Das Oberlandesgericht München hat die Mindestverbüßungsdauer für Beate Zschäpe auf 24 Jahre festgelegt.
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Beate Zschäpe wurde 2018 als Mittäterin der NSU-Morde zu lebenslanger Haft verurteilt. Der NSU war eine rechtsextreme Terrorzelle, die für zehn Morde und mehrere Anschläge verantwortlich war.
NSU-Terroristin Beate Zschäpe muss mindestens bis zum Jahr 2035 im Gefängnis bleiben. Das Oberlandesgericht München legte für die seit 2011 in Haft sitzende Zschäpe eine Mindestverbüßungsdauer von 24 Jahren fest, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Die Untersuchungshaft wird dabei berücksichtigt. Zschäpe gestand gegenüber dem Gericht ein, dass sie im Vorfeld von den NSU-Morden wusste.
Die Bundesanwaltschaft hatte dem Gericht zufolge eine mindestens 25-jährige Haftstrafe für Zschäpe gefordert, ihr Verteidiger 20 Jahre. Die 51 Jahre alte Zschäpe könnte nach der jetzt ergangenen, noch nicht rechtskräftigen Entscheidung mit frühestens 60 Jahren aus dem Gefängnis entlassen werden.
Zschäpe wurde im Juli 2018 im Münchner NSU-Prozess als Mittäterin der Morde des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) an neun Migranten und einer Polizistin zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Außerdem stellte das Münchner Oberlandesgericht die besondere Schwere der Schuld fest, was eine Haftentlassung nach 15 Jahren ausschließt. Die 51-Jährige verbüßt ihre Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Chemnitz in Sachsen.
Das OLG München wertete zugunsten Zschäpes, dass diese anders als im eigentlichen NSU-Prozess inzwischen ihre Mitwisserschaft bei neun von zehn NSU-Morden eingestand. Das Gericht verwies dabei auf Zschäpes Aussage in einem Prozess gegen eine als NSU-Unterstützerin angeklagte Frau sowie auf eine persönliche Anhörung durch den Senat. Damit habe sie sich grundsätzlich zu ihrer Schuld bekannt. Zudem habe Zschäpe „Scham darüber bekundet, das Leben unschuldiger, willkürlich ausgewählter Menschen zerstört oder massiv beeinträchtigt zu haben“, erklärte das OLG.
Von dem ihren Taten zugrundeliegenden nationalsozialistischen Gedankengut habe sie sich distanziert. Ihr Verhalten im Vollzug habe keine Anhaltspunkte für ein Fortbestehen der rechtsextremistischen Einstellung geboten.
Der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) war eine rechtsextreme Terrorzelle, der zehn Morde zugerechnet werden sowie mindestens zwei Bombenanschläge und eine Vielzahl bewaffneter Überfälle. Zschäpe lebte mit den NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos jahrelang unerkannt im Untergrund.
Die beiden Männer erschossen neun Migranten und eine Polizistin, nach einem missglückten Banküberfall nahmen sie sich 2011 mutmaßlich selbst das Leben. Im Anschluss stellte sich Zschäpe der Polizei.
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The Munich Higher Regional Court has set the minimum sentence for NSU terrorist Beate Zschäpe at 24 years. Despite distancing himself from right-wing extremist ideas, according to the court the guilt is too serious for an early release after 15 years.

The Munich Higher Regional Court has set the minimum sentence for NSU terrorist Beate Zschäpe at 24 years. An early release after 15 years was rejected due to the exceptionally high level of guilt. Zschäpe will therefore remain imprisoned until at least 2035.

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