Bericht: US-Gespräche mit Russland umfassen mögliche Ölgeschäfte
Einem Zeitungsbericht zufolge könnten Geschäftspartner aus dem Umfeld von Steve Witkoff und Jared Kushner von einem möglichen Deal mit dem russischen Energiekonzern Lukoil profitieren.
Quick Look
- US-Regierungsgespräche mit Russland über ein Ende des Ukraine-Krieges beinhalten laut New York Times milliardenschwere Ölgeschäfte.
- Beteiligte Investoren haben Verbindungen zu den US-Verhandlungsführern Jared Kushner und Steve Witkoff.
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Why It Matters
Die US-Regierung führt Gespräche mit Russland über ein Ende des Ukraine-Krieges. Dabei stehen persönliche Geschäftsbeziehungen von Verhandlungsführern im Fokus.
Bei den US-Gesprächen mit Russland über ein Ende des Krieges geht es einem Bericht zufolge auch um Ölgeschäfte. Profitieren könnten Geschäftspartner aus dem Umfeld von Witkoff und Kushner.
Washington. Die Gespräche der US-Regierung mit Russland über ein Ende des Krieges in der Ukraine haben sich einem Zeitungsbericht zufolge auf milliardenschwere Ölgeschäfte ausgeweitet. Von diesen würden Geschäftsleute mit Verbindungen zu den US-Verhandlungsführern Steve Witkoff und Jared Kushner profitieren, berichtete die „New York Times“.
Bei dem möglichen Deal, der von der Zustimmung der US-Regierung und des Kremls abhänge, gehe es um ein weltweites Netz aus Ölfeldern, Raffinerien und Tankstellen des russischen Energiekonzerns Lukoil.
Zu der Gruppe, die das Geschäft anstrebe, gehören neben dem US-Milliardär Todd Boehly zwei Konzerne aus dem Nahen Osten, die bereits mit Kushner oder Witkoffs Familie Geschäfte getätigt hätten, so die Zeitung. Das Weiße Haus, das US-Finanzministerium und Lukoil reagierten nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme.
Es gibt wohl keine Hinweise darauf, dass Kushner oder Witkoff selbst von dem Geschäft profitieren würden, berichtet die New York Times weiter. Jedoch signalisiert das noch nicht abgeschlossene Geschäft eine Vermischung persönlicher Geschäftsbeziehungen mit geopolitischen Interessen.
Der russische Präsident Wladimir Putin sprach das Geschäft bei seinem Treffen mit Witkoff und Kushner am 5. September im Kreml an. Das berichteten drei Personen der New York Times, die mit dem Gespräch vertraut sind. Einer dieser Personen zufolge habe Putin vorgeschlagen, das Geschäft abzuschließen, um der russischen Bevölkerung zu zeigen, dass Geschäftsleute mit den USA möglich seien.
Trump wirbt seit Anfang vergangenen Jahres für Geschäfte mit Russland und bezeichnet das Land als „enorme Chance“. Das geplante Geschäft könnte auch Trumps Kryptowährungsunternehmen World Liberty Financial, das Witkoff mitgegründet hat, erneut in den Fokus rücken. Einer der Investoren, die an dem Lukoil-Geschäft beteiligt sind, hält auch Anteile an World Liberty Financial.
Open Questions
- Gibt es konkrete Zeitpläne für das Lukoil-Geschäft?
- Wie reagieren offizielle US-Behörden auf die Vorwürfe?


