Arbeitsmarkt trübt sich wieder ein: Ifo-Institut meldet Stellenabbau
Quick Look
- Das Ifo-Institut meldet eine Eintrübung der Arbeitsmarktaussichten in Deutschland.
- Das Beschäftigungsbarometer sank im Juni deutlich, besonders schlecht sind die Aussichten in Industrie und Handel.
- Auch bei Dienstleistern gibt es vermehrt Abbaupläne.
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Why It Matters
Das Ifo-Beschäftigungsbarometer sank im Juni, nachdem es im Mai noch gestiegen war. Dies deutet auf eine Eintrübung der Arbeitsmarktaussichten hin.
München. Die Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt haben sich wieder eingetrübt. „Die Unternehmen planen, wieder vermehrt Stellen abzubauen“, meldete das Münchner Ifo-Institut. Das von ihm erhobene Beschäftigungsbarometer sank im Juni um 1,6 auf 92,3 Punkte. Das ist einer der schlechtesten Werte seit der Corona-Pandemie.
„Der Arbeitsmarkt bleibt schwach“, sagte Experte Klaus Wohlrabe. „Von einer nachhaltigen Belebung der Beschäftigung ist Deutschland derzeit noch weit entfernt.“ Im Mai war das Barometer noch ein gutes Stück gestiegen, nun ging es wieder abwärts.
Besonders schlecht sind die Aussichten in der Industrie und im Handel. Der Anteil der Unternehmen, die Jobs abbauen wollen, überwiegt den Anteil der Unternehmen, die Jobs aufbauen wollen, dort um jeweils rund 18 Prozentpunkte. Immerhin hat sich das Barometer in der Industrie minimal verbessert. Im Handel nimmt der Personalabbau der Umfrage zufolge allerdings wieder stärker zu. Das Teilbarometer sank hier um 3,2 Punkte.
Auch bei den Dienstleistern gab das Barometer deutlich nach. Dort überwiegen die Unternehmen mit Abbauplänen diejenigen mit Aufbauplänen jetzt um 4,9 Prozentpunkte - vor einem Monat gab es noch etwas mehr Aufbau- als Abbaupläne. Besonders schwierig bleibt die Lage laut Ifo bei den Leiharbeitsfirmen sowie im Tourismus.
What to Watch
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Weitere Stellenstreichungen in den kommenden Monaten.
Likely · Within months
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