Hering lehnt lukratives Postenangebot bei Lotto ab
L'essentiel
- Der ehemalige Landtagspräsident Hering hat ein Angebot für einen lukrativen Posten bei der Lottogesellschaft Rheinland-Pfalz abgelehnt.
- Er begründete dies mit der Kritik, die auf eine "hoch dotierte Postenverschiebung" hindeute und das Vertrauen in die Politik untergrabe.
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Pourquoi c'est important
Der langjährige Landtagspräsident Hering lehnte ein Angebot für einen zweiten Chefposten bei der Lottogesellschaft Rheinland-Pfalz ab, nachdem die Personalie auf Kritik stieß. Die Lottogesellschaft wird derzeit nur von einem Geschäftsführer geleitet, dessen Nachfolger bereits feststeht.
Hering war zuletzt zehn Jahre lang Präsident des Landtags in Mainz. Nachdem der Posten im neuen Parlament an den CDU-Mann Matthias Lammert ging, sollte Hering auf einen neuen zweiten Chefposten bei der Lottogesellschaft mit Sitz in Koblenz wechseln. Dem hätte der Aufsichtsrat noch zustimmen müssen. Die Personalie sorgte aber schon davor für mächtig Unmut.
Zuletzt nur ein Lotto-Chef
Zuletzt wurde die Lottogesellschaft, deren Hauptgesellschafter das Land Rheinland-Pfalz ist, allein von Jürgen Häfner geführt. Häfner scheidet Ende Mai nach rund zwölf Jahren aus dem Amt aus. Seit 2014 war er nach Angaben der Lottogesellschaft alleiniger Geschäftsführer. Sein Nachfolger soll der langjährige CDU-Fraktionschef Christian Baldauf werden.
Häfner verdiente an der Spitze der Gesellschaft pro Jahr eine Summe im niedrigen sechsstelligen Bereich. Einem Wirtschaftsprüfungsbericht zu Lotto Rheinland-Pfalz für 2024 zufolge kam er im Geschäftsjahr 2024 mit einer Grundvergütung und einer erfolgsabhängigen Vergütung auf insgesamt knapp 200.000 Euro.
Der Plan zur Schaffung eines zweiten Chefpostens bei Lotto stieß beim Bund der Steuerzahler im Land sowie bei der Opposition auf harsche Kritik. Hering habe daher entschieden, das Angebot nicht anzunehmen. »Ich war mir der Signalwirkung eines solchen Schrittes in dieser Art nicht bewusst und kann die in diesen Tagen geäußerte Kritik nachvollziehen.«
»Die Annahme eines solchen Postens würde bei vielen den Eindruck hinterlassen, es gehe um hoch dotiertes ›Postengeschachere‹«, sagte Hering der dpa weiter. »Ich würde mit einem solchen Schritt dazu beitragen, die Verdrossenheit gegenüber der Politik und Politikern in diesen Zeiten weiter zu fördern und Vertrauen zu untergraben.« Das sei das Gegenteil von all jenem, wofür er sich in seiner politischen Laufbahn eingesetzt habe.
Questions ouvertes
- Will the supervisory board still approve the creation of a second leadership position?
- Will the criticism influence future appointments at the Lottogesellschaft?
- What are the specific details of the proposed second leadership role?


