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Bauwirtschaft erwartet stagnierende Geschäfte 2026
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Spiegel Wirtschaft6d agoBusiness2 min readGermany

Bauwirtschaft erwartet stagnierende Geschäfte 2026

Quick Look

  • Die deutsche Bauwirtschaft erwartet für 2026 stagnierende Geschäfte mit einem minimalen Umsatzwachstum von 0,3%.
  • Hohe Materialpreise, der Nahostkonflikt und eine geringe Nachfrage im Wohnungsbau belasten die Branche.

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Why It Matters

Die deutsche Bauwirtschaft erwartet für 2026 stagnierende Geschäfte aufgrund externer Belastungen wie dem Nahostkonflikt und internen Problemen wie dem Wohnungsbau. Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB) prognostiziert ein minimales Umsatzwachstum und einen leichten Rückgang der Beschäftigtenzahlen.

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Die Lage im Wohnungsbau sieht schlecht aus, der Irankrieg treibt die Inflation und Preise steigen. Die Bau- und Ausbauwirtschaft in Deutschland erwartet angesichts dieser Umstände weitgehend stagnierende Geschäfte.

Die nominalen Umsätze dürften 2026 minimal um 0,3 Prozent auf 433 ​Milliarden Euro steigen, wie die Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB) mitteilt. »Wir blicken auf ein Jahr, in dem die zarten Erholungssignale des vergangenen Jahres ‌jetzt auf eine neue Belastungsprobe von außen treffen«, sagte der BVB-Vorsitzende Marcus Nachbauer in Berlin. »Der Umsatz hat sich stabilisiert, aber von einem Ende der Talsohle kann noch keine Rede sein.« Die Beschäftigung in der Branche dürfte demografiebedingt um 0,3 Prozent oder 12.500 auf 3,76 Millionen Beschäftigte sinken.

Materialpreise steigen

Seit Ende Februar haben der Konflikt in Nahost und die zeitweise Sperrung der Straße von Hormus die Energie- ​und Rohstoffmärkte erfasst, betonte Nachbauer. »Bitumen, Beton und Zement, Kunststoffe, Diesel und Heizöl haben sich binnen weniger Wochen spürbar verteuert.« Gut drei ⁠Viertel der ⁠Betriebe meldeten höhere Materialpreise. »Und die Preise werden weiter steigen«, sagte Nachbauer. Knapp 43 Prozent der Firmen hätten ihre Preise bereits erhöht und 55,5 Prozent planten dies.

»Klar ist aber auch: Selbst ohne den Golfkrieg wäre die ‌Lage alles andere als rosig«, sagte der BVB-Chef. In den einzelnen Sparten laufen ​die Geschäfte teilweise sehr ‌unterschiedlich.

Der Wohnungsbau ist dem Verband zufolge das größte Sorgenkind. Die 2025 bundesweit nur rund 206.600 fertiggestellten Wohnungen seien der niedrigste Wert seit mehr als einem Jahrzehnt. Die Zahl sei bei einem Bedarf von rund 400.000 Wohnungen im Jahr viel zu gering, warnte Nachbauer. Er verlangte mehr ‌Förderung und Entlastung durch den Staat und niedrigere Standards, etwa in puncto Energie.

Sinkender Umsatz im Bauhauptgewerbe

Im Bauhauptgewerbe sowie im Garten- und Landschaftsbau dürfte der Umsatz 2026 insgesamt um rund 0,7 Prozent auf 145 Milliarden ‌Euro sinken. In der sogenannten Gebäudetechnik gibt es ​Licht und Schatten: Während sich das Sanitär-, Heizungs- ‌und Klimahandwerk auf ein verhaltenes Jahr einstellt, sorgen den Angaben zufolge Modernisierung ​und Energieeffizienz weiter ​für Stabilität. Das Elektrohandwerk rechnet demnach mit einer Stagnation.

Verbandschef Nachbauer fordert, angekündigte Investitionen in die marode Infrastruktur in Deutschland voranzutreiben. »Die Aufgaben sind groß und sie dulden keinen Aufschub.«

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What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Die nominalen Umsätze der Bauwirtschaft steigen um 0,3% auf 433 Mrd. Euro.

    Likely

  • Die Beschäftigung in der Bauwirtschaft sinkt um 0,3% auf 3,76 Mio. Beschäftigte.

    Likely

  • Die Materialpreise für Bitumen, Beton, Zement, Kunststoffe, Diesel und Heizöl steigen weiter.

    Very likely · Short term

Open Questions

  • Wie stark werden die Materialpreise weiter steigen?
  • Welche konkreten staatlichen Förderungen werden für den Wohnungsbau benötigt?
  • Wann ist mit einer Entspannung der Lage auf den Energiemärkten zu rechnen?
  • Welche Auswirkungen hat die sinkende Beschäftigung auf die Fachkräfteverfügbarkeit?

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This article was originally published by Spiegel Wirtschaft.

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