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Bärbel Bas: KI-Regulierung, Weiterbildung und moderner Staat als Zukunftsstrategie
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Tagesschau Wirtschaft5/19/2026Politics2 min readGermany

Bärbel Bas: KI-Regulierung, Weiterbildung und moderner Staat als Zukunftsstrategie

Quick Look

  • Bundesministerin Bärbel Bas (SPD) fordert Regulierung und Weiterbildung im Umgang mit KI.
  • Sie betont die Notwendigkeit, Gewinne abzuschöpfen und den Staat zu modernisieren, um soziale Errungenschaften zu schützen.
  • Bis 2030 soll jeder Job KI-Bezug haben.

AI-generated summary

Why It Matters

Bundesministerin Bärbel Bas (SPD) hat auf der Medienkonferenz re:publica ihre Strategie im Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) dargelegt. Sie setzt auf Regulierung, Weiterbildung und eine Modernisierung des Staates, um soziale Errungenschaften zu schützen und einen "digitalen Wildwuchs" zu verhindern.

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Im Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) setzt Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) auf Regulierung, Weiterbildung und eine Modernisierung des Staates. "Die Zukunft unseres Landes legen wir nicht in die Hände von irgendwelchen Tech-Bros", sagte Bas auf der Medienkonferenz re:publica. Aus ihrer Sicht könne man die KI-Entwicklung nicht einfach laufen lassen. Außerdem müssten die Gewinne über Steuern abgeschöpft werden.

Mit dem Koalitionspartner von der Union gebe es diesbezüglich "sicherlich noch verschiedene Debatten, die wir führen müssen. Die kommenden Jahre seien entscheidend, ob KI zu einem Miteinander von Mensch und Maschine führe, sagte Bas oder ob ein "digitaler Wildwuchs" soziale Errungenschaften gefährde.

Bis 2030 kein Job ohne KI-Bezug

Während in den USA erste Studie zeigten, dass Berufseinsteiger aufgrund von KI Nachteile erfahren, sei das in Deutschland bisher nicht der Fall, sagte Bas. "KI führt eher zum Jobumbau als zum Jobabbau." Entscheidend sei daher die Weiterbildung: Bis 2030 werde es in Deutschland keinen Job mehr ohne KI-Bezug geben. Die Entwicklung werde sich quer durch die Arbeitswelt ziehen - daher solle bis 2030 die Weiterbildungsbeteiligung auf 65 Prozent steigen.

Fast zwei Drittel der Erwachsenen zwischen 25 und 64 Jahren sollten also jährlich mindestens einmal an einer Fortbildung teilnehmen, sagte die SPD-Politikerin. Das sei auch entscheidend, um Ungleichheiten nicht zu verfestigen. "Frauen nutzen KI beruflich seltener als Männer", erklärte Bas. Ein Problem, das besonders groß in der jungen Generation Z sei und durch Weiterbildung, Qualifizierung und den systematischen Einsatz von KI in Unternehmen kleiner werde.

Auch der Staat selbst sei oft digital zu schwerfällig, räumte Bas ein. Das solle sich ändern - etwa mit dem Sozialportal, auf dem Bürger künftig Sozialleistungen abwickeln können. Bund, Länder und Kommunen hätten allerdings noch eigene IT-Inseln anstatt digital-vernetzter Infrastrukturen. Ein Expertengremium, das Bas und Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) am Mittwoch einsetzen wollen, solle Vorschläge machen, um das zu ändern.

"Beruf und Familie miteinander möglich"

Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Einführung einer Wochenarbeitszeit werde sie umsetzen, sagte Bas auf die Frage eines Gewerkschaftssekretärs. "Ich möchte schon Beruf und Familie miteinander möglich machen und nicht, dass wir noch länger arbeiten." Die Eckpfeiler des Arbeitszeitgesetzes wie Ruhezeiten oder Überstundenauszahlungen müssten bestehen bleiben.

"Es ist ein Schutzgesetz, dabei bleibe ich auch, das kann man auch nicht abschaffen", so Bas. Bereiche ohne Tarifpartnerschaft müssten bei der Einführung einer Wochenarbeitszeit besonders geschützt werden, damit es keine Entgrenzung gebe - auch durch KI nicht.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Bis 2030 wird es in Deutschland keinen Job mehr ohne KI-Bezug geben.

    Likely · Long term

  • Die Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland steigt bis 2030 auf 65 Prozent.

    Likely · Long term

Open Questions

  • Wie genau werden die Gewinne aus KI über Steuern abgeschöpft?
  • Welche spezifischen Debatten sind mit der Union über KI-Regulierung zu führen?
  • Welche konkreten Maßnahmen sind zur Steigerung der Weiterbildungsbeteiligung geplant?
  • Wie wird die Ungleichheit bei der KI-Nutzung zwischen Männern und Frauen konkret angegangen?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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