15-jähriger Schüler bei Protest in Frankreich durch Polizeigranate schwer verletzt
Quick Look
- Ein 15 Jahre alter Schüler wurde bei einem Protest in Lens durch eine Polizeigranate schwer verletzt und verlor seine Hand.
- Er befindet sich nicht in Lebensgefahr.
- Die Generalinspektion der Nationalpolizei untersucht den Einsatz.
AI-generated summary
Why It Matters
In Frankreich finden landesweite Schülerproteste statt, bei denen Jugendliche für bessere Schulausstattung und Lernbedingungen demonstrieren. Die Proteste haben in mehreren Städten zu Gewalt geführt, wobei Schulen blockiert und teilweise geschlossen wurden.
Ein 15 Jahre alter Schüler ist bei einem Protest im nordfranzösischen Lens durch eine Polizeigranate schwer verletzt worden. Medienberichten zufolge riss die Granate ihm die Hand ab. Er sei in eine Klinik gebracht worden, befinde sich aber nicht in Lebensgefahr, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Generalinspektion der Nationalpolizei lasse den Polizeieinsatz nun untersuchen. Um was für eine Art Granate es sich handelte, ist demnach noch unklar.
Der 15-Jährige hatte gemeinsam mit anderen im Zuge der landesweiten Schülerproteste demonstriert. Nach Angaben der Präfektur hätten einige der 200 Schüler in Lens Polizisten mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen. Daraufhin sei die Bereitschaftspolizei angerückt und habe die Granate auf die Menge gefeuert. Ob der schwer verletzte Schüler diese aufgehoben hatte oder sie direkt in seiner Hand landete, müsse den Behörden zufolge noch ermittelt werden.
Schüler vor Ort sagten dem Sender Ici Nord , dass sie den Eingang zur Schule hätten blockieren wollen, als die Beamten Tränengas und Granaten eingesetzt hätten. »Ich stand neben dem Mitschüler, der verletzt wurde. Plötzlich traf etwas seine Hand und es explodierte. Ich habe gesehen, wie seine Hand explodierte«, sagte eine Schülerin. Laut dem Bericht des Senders handelte es sich um eine Blendgranate. Die französische Polizei darf diese zum Selbstschutz einsetzen, in vielen anderen EU-Ländern sind sie verboten.
Am Montag fanden an mehr als 400 Schulen in Frankreich Proteste statt, an vielen Orten kam es zu Gewalt. Hunderte Schulen blieben ganz geschlossen. Für Dienstag haben Schülervertretungen zu einem landesweiten Aktionstag aufgerufen. In Großstädten wie Paris, Lyon und Bordeaux soll es Kundgebungen geben. Auch Bildungsgewerkschaften appellierten an ihre Mitglieder, daran teilzunehmen oder die Arbeit niederzulegen.
Sie wollen eine bessere Ausstattung der Schulen und bessere Lernbedingungen: Mehr zu den Protesten der französischen Jugendlichen lesen Sie hier .
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Generalinspektion der Nationalpolizei wird ihre Untersuchung zum Polizeieinsatz in Lens abschließen und mögliche disziplinarische oder rechtliche Konsequenzen prüfen.
Likely · Within weeks
Es werden weitere Schülerproteste und Aktionstage in Frankreich stattfinden, wie von Schülervertretungen und Bildungsgewerkschaften angekündigt.
Very likely · Within days
Open Questions
- Welche genaue Art von Granate wurde eingesetzt?
- Hat der verletzte Schüler die Granate aufgehoben oder wurde er direkt getroffen?
- Welche disziplinarischen Konsequenzen erwarten die beteiligten Beamten?
- Wie werden die Forderungen der Schüler nach besserer Schulausstattung von der Regierung beantwortet?



