starken Verschleißes ersetzt werden. Das erste Teilbauwerk wurde kürzlich fertiggestellt, doch die Finanzierung des zweiten, für 2031 geplanten Teils ist unsicher.

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In wenigen Monaten sollen Autos und Lkw über die neue Rader Hochbrücke im Zuge der Autobahn 7 über den Nord-Ostsee-Kanal rollen. Außerdem will der Bund die A7 von Rendsburg bis Büdelsdorf - einschließlich Hochbrücke - auf sechs Spuren ausbauen. Doch noch steht die Finanzierung des dafür notwendigen zweiten Teilbauwerks nicht. Mit der derzeit vorgesehenen Mittelausstattung seien «auch laufende Projekte noch nicht vollumfänglich durchfinanziert», teilt das Bundesverkehrsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Der Bund verweist auf die Haushaltslage, misst dem Projekt aber hohe Bedeutung bei: «Das Bundesministerium für Verkehr wird sich gemeinsam mit der Autobahn GmbH des Bundes weiterhin mit Nachdruck für die erfolgreiche Realisierung des weiterhin vordringlichen sechsstreifigen Ausbaus der A7 bei Rendsburg einschließlich des vollständigen Ersatzbauwerks der Rader Hochbrücke einsetzen.»

Die neue Rader Hochbrücke inklusive sechsstreifigem Ausbau der A7 vom Kreuz Rendsburg südlich des Kanals bis zur Anschlussstelle Büdelsdorf nördlich der Wasserstraße sowie Abriss der alten Brücke soll nach bisherigen Angaben knapp 900 Millionen Euro kosten. Das erste Teilbauwerk schlägt davon mit 307 Millionen Euro zu Buche. Der Bau des zweiten Teilbauwerks soll 2031 vollendet werden.

Was sagt das Land?

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen mahnt, das Geld bereitzustellen. «Eine halbfertige Rader Brücke wäre ein Offenbarungseid», sagte der CDU-Politiker der dpa. «Wir haben es hier bei Prognosen von künftig über 60.000 Fahrzeugen am Tag nicht nur mit einem Straßen-Hochleistungskorridor Richtung Skandinavien zu tun, sondern auch mit einem restlos durchgeplanten und bisher absolut im Zeitplan befindlichen Vorzeige-Projekt.» Dort habe Deutschland bislang bewiesen, dass es noch Großbaustellen beherrsche.

Nach Ansicht Madsens führte bereits eine Verschiebung des zweiten Teils der Zwillingsbrücke dazu, dass das Rendsburger Kreuz über Jahre erneut zum Nadelöhr mit Stammplatz im Verkehrsfunk werde. Und nicht nur das: «Durch die ständigen Preissteigerungen dürfte vermutlich schon in zwei oder drei Jahren jeder Kostenrahmen und damit vermutlich auch jeder neue Zeitplan gesprengt werden. Das ist so, als wenn ein Jumbo-Jet kurz vor Aufsetzen auf der Landebahn eine 180-Grad-Wendung hinlegt.»

Protest aus dem Norden

Madsen betonte, dass eine frühere Bundesregierung vor mehr als zehn Jahren aus sehr triftigen Gründen den Ausbau der Brücke auf sechs Spuren festgelegt habe. Er hat in einem Brief an den aktuellen Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) bereits seinen vorsorglichen Protest adressiert: Folge das zweite Bauwerk nicht, bringe der Neubau keinen Fortschritt gegenüber der Situation vor 2013, als es noch keine Einschränkungen für den Lkw-Verkehr auf der Brücke gab, warnt der Politiker aus dem Norden.

Zudem nennt der Ressortchef die Sicherstellung von Schwertransporten über den Nord-Ostsee-Kanal. Derzeit müssten Transporte mit mehr als 80 Tonnen auf die Bundesstraße 5 und die A23 ausweichen. «Auch wenn mit dem ersten Teilbauwerk diese Begrenzung entfällt, ist das Ziel verfehlt, militärische Mobilität möglichst uneingeschränkt sicherzustellen.»

Was der Bund zur Finanzierung sagt

Die Bundesregierung verweist auf die Finanzlage. «Bedingt durch rückläufige Lkw-Mauteinnahmen infolge des erwarteten Hochlaufs der Elektromobilität im Schwerverkehr, die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung sowie die bestehenden Konsolidierungserfordernisse im Bundeshaushalt verbleiben die Investitionen in die Bundesfernstraßen bis 2030 auf dem Niveau der bisherigen Planungen», teilt das Verkehrsministerium mit. Gleichzeitig sei der Baupreisindex für den Bundesfernstraßenbau seit 2021 um nahezu 40 Prozent gestiegen. Der allein hieraus resultierende bundesweite Mehrbedarf stelle den Bund bei der Umsetzung laufender und geplanter Projekte vor erhebliche Herausforderungen.

Der Bund will der Autobahn GmbH ermöglichen, Kredite aufzunehmen und hat einen entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt. «Dieser soll zusätzliche Investitionen in die Bundesfernstraßeninfrastruktur ab dem Jahr 2027 ermöglichen und damit die Finanzierungsperspektiven für notwendige Infrastrukturmaßnahmen substanziell verbessern», heißt es aus dem Bundesverkehrsministerium.

Wie geht es weiter?

Vergangene Woche war der Brückenschluss des ersten Teilbauwerks der neuen Rader Hochbrücke gelungen. Nach dessen Freigabe für den Verkehr soll 2027 der Rückbau der alten Brücke beginnen, nach Angaben der bundeseigenen Projektmanagementgesellschaft Deges 2028 dann der Bau des zweiten Brücken-Teilbauwerks starten.

Warum wird gebaut?

Im Sommer 2013 hatten Experten bei einer Routineprüfung der aktuell genutzten Brücke starken Verschleiß an den Betonelementen festgestellt. Sachverständige bescheinigten eine Restnutzungsdauer nur noch bis Ende 2026. Über die von 1969 bis 1972 erbaute, knapp 1.500 Meter lange Brücke rollen laut Deges mittlerweile 54.000 Fahrzeuge am Tag. Für 2030 wird mit 61.900 Fahrzeugen gerechnet.

Qué observar

Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos

  • Der Bund wird der Autobahn GmbH ermöglichen, Kredite aufzunehmen.

    Probable · En meses

  • Der Bau des zweiten Teilbauwerks wird 2028 starten.

    Posible · En años

Preguntas abiertas

  • Wie wird die Finanzierung des zweiten Teilbauwerks konkret gesichert?
  • Wird der Gesetzentwurf zur Kreditaufnahme der Autobahn GmbH verabschiedet?
  • Welche konkreten Auswirkungen haben die Kostensteigerungen auf den Zeitplan?

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This article was originally published by Die Zeit.

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