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BackUdo Lindenberg: Ein Musiker, der Mut macht
Udo Lindenberg: Ein Musiker, der Mut macht
Culture
Die Zeit18.05.2026Culture5 dk okumaGermany

Udo Lindenberg: Ein Musiker, der Mut macht

L'essentiel

  • Udo Lindenberg feiert seinen 80.
  • Geburtstag mit Ausstellungen, einem Tributalbum und einer Doku.
  • Die Autorin teilt persönliche Erfahrungen, wie seine Musik ihr in schweren Zeiten half, und lädt Leser ein, ihre eigenen "Udo-Geschichten" zu teilen.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

The article discusses Udo Lindenberg's 80th birthday and his impact on people's lives, contrasting it with personal experiences of severe illness. It also covers local news from Hamburg, including sports results and infrastructure updates.

Taille de police

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor der Geburt meiner Tochter wusste ich nicht wirklich, was eine Schwangerschaftsvergiftung ist. Ich habe das zum ersten Mal nach dem Satz meiner Frauenärztin gegoogelt: »Sie müssen jetzt ins Krankenhaus!« Dort haben mich die Ärztinnen sehr schnell in den OP und danach auf die Intensivstation befördertet, und damit mein Leben und das meiner Tochter gerettet. An Präeklampsie, das weiß ich heute, sterben jedes Jahr weltweit 76.000 Mütter und 500.000 Babys.

Ich lag danach lange in der Klinik und über Monate fast nur im Bett. Ich konnte kaum gehen und alles tat weh. Und ich war voller Sorge. Ob meine Tochter okay ist. Ob mein Herz davon Schaden getragen hat oder mein Gehirn. Und ob meine Kraft zurückkehrt.

Und dann kam Udo.

Ich weiß nicht mehr, wer das Lied angemacht hat, aber plötzlich lief es die ganze Zeit in unserer Wohnung. »Ich trag dich durch die schweren Zeiten.« Nach und nach wurde mein Kopf wieder klarer, ich summte die Melodie mit und wippte meine Tochter hin und her. Und stand wieder auf.

Ich glaube nicht, dass Udo Lindenberg das Ödem aus meinem Gehirn vertrieben hat, das waren die Ärztinnen aus dem Agaplesion, und wahrscheinlich hätten all die Paare, die zu Cello zum ersten Mal geknutscht haben, auch so zueinander gefunden. Womöglich wären jene, die sich zuhause eingeengt fühlten, auch ohne Mach dein Ding ausgezogen, und gäbe es Wozu sind Kriege da? nicht, hätten vielleicht – gut, diesen Punkt wollen wir mal überspringen.

Udo Lindenberg jedenfalls hat vielen Menschen Mut gemacht (Z+), er hat ihnen Leichtigkeit geschenkt und ihnen gezeigt, wie sich Freiheit anfühlt. Und dass sie nicht allein sind. Wie ihm das gelang? »Wenn man in der Lage ist, sich emotional zu erinnern, und nicht wegflacht, schreibt man auch nach Jahrzehnten gute Songs, die Menschen etwas bedeuten«, sagte er gerade erst den Kolleginnen und Kollegen der dpa.

Gestern ist Udo Lindenberg, einer der 37 Ehrenbürger dieser Stadt, 80 Jahre alt geworden. Zum Geburtstag gibt es eine Ausstellung, ein Tributalbum, einen Linienbus mit Udo-Kunstwerk und eine Doku, die heute Abend um 20.15 Uhr im Ersten oder hier zu sehen ist.

Ich glaube, sich zu diesem Ereignis wieder einmal mit ihm zu beschäftigen, lohnt sich. Schon wegen all der emotionalen Erinnerungen, die dann aufploppen. Wenn Sie mir übrigens Ihre Udogeschichte erzählen wollen, freu ich mich: [email protected], Betreff »Udo«.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

Ihre Maria Rossbauer

Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, oder wissen Sie etwas, über das wir berichten sollten? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an [email protected].

WAS HEUTE WICHTIG IST

Die Fußballerinnen des HSV sicherten sich am Sonntag den Verbleib in der Ersten Bundesliga. Sie verloren zwar 0:1 gegen den FC Bayern München, es reichte jedoch für Platz zwölf und damit für den Klassenerhalt. Mit 17.637 Zuschauern verzeichneten sie bei dem Spiel im Volksparkstadion einen Rekord. Auch die Männer des HSV werden in der kommenden Saison wieder in der Bundesliga spielen, sie erreichten Platz 13.

Bei einem Auffahrunfall auf der A1 bei Moorfleet wurden drei Menschen schwer und drei leicht verletzt, darunter ein achtjähriges Kind. Der 27-jährige Fahrer, der alkoholisiert und mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war, flüchtete laut Polizei schwer verletzt zu Fuß vom Unfallort. Er wurde später im Krankenhaus angetroffen.

Das Bezirksamt Nord geht aktuell gegen wild gelagerte Wassersportgeräte an Kanälen und der Außenalster vor. Zurückgelassene Kanus, Kajaks und Stand-up-Paddleboards würden unter anderem die Pflege der Grünflächen behindern, heißt es dazu. Schilder machen nun auf das Lagerungsverbot aufmerksam, ab Ende Juni will der Bezirk die Geräte entfernen lassen.

Die wegen eines Wasserrohrbruchs für mehrere Tage gesperrte Bundesstraße 73 in Harburg ist wieder befahrbar. Die Vollsperrung wurde am Sonntag aufgehoben. Auf der nördlichen Fahrbahnseite wurde nun eine provisorische Verkehrsführung eingerichtet, es steht derzeit jeweils eine Fahrspur pro Fahrtrichtung zur Verfügung.

AUS HAMBURG

Wir sind dann mal weg

Der FC St. Pauli ist in die Zweite Bundesliga abgestiegen. ZEIT-Redakteur Urs Willmann ist Fan, er war am Wochenende im Stadion dabei und findet: Bundesligareif war dieses Team schon länger nicht mehr. Lesen Sie hier einen Auszug aus seinem Artikel:

Früher hieß die Dauerkarte für das Millerntorstadion noch »Masokarte«: Wer sich Spiele des FC St. Pauli anschaute, suchte freiwillig das große Leiden, angereichert mit Pathos – so war das Klischee. Tatsächlich blieb die Bedeutung sportlicher Leistungen in der Regel überschaubar. Es wurde als kreatives, spielerisches Element gefeiert, wenn ein Spieler den Ball archaisch in Richtung Stratosphäre drosch.

Bevor wir 2024 in die Erste Bundesliga aufstiegen, hatte sich dies erfreulicherweise geändert. Mit ansehnlichem Gekicke, schnellem Umschaltspiel, erkennbaren taktischen Zügen und Ballsicherheit hatten wir uns in der Zweiten Liga an die Spitze gespielt. Und mit einem Trainer, der inzwischen erfolgreich in der Premier League coacht.

Auch danach war es noch okay: Mithilfe einer bärenstarken Defensive hielten wir die Erste Klasse. Doch im Laufe der nun vergangenen Saison veränderte sich unser Spiel. Vom jetzigen Trainer kamen keine Impulse, und erst recht nicht vom Verein. Der Mannschaft fehlten offensichtlich die Akteure, die hätten holen können, was es zum Klassehalten nun mal braucht: Punkte. Selten haderte ich so mit meinem Verein, wie diesmal nach dem letzten Spieltag.

Es ist eine Stunde vor dem Endspiel gegen den VfL Wolfsburg, inklusive Fernduell gegen den 1. FC Heidenheim, das im Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 ebenfalls die letzte Chance zum Klassenerhalt nutzen kann. Ausgangslage für alle drei: Wer (hoch genug) gewinnt, darf gegen den Drittplatzierten aus der Zweiten Bundesliga in die Relegation und noch einmal hoffen. Als ich im Millerntorstadion auf der Gegengeraden ankomme, ist die schon voll, und das Bier bei den meisten auch nicht das erste. Neben mir auf der Stehtribüne, Sektor E, steht wie immer auch mein langjähriger Freund Carlos, Spitzname »Meckerecke«.

Was Urs Willmann am Wochenende im Millerntorstadion erlebte und warum ihn der Frust darüber mehr lähmt als je zuvor, lesen Sie in der ungekürzten Fassung des Texts. → Zum Artikel (Z+)

SCHON GELESEN?

Der Walsturz

Der in der Ostsee gestrandete und dann in die Nordsee geschleppte Wal Timmy ist tot – er wurde samt dem an ihm angebrachten Tracker nun vor der dänischen Insel Anholt gefunden. Aber was folgt nun? ZEIT-Redakteurin Elisabeth von Thadden hat sich Gedanken dazu gemacht – und dabei Weltliteratur zu Rate gezogen. → Zum Artikel (Z+)

DARAUF KÖNNEN SIE SICH FREUEN

Diesen Samstag startet das 18. Hamburger Theater Festival. Bis zum 21. Juni gibt es dabei wieder aktuelle Inszenierungen aus Deutschland und Österreich in Hamburg. Das Programm wird mit einer Bühnenfassung von Vladimir Sorokins Der Schneesturm, produziert vom Düsseldorfer Schauspielhaus zusammen mit den Salzburger Festspielen, eröffnet.

Wir verlosen fünfmal zwei Karten für die zweite Vorstellung des Stücks am Sonntag, den 24. Mai, ab 18 Uhr im Thalia Theater. Schreiben Sie uns bis morgen, 12 Uhr, eine E-Mail mit dem Betreff »Schneesturm« an [email protected]. Die Gewinner werden von uns direkt benachrichtigt. Viel Glück!

MEINE STADT

HAMBURGER SCHNACK

In der Gärtnerei. Ein junger Mann: »Ich suche eine ›Ich betrüge meine Frau‹-Pflanze. Haben Sie die?« Nach einem Stutzen die Antwort: »Ach so, Sie meinen Männertreu, ja, die haben wir.«

Gehört von Inge Volk

Questions ouvertes

  • What will be the long-term impact of pre-eclampsia on the author?
  • What are the specific details of the Udo Lindenberg documentary?
  • What is the outcome of the FC St. Pauli's potential relegation battle?
  • What are the exact consequences for owners of illegally stored water sports equipment?

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This article was originally published by Die Zeit.

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