Sachsen-Anhalt: Schulze schließt Koalition mit AfD und Linken aus
L'essentiel
- Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) schließt eine Koalition mit der AfD und den Linken im Falle einer Wiederwahl aus.
- Er betont die Notwendigkeit einer stabilen Regierung und warnt vor einer Isolation der CDU durch Zusammenarbeit mit der als rechtsextrem eingestuften AfD.
- Ein Foto von CDU-Politiker Guido Heuer mit AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund wird als Missverständnis erklärt.
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Pourquoi c'est important
Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September wird eine schwierige Koalitionsbildung erwartet, da Umfragen zufolge nur AfD, CDU, Linke und SPD den Landtag erreichen könnten. Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat sich klar gegen eine Koalition mit der AfD und den Linken positioniert.
Im Fall einer Wiederwahl schließt Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze eine Koalition mit der AfD und den Linken aus.
»Ich sage ganz klar: Mit mir wird es keinen Minister der AfD oder keine Ministerin der Linkspartei am Kabinettstisch geben«, sagte der CDU-Politiker am Rande des CDU-Landesparteitags in Dessau-Roßlau der Nachrichtenagentur Reuters. »Ich kämpfe für eine stabile Regierung«, fügte er auf die Frage hinzu, ob er eine Zusammenarbeit mit den Rechts- und Links-Außen-Parteien ablehne.
Hintergrund ist die erwartete schwierige Koalitionsbildung nach der Landtagswahl am 6. September, bei der nach derzeitigen Umfragen nur AfD, CDU, Linke und SPD in den Landtag einziehen könnten.
Besonders deutlich äußerte Schulze seine Abgrenzung zur AfD, die derzeit in Umfragen deutlich vor der CDU liegt, und die eine Alleinregierung anstrebt. »Wir dürfen nicht zu einer Insel innerhalb Deutschlands werden, dass keiner mehr mit uns zusammenarbeiten möchte«, warnte Schulze vor einem Wahlsieg der im Land als gesichert rechtsextrem eingestuften AfD.
Befürchtungen, dass sich ein Teil der CDU Sachsen-Anhalts nach der Wahl für eine Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen Partei aussprechen könnte, wies Schulze zurück. Man dürfe auch ein Foto nicht überbewerten, das den CDU-Fraktionsvorsitzenden in Magdeburg, Guido Heuer, lachend mit dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zeigt. »Die AfD versucht gerade durch Bilder Themen zu erzeugen, die es so aber nicht gibt.«
Diskussionen um Foto von AfD- und CDU-Politiker
Das Foto hatte zuvor Diskussionen in den sozialen Medien ausgelöst. Das Bild war bei einer Podiumsdiskussion in Halberstadt (Landkreis Harz) entstanden. Darauf ist zu sehen, wie sich der CDU-Mann auf die Schulter des AfD-Politikers stützt, beide Abgeordnete haben die Hand am selben Mikrofon. Über die Veranstaltung hatte zunächst die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet. Auf der Plattform X verbreitete auch der Berliner Journalist Robin Alexander das Foto.
Heuer wies den entstandenen Eindruck einer Vertrautheit am Rande des CDU-Landesparteitags zurück. »Das war eher Konfrontation, keine Verbrüderung«, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Es habe für mehrere Podiumsteilnehmer nur zwei Mikrofone gegeben. In der Situation habe er Siegmund ins Mikro gegriffen, weil dieser »die Unwahrheit« gesagt habe. »Das war alles.«
Landespartei verspricht mehr innere Sicherheit und Verwaltungsreform
Die Landes-CDU hat inzwischen ihr Programm zur Wahl beschlossen: Sie will demzufolge auf mehr innere Sicherheit, strenge Regeln in der Migrationspolitik sowie Änderungen in den Bereichen Wirtschaft und Bildung setzen. Beim Landesparteitag votierten die Delegierten einstimmig für die Agenda. Mit sogenannten Praxislerntagen soll eine Vernetzung von Schulen und Unternehmen gelingen, außerdem soll an Gymnasien mehr Wirtschaft gelehrt werden, sagte Schulze.
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
Schulze wird eine Koalition mit AfD oder Linken ablehnen.
Très probable · En quelques semaines
Questions ouvertes
- Welche Koalitionsoptionen ergeben sich, wenn Schulzes Aussagen Bestand haben?
- Wie wird die CDU Sachsen-Anhalts auf die Wahlergebnisse reagieren?
- Welche Rolle spielen die Umfragewerte der AfD für die Wahlentscheidung?

