Arbeitslosigkeit in Ingenieur- und IT-Berufen auf Rekordhoch
L'essentiel
- Die Arbeitslosigkeit in Ingenieur- und IT-Berufen erreichte im vierten Quartal 2025 mit fast 58.400 Personen den höchsten Stand seit 2011, während offene Stellen sanken.
- Der VDI führt dies auf die schwache Wirtschaft zurück, betont aber den langfristigen Bedarf an Fachkräften.
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Pourquoi c'est important
Die Zahl der Arbeitslosen in Ingenieur- und IT-Berufen erreichte im vierten Quartal 2025 den höchsten Stand seit 2011, während offene Stellen um 18 Prozent sanken. Dies wird auf die schwache wirtschaftliche Entwicklung zurückgeführt.
Die Zahl der Arbeitslosen in Ingenieur- und IT-Berufen hat den höchsten Stand seit der Erhebung 2011 erreicht. Im vierten Quartal 2025 waren nach aktuellen Angaben des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) knapp 58.400 Menschen in Ingenieur- und IT-Berufen arbeitslos. Die Zahl der offenen Stellen sank im Vorjahresvergleich um rund 18 Prozent auf 97.000. Das stellt dennoch nach wie vor ein hohes Niveau dar.
Laut VDI-Direktor Adrian Willig führt die schwache wirtschaftliche Entwicklung dazu, dass Unternehmen bei Investitionen und Neueinstellungen zurückhaltender agieren. Es gebe jedoch große Unterschiede zwischen den Berufsfeldern. »Während einige Bereiche derzeit deutlich stärker unter der konjunkturellen Schwäche leiden, bestehen in anderen Fachrichtungen weiterhin Engpässe«, teilte der VDI mit.
Die Zahl der Arbeitslosen stieg den Angaben zufolge zuletzt vor allem in Ingenieurberufen der technischen Forschung und Produktionssteuerung an. Im Bauingenieurwesen war der Anstieg hingegen eher moderat.
Zunehmende Technologisierung erhöht Bedarf an Ingenieuren
Der VDI unterstrich die Bedeutung der Zuwanderung an Fachkräften. Mit Zuwanderung sei die Beschäftigtenzahl zwischen den Jahren 2012 und 2025 um 224.700 gestiegen, ohne Zuwanderung läge sie bei nur 91.800 Menschen. »Damit wird deutlich, dass die Fachkräftesicherung der vergangenen Jahre ohne Zuwanderung erheblich schwieriger gewesen wäre.«
Erhebliches Potenzial sieht der Verein zudem in der Erwerbsbeteiligung von Frauen. Zwischen 2015 und 2023 stieg demnach die Zahl der erwerbstätigen Frauen mit ingenieur- oder informatiknahen Abschlüssen um mehr als ein Viertel.
Wichtig sei, dass man aus den Arbeitslosenzahlen nicht ableite, dass Deutschland künftig weniger technische Fachkräfte brauche, sagte VDI-Direktor Willig. Im Gegenteil: Die Modernisierung der Infrastruktur, die Transformation der Energieversorgung, Digitalisierung und neue Technologien prägten ihm zufolge langfristig den Bedarf an qualifizierten Ingenieurinnen und Ingenieuren.
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
Langfristig hoher Bedarf an qualifizierten Ingenieuren und Ingenieurinnen.
Très probable · En quelques années
Questions ouvertes
- Wie werden sich die Arbeitslosenzahlen in den verschiedenen Ingenieurberufen weiterentwickeln?
- Welche konkreten Maßnahmen plant die Regierung zur Fachkräftesicherung?


