Dernière minute
ITItalia espelle due diplomatici russi per spionaggioTRTrump'ın İspanya Baskısı Türkiye'ye İhracat Fırsatı YaratabilirFRCoupe du Monde 2026 : l'Espagne affronte la Belgique en quart de finaleCN萬興大排工程遇颱風 地方憂潰堤CN颱風假措施引民怨 台北市民批「太早停運」VNPhụ nữ 34 tuổi chán ngán hôn nhân, muốn làm mẹ đơn thân vì chồng gia trưởng, vô kỷ luậtVNDiễn đàn Tài chính cấp Quốc gia 2026: Thảo luận giải pháp phát triển thị trường vốnKR2030년까지 700MW 규모 ESS 설치...재생에너지 1GW 추가 연결VNHà Nội xem xét bổ sung 873 dự án thu hồi đất với hơn 11.563 haVNWuling EV Việt Nam tung ưu đãi tháng 7 cho Grango, Mini EV Macaron, BingoITItalia espelle due diplomatici russi per spionaggioTRTrump'ın İspanya Baskısı Türkiye'ye İhracat Fırsatı YaratabilirFRCoupe du Monde 2026 : l'Espagne affronte la Belgique en quart de finaleCN萬興大排工程遇颱風 地方憂潰堤CN颱風假措施引民怨 台北市民批「太早停運」VNPhụ nữ 34 tuổi chán ngán hôn nhân, muốn làm mẹ đơn thân vì chồng gia trưởng, vô kỷ luậtVNDiễn đàn Tài chính cấp Quốc gia 2026: Thảo luận giải pháp phát triển thị trường vốnKR2030년까지 700MW 규모 ESS 설치...재생에너지 1GW 추가 연결VNHà Nội xem xét bổ sung 873 dự án thu hồi đất với hơn 11.563 haVNWuling EV Việt Nam tung ưu đãi tháng 7 cho Grango, Mini EV Macaron, Bingo
Newsgather
BackKI-Debatte: Zwischen literarischem Tod des Autors und anthropologischem Horror
KI-Debatte: Zwischen literarischem Tod des Autors und anthropologischem Horror
En développement
FAZ16.06.2026Opinion4 dk okumaGermany

KI-Debatte: Zwischen literarischem Tod des Autors und anthropologischem Horror

L'essentiel

  • Die KI-Debatte wird philosophisch und anthropologisch betrachtet.
  • Der Fall Mario Voigt in Thüringen wird als Symbol für das Verschwinden des Menschen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz gesehen, wobei die Kulturkritik sich mit neuen Herausforderungen konfrontiert sieht.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Die Debatte um Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend philosophisch und anthropologisch geführt. Der Fall des thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt dient als Fallbeispiel für die Herausforderungen, die KI für das Verständnis des Menschen darstellt.

Taille de police

Wann werden die Linien der KI-Debatte nicht nur literarisch, sondern auch anthropologisch ausgezogen?

Alle sprechen vom Tod des Autors, den literaturtheoretischen Aufsatz von Roland Barthes auf KI-Auswüchse in Politik und Medien beziehend. Aber im Grunde kristallisiert sich an einem hippelig, jedenfalls eher unphilosophisch agierenden Ministerpräsidenten das philosophische Horror-Szenario einer Abschaffung des Menschen. Hier, in Thüringens Staatskanzlei, hat mit Barthes nicht nur der Autor ausgedient, sondern hier geht es mit Michel Foucault um das Verschwinden des Menschen wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand.

Schon wieder eine Kränkung

Dass die berühmte, aufs Ganze des Menschen zielende Metapher sich nun mit dem Gesichtsverlust eines Mario Voigt verbindet, erwischt die Kulturkritik gewissermaßen auf dem falschen Fuß. Anders sind die betont holzschnitzartigen, bombastisch überladenen oder erklärtermaßen von Spiel und Spaß angeleiteten Einlassungen zur Debatte nicht denkbar, aus denen ein uneigentliches Sprechen spricht, das es am Ende nicht gewesen sein will. Nach all den Kränkungen, die sich der Mensch in seiner Menschheitsgeschichte gefallen lassen musste, wollen es nun weder Mathias Döpfner, spielerisch, noch Gabor Steingart, holzig, gewesen sein, die dem Gattungswesen, seit der italienischen Renaissance sich einzigartig und autonom wähnend, den Todesstoß geben.

F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen

F.A.Z. bei Google bevorzugen

Voigt selbst hat sich intuitiv im Sprachbild der rollenden Köpfe eingerichtet, er versichert in seiner okkasionellen KI-Hausordnung, für seine wie auch immer zusammengehauenen Namensartikel und Reden selbstverständlich persönlich seinen Kopf hinhalten zu wollen, einerseits, und andererseits niemandem in seinem Apparat den Kopf abreißen zu wollen, der auf dem KI-Trip unterwegs ist. Voigt gibt sich, mit anderen Worten, nach vorne denkend als der politisch-philosophische Gewinner der Debatte aus. Er will nicht nur als Stein des Anstoßes für das Menschengeschlecht in die Geschichte eingehen, sondern auch als dessen neusachlicher Bewahrer, indem er den Sinn für die menschliche Plastizität hochhält.

Denn nicht nur der Ministerpräsident bleibt Mensch, wenn er aufs eigene Denken im genialischen Sinne pfeift und sich pfiffig zum Hüter der Kulturtechniken von Collage und Montage aufwirft. Der Mensch ist, gegen Foucaults Verwehen eingewandt, ein zivilisationsgeschichtliches Anpassungstier, findet sich auch damit ab, im Roboter-Stil neu zusammengesetzt zu werden. Voigt scheint da kränkungsfrei, er entfaltet sich als Repräsentant einer apparathaften, nicht-idealistischen Anthropologie. Sein Ehrgeiz zielt keineswegs darauf, als klügster Gastbeiträger zu gelten. Ihm genügt es, nicht zu denen zu gehören, denen KI ihren Job killt. Ein Mensch in seiner Nüchternheit.

Questions ouvertes

  • Wie wird sich die Rolle des Menschen angesichts von KI weiterentwickeln?
  • Welche philosophischen Konsequenzen hat die KI für die Anthropologie?
  • Wie kann die Kulturkritik auf die neuen Herausforderungen reagieren?

Sujets liés

This article was originally published by FAZ.

Articles liés

Plus sur ce sujetKI