Ein aus Nordmazedonien stammender Mann wurde zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt, nachdem er eine 13-Jährige missbraucht hatte.
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Der Angeklagte und das Opfer lernten sich in der Drogenszene kennen. Der Täter verfügte über keine gültige Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland.
In einem Prozess um sexuellen Missbrauch einer 13-Jährigen ist ein Mann vom Landgericht Köln zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der aus Nordmazedonien stammende Angeklagte wurde am Mittwoch des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern schuldig gesprochen, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Laut Anklage soll der 31-Jährige mit dem Mädchen eine Art partnerschaftliche Beziehung geführt haben.
Wie die „Rheinische Post“ und der WDR übereinstimmend berichten, sollen sich die beiden in der Drogenszene kennengelernt haben. Der Angeklagte habe keine gültige Aufenthaltsgenehmigung besessen und konnte keiner regulären Arbeit in Deutschland nachgehen. Dem „RP“-Bericht zufolge habe er gehofft, durch die Heirat mit einer deutschen Frau und mit einem in Deutschland geborenen Kind die fehlenden Papiere besorgen zu können. Zudem soll der Nordmazedonier in seiner Heimat ebenfalls mindestens eine Tochter haben und bereits mehrere Jahre wegen Raubes im Gefängnis gesessen haben.
Die Verteidigung habe laut „Rheinischer Post“ für eine deutlich geringere Strafe ausgesprochen, mit dem Argument, der Angeklagte hätte arbeiten und für das Kind Unterhalt zahlen können. Der Richter hielt von diesem Vorstoß nichts: „Diese Vaterschaft ergibt keine Perspektive“, wird er im Bericht zitiert.
Das 13‑jährige Opfer geht laut „Rheinischer Post“ inzwischen wieder zur Schule, musste zwar auf dem Gymnasium eine Klasse wiederholen – laut eigener Aussage wohl mit vernünftigen Noten. Zuvor war sie von zuhause weggelaufen. Mittlerweile solle sich das vorher schlechte Verhältnis zu ihrer Mutter wieder verbessert haben.
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