Angriff im Schwarzen Meer: Ukraine versenkt russisches Frachtschiff
Ukrainische Drohnen haben nahe dem Hafen Noworossijsk ein Schiff getroffen, das für den Staatskonzern Rosatom unterwegs war. Präsident Selenskyj meldete auch Schäden an Ölraffinerien und russische Angriffe auf Kyjiw.
Quick Look
- Ukrainische Streitkräfte haben ein Frachtschiff des russischen Staatskonzerns Rosatom nahe Noworossijsk im Schwarzen Meer versenkt und drei Ölraffinerien in Baschkortostan angegriffen.
- Gleichzeitig wurde die ukrainische Hauptstadt Kyjiw Ziel russischer Angriffe, bei denen mindestens neun Menschen getötet und 28 verletzt wurden.
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Why It Matters
Die Ukraine nimmt immer wieder russisch beflaggte Schiffe im Schwarzen Meer ins Visier und wirft dem Kreml vor, dort sanktionierte Güter zu verschiffen. Auch die russische Armee hat seit Februar 2022 regelmäßig ukrainische Hafeninfrastruktur und Schiffe angegriffen.
Ukrainische Streitkräfte haben ein von Rosatom kontrolliertes Frachtschiff versenkt. Das meldete der russische Staatskonzern. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Vorfall.
Die »Yanina« wird von Fesco betrieben, der Schifffahrtstochtergesellschaft von Rosatom. Laut dem Konzern wurde sie nahe dem russischen Hafen Noworossijsk von mindestens zwei ukrainischen Drohnen getroffen. Die 17 Besatzungsmitglieder hätten von Bord gehen müssen, seien aber unversehrt. Rosatom teilte mit, das Schiff habe Güter wie Tiefkühlkost und Baumaterialien transportiert.
Die Ukraine nimmt immer wieder russisch beflaggte Schiffe im Schwarzen Meer ins Visier. Sie wirft dem Kreml vor, dort sanktionierte Güter wie Erdöl zu verschiffen. Auch die russische Armee hat seit ihrer Vollinvasion der Ukraine im Februar 2022 regelmäßig ukrainische Hafeninfrastruktur und Schiffe angegriffen.
Selenskyj schrieb auf Telegram, neben der »Yanina« habe die Ukraine weitere Ziele im Schwarzen und Asowschen Meer getroffen. Zudem habe man die Infrastruktur von drei russischen Ölraffinerien in der Region Baschkortostan angegriffen, mehr als 1500 Kilometer nördlich.
Die ukrainische Hauptstadt Kyjiw war in der Nacht zum Samstag derweil erneut Ziel russischer Angriffe. Nach Angaben des staatlichen ukrainischen Rettungsdienstes wurden mindestens neun Menschen getötet und 28 weitere verletzt, darunter auch vier Kinder.
Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, es habe einen »massiven Schlag« gegen Kyjiw ausgeführt. Ziel seien »Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes und Logistikzentren« gewesen.
Open Questions
- Was war die genaue Ladung der "Yanina"?
- Wie groß ist der Schaden an den Ölraffinerien?
- Wie wird Russland auf die Angriffe reagieren?






