Bank of England: Britische Notenbank hebt Zinsen erstmals seit drei Jahren an – auf 4,0 Prozent
Quick Look
- Die Bank of England hat den Leitzins um 25 Basispunkte auf vier Prozent erhöht.
- Die Entscheidung fiel mit acht zu einer Stimme.
- Notenbankchef Andrew Bailey deutete weitere Schritte bei anhaltenden Inflationsrisiken an.
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Why It Matters
Die Bank of England hat erstmals seit drei Jahren den Leitzins angehoben. Die Entscheidung folgt auf ähnliche Maßnahmen anderer Zentralbanken wie EZB und Fed.
London. Die Bank of England (BoE) hat am Donnerstag erstmals seit drei Jahren den Leitzins angehoben. Der geldpolitische Ausschuss erhöhte den Zins um 25 Basispunkte auf vier Prozent. Die Entscheidung fiel mit deutlicher Mehrheit von acht zu einer Stimme.
Catherine Mann, externes Mitglied des geldpolitischen Ausschusses, war die einzige Gegenstimme: Sie hatte eine stärkere Erhöhung um 50 Basispunkte auf 4,25 Prozent gefordert. Ob weitere Zinsschritte folgen, hängt laut BoE von der Entwicklung der Energiepreise und der Inflation ab. Notenbankchef Andrew Bailey sieht bei anhaltenden Inflationsrisiken Argumente für eine weitere Erhöhung.
Die BoE zieht damit nach, was die Europäische Zentralbank (EZB), die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und die Bank of Japan bereits vorgemacht hatten. Die Finanzmärkte reagierten kaum auf die Zinserhöhung, da sie weithin erwartet und bereits in den Kursen eingepreist war. Das britische Pfund legte leicht zu.
Durch den höheren Zins dürfte die britische Währung für Anleger noch attraktiver werden. Gegenüber einem Korb ausländischer Währungen erreichte das Pfund in den vergangenen Wochen den höchsten Stand seit dem Brexit-Referendum vor zehn Jahren. Derzeit kostet ein Pfund etwa 1,35 Dollar und 1,20 Euro.
Open Questions
- Wie entwickeln sich die Energiepreise weiter?
- Wann erfolgt der nächste Zinsschritt?






