Acht deutsche Aktivisten aus Israel ausgeflogen
Quick Look
- Acht deutsche Aktivisten der "Global Sumud Flotilla" sind nach Angaben des Auswärtigen Amtes aus Israel in die Türkei ausgeflogen worden.
- Zuvor hatte ein Video des israelischen Ministers Itamar Ben-Gvir für internationale Empörung gesorgt, das die Bedingungen in der Untersuchungshaft zeigte.
AI-generated summary
Why It Matters
A group of activists, including Germans, were detained in Israel as part of the "Global Sumud Flotilla" aimed at Gaza. A video released by Israeli Minister Itamar Ben-Gvir showed harsh treatment of detainees, sparking international condemnation.
Laut dem Rechtszentrum für die Rechte arabischer Minderheiten in Israel (Adalah) wurden die Aktivisten von einem zivilen Flughafen nahe der südisraelischen Stadt Eilat ausgeflogen. Auch acht deutsche Aktivisten der in Israel festgesetzten Gaza-Flottille »Global Sumud Flotilla« sind nach Angaben aus dem Auswärtigen Amt in die Türkei ausgeflogen worden.
Ursprünglich sei man von einer höheren Anzahl betroffener Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit ausgegangen, teilte das Ministerium in Berlin am Donnerstag mit. Das deutsche Generalkonsulat Istanbul werde die Ausgeflogenen am dortigen Flughafen in Empfang nehmen.
Die deutsche Botschaft in Tel Aviv habe die konsularische Betreuung der deutschen Staatsangehörigen übernommen und stehe weiterhin in engem Austausch mit den zuständigen israelischen Behörden und internationalen Partnern, hieß es weiter. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes werden zu konsularischen Einzelfällen keine weiteren Angaben gemacht.
Video über Bedingungen in Untersuchungshaft sorgte für Empörung
Der Abschiebung ging ein Video des rechtsextremen israelischen Ministers für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, voraus. Der von Ben-Gvir auf dem Onlinedienst X mit dem Titel »Willkommen in Israel« veröffentlichte Clip zeigt unter anderem eine Aktivistin, die »Free, free Palestine« ruft und daraufhin am Kopf gepackt und zu Boden gedrückt wird. Zudem zeigt es Aktivisten, die mit auf dem Rücken gefesselten Händen und der Stirn auf dem Boden knien müssen. Auch Ben-Gvir selbst ist zu sehen, während er vor den knienden Aktivisten eine israelische Flagge schwenkt.
Der Clip sorgte international für Empörung. Auch die Bundesregierung hat das Vorgehen des Ministers verurteilt. Außenminister Johann Wadephul bezeichnete das Verhalten Ben-Gvirs als »vollkommen inakzeptabel«. Polen, Frankreich, Spanien, Portugal, die Niederlande und Kanada bestellten aus Protest gegen das Video den israelischen Botschafter ein.
Mehr über die aktuellen Entwicklungen von Israels Vorgehen in Gaza lesen Sie hier.
Open Questions
- What were the exact reasons for the activists' detention?
- What is the current status of other activists detained alongside the Germans?
- Will there be further diplomatic repercussions for Israel's actions?
- What are the specific conditions of detention for individuals in Israel?



