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Hoffnung auf Frieden beflügelt Börsen
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Tagesschau Wirtschaft15.06.2026Business3 dk okumaGermany

Hoffnung auf Frieden beflügelt Börsen

En resumen

  • Die Aussicht auf ein Abkommen zwischen Washington und Teheran, das die Öffnung der Straße von Hormus vorsieht, hat die Börsen beflügelt.
  • DAX und Dow Jones stiegen, Ölpreise gaben nach, doch Unsicherheiten bleiben.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Ein angekündigtes Abkommen zwischen Washington und Teheran sieht die baldige Öffnung der Straße von Hormus vor. Dies beflügelt die Börsen trotz offener Fragen zum iranischen Atomprogramm und möglichen Mautgebühren.

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Auch wenn ein echter Friede im Iran-Krieg noch fern scheint, hat die Hoffnung auf einen ersten Schritt die Kurse zu Wochenbeginn beflügelt. Immerhin sieht das angekündigte Abkommen zwischen Washington und Teheran die baldige Öffnung der Straße von Hormus vor.

Der DAX, der zunächst bis zu 1,8 Prozent gewonnen hatte, ging 1,05 Prozent höher bei 24.894 Punkten aus dem Handel. Schon am Freitag war der deutsche Leitindex mit einem Plus von 1,8 Prozent ins Wochenende gegangen.

Auch an der Wall Street sorgte die mögliche Einigung für Erleichterung. Der Dow Jones kletterte im frühen Handel auf ein Rekordhoch von 51.720 Punkten.

"Die Märkte feiern aktuell die Aussicht auf ein Friedensabkommen", sagte Maximilian Wienke, Marktanalyst bei eToro. "Eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus würde eine der größten Unsicherheiten für die Weltwirtschaft entschärfen." Trotzdem basiere die Rally bislang vor allem auf Hoffnung. Bis zur Unterzeichnung des Abkommens am kommenden Freitag bleibe die Marktstimmung fragil.

Wie so oft in den vergangenen Wochen bleiben wesentliche Fragen offen. Weder ist die Frage des iranischen Atomprogramms gelöst, noch scheint sich Iran ganz von seiner Absicht verabschiedet zu haben, für die Passage der Straße von Hormus Mautgebühren zu verlangen. Das Land könne nach einer 60-Tage-Frist, während der kostenlose Durchfahrten möglich seien, Gebühren erheben, hieß es unter anderem in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim.

Aber zunächst hoffen die Anleger, dass eine Öffnung der Meerenge die globalen Energiepreise senken werde. Die Ölpreise gaben heute um rund fünf Prozent nach. Mit gut 80 Dollar kostet ein Barrel der Nordseesorte Brent aber noch immer rund zehn Dollar mehr als vor dem Krieg.

Eine weitere wichtige Frage ist nun, wie schnell die Produzenten am Persischen Golf die Ölförderung nach den Kriegsschäden wieder aufnehmen können. Bundesbankpräsident Joachim Nagel mahnte: "Selbst wenn die Meerenge von Hormus demnächst wieder befahrbar sein sollte, wird es Monate dauern, bis sich das Ölangebot wieder normalisiert."

So regierte am Aktienmarkt wieder vor allem die Hoffnung, insbesondere darauf, dass sinkende Energiepreise die Inflation dämpfen und Druck von den Notenbanken nehmen, ihre Zinsen zu erhöhen. Die hohen Energiepreise sind der Hauptgrund für die zuletzt weltweit anziehenden Verbraucherpreise. Die Europäische Zentralbank hatte deshalb in der vergangenen Woche erstmals seit fast drei Jahren den Leitzins erhöht.

Am kommenden Mittwoch wird die US-Notenbank Federal Reserve ihren Zinsentscheid verkünden. Aktuell liegt der Zins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Die Sitzung wird vom neuen Vorsitzenden Kevin Warsh geleitet. Analyst Patrick Franke von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) rechnet nicht damit, dass die Fed eine Zinserhöhung beschließt. Warsh habe sich wiederholt gegen Vorfestlegungen ausgesprochen. Insofern dürfte er auch kaum auf ein klares Signal für die kommenden Sitzungen hinwirken.

Am deutschen Markt waren vor allem Titel aus dem Reise- und Luftfahrtsektor gefragt: Die Papiere von TUI, Fraport und der Lufthansa kletterten um bis zu sechs Prozent. Sie haben besonders unter den hohen Preisen für Kerosin gelitten.

Qué observar

Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos

  • Die US-Notenbank wird am kommenden Mittwoch keine Zinserhöhung beschließen.

    Probable · En días

Preguntas abiertas

  • Wird Iran Mautgebühren für die Straße von Hormus verlangen?
  • Wie schnell können Ölproduzenten die Förderung wieder aufnehmen?
  • Wird die Fed die Zinsen erhöhen?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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