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Russland greift Kyjiw und andere ukrainische Städte massiv an – Tote und Verletzte
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Die Zeit02.06.2026Mundo3 dk okumaGermany

Russland greift Kyjiw und andere ukrainische Städte massiv an – Tote und Verletzte

En resumen

  • Russland hat die Ukraine erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen.
  • Mindestens neun Menschen starben landesweit, über 100 wurden verletzt.
  • Kyjiw und Dnipro waren besonders betroffen.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kyjiw und andere Landesteile erneut massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen. Dabei gab es Behördenangaben zufolge landesweit insgesamt neun Tote und mindestens 100 Verletzte. Die ukrainische Luftwaffe setzte bei den Angriffen auch ballistische Raketen und Marschflugkörper ein. Polen versetzte seine Flugabwehr in Alarmbereitschaft.

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Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kyjiw und andere Landesteile erneut massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen. Dabei gab es Behördenangaben zufolge landesweit insgesamt neun Tote und mindestens 100 Verletzte. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland bei den Angriffen auch ballistische Raketen und Marschflugkörper ein.

Besonders die ukrainische Hauptstadt wurde getroffen. Im Zentrum Kyjiws waren in der Nacht heftige Explosionen zu hören. Dabei wurden mindestens vier Menschen getötet und 58 weitere verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram schrieb. 40 von ihnen würden stationär behandelt, darunter zwei Kinder.

Auch am Morgen waren weitere Explosionen in Kyjiw ​zu hören. Ein mehrstöckiges Wohnhaus ist nach Angaben Klitschkos eingestürzt. Es wird befürchtet, dass Menschen unter den Trümmern eingeschlossen sind. Auch weitere Gebäude wurden beschädigt, zudem kam es zu mehreren Bränden im Stadtgebiet. Zahlreiche Einwohner suchten Schutz in U-Bahn-Stationen und Luftschutzkellern. Zeitweise kam es außerdem zu Stromausfällen und Einschränkungen in der Wasserversorgung. Über der Stadt sollen dichte Rauchwolken stehen. Ob die Brände inzwischen vollständig gelöscht werden konnten, ist derzeit unklar.

Polen versetzt Flugabwehr in Alarmbereitschaft

In der Stadt Dnipro wurden bei dem nächtlichen Angriff Behördenangaben zufolge mindestens fünf Menschen getötet und 25 weitere verletzt. Davon würden 23 aktuell im Krankenhaus behandelt, darunter ein 13 Jahre altes Mädchen. In der östlichen Stadt Charkiw wurden dem Bürgermeister zufolge mindestens zehn Menschen verletzt. Russland griff auch Ziele in der Stadt Saporischschja an. Weder diese Angaben noch jene zu der Zahl der Toten ließen sich unabhängig überprüfen.

Im westlichen Nachbarland Polen erklärte das Militär derweil, angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine sei die Flugabwehr in Alarmbereitschaft versetzt worden, Militärflugzeuge seien aufgestiegen. In Polen wird bei größeren Angriffen in der Ukraine regelmäßig die Luftverteidigung aktiviert, manchmal steigen dabei auch Kampfjets von Nato-Partnern auf.

Selenskyj mahnt, Luftalarme ernst zu nehmen

Russland hatte die ukrainische Hauptstadt erst vor knapp zehn Tagen mit vielen ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte seit Ende der vergangenen Woche mehrfach vor einem möglichen weiteren großen Luftangriff. In einer Videobotschaft am Samstag sagte er, die Informationen des Geheimdienstes über eine mögliche neue große Angriffswelle seien weiterhin aktuell. Er rief die Bevölkerung dazu auf, Luftalarme ernst zu nehmen und ihnen zu folgen.

Zwar sei die ukrainische Luftabwehr weiterhin einsatzbereit, sagte Selenskyj. Gleichzeitig räumte er ein, dass es Probleme gebe, weil Nachschub von westlichen Verbündeten fehle. Das erschwere die Abwehr von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern.

Russland meldet ukrainische Angriffe

Zugleich meldeten russische Behörden an diesem Dienstag ukrainische Angriffe auf eigenem Gebiet. In der südrussischen Region Krasnodar geriet demnach die Ölraffinerie Ilsky nach einem Drohnenangriff in Brand. In der an die ‌Ukraine grenzenden Region Belgorod sei ein elfjähriger Junge verletzt worden, nachdem eine ukrainische Drohne ein Wohnhaus ​getroffen habe, teilten die Behörden auf Telegram mit. Insgesamt habe Russland in der vergangenen Nacht 148 ‌ukrainische Drohnen abgeschossen, meldeten russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Auch diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Russland greift vor allem die Energieversorgung der Ukraine an und nimmt dabei auch zivile Ziele ins Visier. Die Ukraine wiederum hat in den vergangenen Monaten verstärkt russische Ölanlagen angegriffen, um zentrale Einnahmequellen der russischen Führung zu schwächen und so deren seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg zu beeinträchtigen. Diese Angriffe stehen jedoch in keinem Verhältnis zum Ausmaß der russischen Attacken.

Qué observar

Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos

  • Weitere russische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur.

    Muy probable · Corto plazo

  • Ukrainische Angriffe auf russische Ziele, insbesondere Ölraffinerien, werden fortgesetzt.

    Probable · Corto plazo

  • Erhöhte Bereitschaft und mögliche Aktivierung der Nato-Luftverteidigung im polnischen Luftraum.

    Posible · Corto plazo

Preguntas abiertas

  • Wie viele Menschen sind noch unter den Trümmern des eingestürzten Wohnhauses in Kyjiw?
  • Konnten die Brände in Kyjiw vollständig gelöscht werden?
  • Wie stark ist die ukrainische Luftabwehr tatsächlich durch fehlenden Nachschub beeinträchtigt?
  • Wie wird Russland auf die ukrainischen Angriffe auf eigene Ölraffinerien reagieren?

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This article was originally published by Die Zeit.

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