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Anleger reagieren auf steigende US-Zinserwartungen aufgrund stärker als erwarteter Inflationsdaten, was zu einer Neubewertung von Wachstumsaktien führt, insbesondere im KI- und Halbleitersektor.
US-Anleger rechnen mit steigenden Zinsen. Damit geraten die astronomischen Schulden vieler KI-Unternehmen in den Blick. Besonders Tech-Aktien werden in großem Umfang abgestoßen. Bis zum Abend kehrt an der Wall Street allerdings wieder ein wenig Ruhe ein.
Die US-Börsen haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Während Anleger bei Technologiewerten wegen der hohen Zinsen Kasse machten, griffen sie bei als defensiv geltenden Gesundheits- und Konsumwerten zu. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,1 Prozent fester bei 52.177 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,3 Prozent auf 7744 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss mit 26.711 Punkten kaum verändert, nachdem er im frühen Handel noch knapp 400 Punkte tiefer notiert hatte. Zu den Gewinnern zählten Eli Lilly, UnitedHealth und Walmart, die von Hochstufungen profitierten.
Technologiewerte standen unter Druck, da Investoren Unternehmen mit hoher Schuldenlast im KI-Sektor abstießen. Der Philadelphia-Halbleiterindex gab den siebten Handelstag in Folge nach. Die Aktien von Broadcom und Nvidia fielen, nachdem der Chiphersteller TSMC trotz eines Rekordgewinns einen vorsichtigen Ausblick auf das Jahr 2027 gegeben hatte. Dell und Hewlett Packard Enterprise setzten ihre Talfahrt vom Vortag fort.
Hintergrund der Umschichtungen sind Sorgen vor weiter steigenden Zinsen. Daten vom Donnerstag zeigten, dass die US-Erzeugerpreise im September so stark stiegen wie seit viereinhalb Jahren nicht mehr. Bereits am Mittwoch hatten unerwartet hohe Inflationsdaten für einen Ausverkauf gesorgt. Händler sehen die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed auf ihrer Sitzung im Dezember nun bei 67 Prozent, nach 62 Prozent am Vortag.
"Kleine Rotation bei den großen Namen"
"Die Kosten für die Finanzierung von allem, sei es ein neues Einfamilienhaus oder ein riesiges Rechenzentrum, steigen, und das hat Auswirkungen auf viele Bereiche am Aktienmarkt", sagte der Portfoliomanager Jed Ellerbroek von Argent Capital Management. "Wir erleben eine kleine Rotation bei den großen Namen, aber das haben wir schon einmal gesehen", sagte Joe Saluzzi, Co-Leiter des Aktienhandels bei Themis Trading. "Es scheint, dass dies alle paar Monate auftaucht und wir die KI-Sorgen haben."
Unter den Einzelwerten brachen FMC ein, nachdem der Agrochemiekonzern seine Prognose für das dritte Quartal deutlich gesenkt hatte. Die Papiere von Rocket Lab fielen ebenfalls, nachdem das Raumfahrtunternehmen mitgeteilt hatte, dass sich der Erstflug seiner neuen, größeren Neutron-Rakete bis ins nächste Jahr verzögert.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Fed wird voraussichtlich im Dezember die Zinsen erhöhen, basierend auf aktuellen Inflationsdaten und Marktmeinungen.
Likely · Within months

UniCredit has received approval from the European Central Bank to increase its stake in Commerzbank to over 30 percent and to convert the shares into treasury shares. The major Italian bank expects to gain control of Commerzbank by the end of the year.

The European Central Bank has allowed Unicredit to increase its stake in Commerzbank beyond 30 percent without any further cap. This means that the major Italian bank can soon take control of the German financial institution. Unicredit currently holds almost 30 percent and has secured access to another 20 percent.

The European Central Bank has given Unicredit the green light to swap shares with Commerzbank, allowing the Italian bank to increase its stake in the Frankfurt bank to almost 50 percent. The change of power is imminent, while concerns about thousands of jobs are growing in Germany and the federal government is striving to preserve the Commerzbank location.
The ECB has given Unicredit approval to take control of Commerzbank and increase its stake to over 30 percent. This means that the Italian bank can convert the Commerzbank shares it secured in the summer into its own shares and is expected to gain around 50 percent of the voting rights by the end of the year. The federal government wants to prevent redundancies for operational reasons and keep Commerzbank as a listed Frankfurt company.

The DAX closed with a gain of 0.33 percent at 25,382 points, while the technology sector was under pressure worldwide. Concerns about US interest rate policy, high oil prices and EU national debt characterize the market environment.

Fund managers and strategists are discovering government bonds as an attractive investment class again due to increased yields. Goldman Sachs and Blackrock are increasing their weighting, which could lead to a reallocation of capital from the stock market.