AKW Paks knapp an Totalabschaltung vorbei
Niedriger Donauwasserstand gefährdet Betrieb des ungarischen Atomkraftwerks
Quick Look
- Das ungarische Atomkraftwerk Paks ist wegen niedrigen Donau-Wasserstands knapp einer Totalabschaltung entgangen.
- Nach Angaben von Ministerpräsident Peter Magyar fehlten nur wenige Millimeter, bevor der Pegel wieder leicht stieg.
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Why It Matters
Das AKW Paks bezieht sein Kühlwasser aus der Donau, deren Pegel sich in Ungarn auf historischen Tiefständen befindet.
Budapest. Das ungarische Atomkraftwerk Paks ist infolge des niedrigen Wasserstands der Donau knapp der Totalabschaltung entgangen.
„Morgens gegen halb zwei waren wir nur wenige Millimeter von der vollständigen Abschaltung entfernt“, schrieb Ministerpräsident Peter Magyar auf seiner Facebook-Seite.
„Doch dann fand das Absinken des Wasserstands (der Donau) ein Ende, und am Morgen stieg er um 1,5 Zentimeter“, hielt der Politiker Dienstagfrüh fest.
Derzeit würde das AKW, das normalerweise für ein Drittel des Stromverbrauchs aufkommt, „unter sicheren Umständen seine letzte Turbine betreiben“, fügte er hinzu.
Das AKW Paks mit seinen vier Reaktorblöcken liegt etwa 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Budapest und bezieht sein Kühlwasser aus der Donau. Deren Pegel befindet sich in Ungarn derzeit auf historischen Tiefständen.
Das mitteleuropäische Land wird gegenwärtig wie auch andere Länder des Kontinents von einer Hitzewelle erfasst.
Mit dem Betrieb der einen Turbine beläuft sich die Leistung des AKW Paks auf 240 Megawatt, was nach Angaben des ungarischen Landesenergieamtes (OAH) gerade mal 12 Prozent der Gesamtleistung im Normalbetrieb entspricht.
Open Questions
- Wie lange bleibt die Leistung des AKW reduziert?
- Welche langfristigen Maßnahmen sind gegen den Wassermangel geplant?



