Hubertz will Vermieter an Wärmekosten-Anstieg beteiligen
Bauministerin plant Regelung im Gebäudemodernisierungsgesetz – Union kritisiert Pläne
En resumen
- Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) will Vermieter an steigenden Heizkosten beteiligen, wenn diese sich für Gas- oder Ölheizungen entscheiden.
- Die Regelung soll Teil des neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes werden, das die Heizungsgesetz-Vorgaben der Ampel-Koalition ablöst.
- Die CSU kritisiert die Pläne und befürchtet, dass private Vermieter sich aus dem Markt zurückziehen könnten.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP hatte das Gebäudeenergiegesetz vorangetrieben. Die neue unionsgeführte Bundesregierung will dieses grundlegend reformieren und zentrale Vorgaben des «Heizungsgesetzes» kippen.
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) will Mieter vor steigenden Energiekosten schützen und Vermieter bei Gas- und Ölheizungen in die Pflicht nehmen. Kritik kommt aus der Union, die negative Folgen für den Wohnungsmarkt befürchtet.
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) will Vermieter an möglichen Heizkostensteigerungen durch den Einbau von Erdgas- oder Ölheizungen beteiligen. Mit Blick auf die steigenden Energiepreise betonte Hubertz die Notwendigkeit von mehr Mieterschutz im neuen Gebäudemodernisierungsgesetz. »Wir wollen verhindern, dass Mieterinnen und Mieter, die ja gar nicht in die Entscheidung über ein neues Heizsystem eingebunden sind, am Ende Kosten alleine tragen müssen«, sagte die SPD-Politikerin der »Welt am Sonntag«.
»Angenommen, ein Vermieter entscheidet sich für eine neue Gas- oder Ölheizung, was nach dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz grundsätzlich erlaubt sein wird, dann könnten wegen steigender Brennstoffpreise im Laufe der Jahre die Wärmekosten erheblich ansteigen«, ergänzte sie. »Weil Mieter auf diese Einbauentscheidung nicht einwirken können, halte ich es für richtig, dass auch Vermieter an einem Kostenanstieg beteiligt werden."
Die CSU kritisierte, dass Hubertz erneut Verunsicherung in den Mietwohnungsbau bringe. »Mit ihren Plänen riskiert sie, dass private Vermieter sich aus dem Markt zurückziehen, weil sich Vermieten nicht mehr lohnt oder die Eigentümer des zunehmenden Regulierungsdrucks überdrüssig werden«, sagte der wohnungsbaupolitische Sprecher der CSU im Bundestag, Michael Kießling, in Berlin.
Ende Februar hatten Union und SPD Eckpunkte für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz vorgelegt. Das von der Vorgängerregierung aus SPD, Grünen und FDP vorangetriebene Gebäudeenergiegesetz soll grundlegend reformiert werden. Zentrale Vorgaben des »Heizungsgesetzes« sollen gekippt werden. Eckpunkte für eine Reform sehen vor, dass der Einbau von Gas- und Ölheizungen weiter möglich sein soll, wenn ab 2029 anteilig klimafreundliche Brennstoffe genutzt werden.
»Wenn wir künftig mehr Biogas oder Bioöl brauchen – im Verkehr und im Gebäudesektor – und dieser Markt erst einmal hochlaufen muss, ist absehbar, dass die Preise steigen«, sagte Hubertz.
Qué observar
Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos
Das Gebäudemodernisierungsgesetz wird im Laufe des Jahres 2026 verabschiedet
Probable · En meses
Weitere Debatte über Mietkosten und Vermieterpflichten in den kommenden Monaten
Muy probable · En meses
Preguntas abiertas
- Wie genau soll die Kostenbeteiligung der Vermieter rechtlich ausgestaltet werden?
- Welche konkreten Mechanismen sind geplant, um steigende Brennstoffpreise abzufedern?


