Auch wegen Zoll-Rückzahlungen: US-Neuverschuldung steigt auf Fünf-Jahres-Hoch
Trotz angekündigter Kürzungen wächst die Neuverschuldung der USA im Haushaltsjahr 2026 auf knapp zwei Billionen Dollar an.
Quick Look
- Die Neuverschuldung der USA ist im Haushaltsjahr 2026 auf 1,99 Billionen Dollar gestiegen.
- Trotz Donald Trumps Versprechen von Ausgabenkürzungen wächst das Defizit um zwölf Prozent, angetrieben durch Rekordzinszahlungen und Zolleinnahmen-Rückzahlungen.
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Why It Matters
Die USA verzeichnen im Haushaltsjahr 2026 ein stark gestiegenes Defizit trotz angekündigter Ausgabensenkungen.
Als Donald Trump zum zweiten Mal ins Weiße Haus einzieht, verkündet er, er werde die Staatsausgaben und somit auch die Neuverschuldung senken. Aktuell geht der Trend aber in die andere Richtung: Die USA rutschen in seiner Präsidentschaft immer tiefer in die Miesen.
Die Neuverschuldung der USA ist trotz der von Präsident Donald Trump angekündigten Ausgabenkürzungen auf den höchsten Stand seit 2021 gestiegen. Im Haushaltsjahr 2026, das Ende September endete, betrug das Defizit 1,99 Billionen Dollar und damit zwölf Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Finanzministerium in Washington mitteilte.
Im vorherigen Haushaltsjahr hatte das Defizit noch 1,78 Billionen Dollar betragen. Die Ausgaben der Bundesregierung in Washington stiegen nun um sechs Prozent auf 7,4 Billionen Dollar, während die Einnahmen lediglich um drei Prozent auf 5,4 Billionen Dollar zulegten.
Besonders stark belasteten steigende Schuldzinsen den Haushalt. Die Zinszahlungen erhöhten sich um 144 Milliarden Dollar auf den Rekordwert von 1,36 Billionen Dollar. Hinzu kamen Rückzahlungen von insgesamt 145 Milliarden Dollar an Zöllen, nachdem der Oberste Gerichtshof im Februar einen Großteil von Trumps Zöllen für ungültig erklärt hatte. Durch das Defizit wächst der Schuldenberg der USA weiter deutlich an. Die gesamte Staatsverschuldung der USA hat im August erstmals die Schwelle von 40 Billionen Dollar (aktuell knapp 34,4 Billionen Euro) überschritten.
Trump hatte nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus versprochen, die Staatsausgaben und somit auch die Neuverschuldung zu senken. Finanzminister Scott Bessent hatte eine Verringerung auf drei Prozent als Ziel ausgegeben. Nach Angaben des Finanzministeriums lag das Defizit nun aber bei geschätzt 6,2 Prozent der Wirtschaftsleistung.
Wirtschaftswissenschaftlerin Nancy Vanden Houten von Oxford Economics erwartet im kommenden Haushaltsjahr ein ähnlich hohes Defizit. Sollte der Krieg mit dem Iran bis weit in das neue Haushaltsjahr andauern, könne das Haushaltsloch noch größer ausfallen, warnte sie.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Ähnlich hohes Defizit im kommenden Haushaltsjahr
Likely · Within months
Open Questions
- Wie will die Regierung die Zinslast langfristig senken?
- Wird sich der Konflikt mit dem Iran auf den Haushalt auswirken?






