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Apple verklagt OpenAI wegen angeblicher Firmengeheimnis-Diebstähle
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Spiegel Netzwelt15 hours agoTech3 min readGermany

Apple verklagt OpenAI wegen angeblicher Firmengeheimnis-Diebstähle

Quick Look

  • OpenAI plant einen Smart Speaker mit Kamera und GPT live, entwickelt von Ex-Apple-Designer Jonathan Ive.
  • Apple verklagt OpenAI wegen angeblicher Mitnahme von Firmengeheimnissen durch ehemalige Mitarbeiter, was OpenAIs Produktentwicklung verzögern könnte.
  • Apple bereitet ebenfalls ein ähnliches Gerät vor.

AI-generated summary

Why It Matters

OpenAI expandiert in Hardware mit einem Smart Speaker, der von Jonathan Ive mitentwickelt wird, den OpenAI durch die Übernahme von io gewonnen hat.

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Das Finanznachrichtenportal Bloomberg berichtet nun von ersten angeblichen Details. Der oft gut über Vorgänge im Silicon Valley informierte Bloomberg-Redakteur Mark Gurman schreibt, der smarte Lautsprecher werde mit einigen interessanten Extras ausgestattet sein.

Demnach soll das Gerät mit einem Akku bestückt sein, damit man es in verschiedenen Räumen nutzen kann, ähnlich wie den aktuellen Sonos Play (hier unser Testbericht). Zusätzlich sei er aber mit mindestens einer Kamera und verschiedenen Sensoren bestückt, um seine Umgebung zu erfassen. Mysteriöse »mechanische Elemente« sollen demnach den Eindruck bestärken, er sei mehr als bloß eine Maschine.

Diesen Eindruck soll aber vor allem die Integration von GPT live vermitteln, einem neuen Sprachmodell, das besonders natürliche Gespräche mit der KI ermöglichen soll. OpenAI hat es Anfang Juli vorgestellt.

Die Entwicklung eigener Hardware ist für OpenAI eine große Wette. OpenAI hatte Jonathan Ives Start-up io im vergangenen Jahr für 6,5 Milliarden Dollar übernommen. Ive war fast drei Jahrzehnte lang bei Apple tätig gewesen. Er war maßgeblich an der Entwicklung legendärer Produkte wie den iPods, den iPhones und vielen anderen Apple-Geräten beteiligt. Der Designer galt als Vertrauter des Apple-Mitgründers Steve Jobs.

Im Jahr 2019 verließ er Apple und machte sich mit dem Designstudio LoveFrom selbstständig. Zuletzt machte er mit dem ersten Elektro-Ferrari Schlagzeilen. Schnell machten Gerüchte die Runde, Ive habe womöglich sein Wissen aus der angeblichen Entwicklung eines Apple-Car in den italienischen Sportwagen einfließen lassen.

Während das nur Gerüchte sind, ist sicher, dass OpenAI in kurzer Zeit zahlreiche Mitarbeiter von Apple abgeworben hat. Angeblich sollen es mehr als 400 sein. Sie sind mit viel Geld angelockt worden. Und viele mit der Aussicht, mit Jonathan Ive an völlig neuen Produkten arbeiten zu können.

Apple klagt

Apple argwöhnt nun, einige der ehemaligen Mitarbeitenden hätten beim Umzug zu OpenAI mehr als nur ihre Arbeitskraft mitgenommen. Am Wochenende reichte der iPhone-Konzern Klage gegen das ChatGPT-Unternehmen ein. Der Vorwurf: Mitarbeiter sollen Firmengeheimnisse mitgenommen haben.

In der Klageschrift wird bestimmten Ingenieuren vorgeworfen, sie hätten ihre Arbeits-Laptops nicht zurückgegeben. Bestimmte Personen sollen sich nach dem Wechsel gar über eine wenig bekannte Sicherheitslücke in Apples Netzwerk eingewählt und von dort geheime Unterlagen über künftige Produkte heruntergeladen haben.

OpenAI reagierte auf die Vorwürfe zunächst gelassen. Ein Sprecher sagte: »Wir haben kein Interesse an den Firmengeheimnissen anderer Unternehmen.« Man nehme Apples Vorwürfe zwar ernst, habe aber keine Hinweise darauf, dass diese begründet seien.

Unwägbarkeiten eines Gerichtsverfahrens

Dennoch könnte das von Apple angestrebte Verfahren bei OpenAI zu Verzögerungen führen. Die Entwickler dürften nun angehalten sein, absolut sicherzustellen, dass die von ihnen erdachten Produkte keine Hinweise darauf geben, dass darin Apple-Know-how steckt. Unklar ist zudem, inwiefern Apples Klage die Entwicklung ausbremsen wird. Verfahren wie dieses können sich vor US-Gerichten über Monate, wenn nicht Jahre, hinziehen.

Apple dürfte ein verzögerter Start von OpenAIs Gadgets gelegen kommen. Gerüchten zufolge hat das Unternehmen seinerseits ein Gerät entwickelt, das ähnliche Aufgaben erledigen soll wie der angebliche Smart Speaker von OpenAI. Apples Version soll laut Bloomberg allerdings mit einem Bildschirm bestückt sein. Während die Hardware offenbar schon länger startbereit ist, sei die Einführung wegen des ruckeligen Starts der neuen Siri verschoben worden.

Mit iOS 27, macOS 27 und weiteren Updates wird die verbesserte Siri nun aber im Herbst tatsächlich eingeführt, wenn auch nicht in der EU. Erste öffentliche Betaversionen der neuen Betriebssysteme sind in dieser Woche veröffentlicht worden, was darauf hindeutet, dass deren Entwicklung nach Plan läuft.

Die Freigabe der finalen Versionen, ein denkbarer Termin dafür wäre der September, wäre dann eine gute Gelegenheit für Apple, das neue Smart-Home-Gerät auf den Markt zu bringen. Es wäre quasi eine körperliche Manifestation der neuen Siri. Und damit genau das, was OpenAI dem Bloomberg-Bericht zufolge mit seinem Smart Speaker und ChatGPT Live vorhat.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • OpenAIs Smart Speaker wird sich durch Apples Klage verzögern.

    Likely · Within months

  • Apple wird im Herbst ein Smart-Home-Gerät mit verbesserter Siri einführen.

    Likely · Within months

Open Questions

  • Wie lange wird Apples Klage OpenAIs Produktentwicklung verzögern?
  • Wann genau werden Apple und OpenAI ihre Smart-Home-Geräte auf den Markt bringen?
  • Welche konkreten Beweise hat Apple für den Diebstahl von Firmengeheimnissen?

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This article was originally published by Spiegel Netzwelt.

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