Antidiskriminierungsstelle des Bundes verzeichnet Rekordzahl an Anfragen
Quick Look
- Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes verzeichnete im vergangenen Jahr 13.067 Anfragen, ein Anstieg von 15 Prozent.
- Rassismus war mit 43 Prozent der häufigste Grund, gefolgt von Diskriminierung aufgrund von Behinderung (27%) und Geschlecht (22%).
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Why It Matters
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist eine unabhängige Beratungsstelle, die Anfragen zu Diskriminierung bearbeitet. Im vergangenen Jahr verzeichnete sie eine Rekordzahl an Anfragen.
Im vergangenen Jahr haben sich so viele Menschen wie noch nie an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gewandt. Insgesamt 13.067 Anfragen gingen bei der Beratungsstelle ein, 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus dem Jahresbericht der Unabhängigen Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, hervor.
Mit 4.571 Fällen betrafen 43 Prozent aller Anfragen rassistische Diskriminierung. Betroffene berichteten von Beleidigungen und Herabwürdigungen am Arbeitsplatz, diskriminierenden Absagen bei der Wohnungssuche oder Benachteiligungen im Gesundheitswesen. »Rassistische Einstellungen verfestigen sich und führen zu deutlich heftiger erlebter Diskriminierung«, sagte Ataman. Rassismus schade nicht nur den Betroffenen, sondern auch der Gesellschaft und der Wirtschaft.
Zweithäufigster Grund für Anfragen war mit 27 Prozent eine Benachteiligung wegen Behinderung oder chronischer Krankheit (3.015 Fälle). Diskriminierung wegen des Geschlechts machte mit 2.407 Fällen etwa 22 Prozent aus. Weitere Gründe waren Alter (zwölf Prozent), Religion und Weltanschauung (sieben Prozent) sowie sexuelle Identität (vier Prozent).
Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
Open Questions
- Welche spezifischen Maßnahmen werden ergriffen, um die Zunahme von Rassismus zu bekämpfen?
- Gibt es regionale Unterschiede bei den Anfragen?
- Welche Branchen oder Sektoren sind am stärksten von Diskriminierung betroffen?
- Wie wird die Wirksamkeit der Beratungsstelle gemessen?



