Berlin: Linken-Abgeordnete Emde verteidigt Israel-Aussagen
Trotz Kritik an Aussagen zu Staaten und Israel hat die Berliner Linksfraktion die Abgeordnete Vanessa Emde aufgenommen.
Quick Look
- Die Berliner Linken-Politikerin Vanessa Emde hat in einem Instagram-Video ihre Aussage bekräftigt, dass es kein Existenzrecht für Staaten gebe.
- Kritiker sehen darin einen Mangel an Bekenntnis zum Existenzrecht Israels, dennoch nahm die Linksfraktion sie auf.
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Why It Matters
Die Berliner Linkspartei nahm Vanessa Emde trotz kontroverser Äußerungen über das Existenzrecht von Staaten in ihre Fraktion auf.
Berlin. Nach der Wiederaufnahme der rot-grün-roten Sondierungen in Berlin hat die Linken-Politikerin Vanessa Emde eine ihrer umstrittenen Aussagen in einem Instagram-Video wiederholt.
In dem am Donnerstagabend veröffentlichten Beitrag sagte die Neuköllner Abgeordnete im Abgeordnetenhaus, sie habe vor einigen Monaten in einem Video davon gesprochen, dass es kein Existenzrecht für Staaten gebe, sondern nur für Menschen.
„Ich stehe zu meinen Aussagen und ich nehme keine einzige dieser Aussagen zurück“, sagte Emde in dem neuen Video. Der Satz sei ein völkerrechtlicher „No-Brainer“, also eine Selbstverständlichkeit. Kritiker werfen der Linke-Abgeordneten vor, nicht zum Existenzrecht Israels zu stehen.
Vor dem Hintergrund wurde spekuliert, dass sie womöglich nicht Teil der Linke-Fraktion werden könnte. Die Berliner Linksfraktion hat die Abgeordnete aber in ihre Reihen aufgenommen.
Am Dienstag bekannte sich die Fraktion in ihrer konstituierenden Sitzung ausdrücklich zum Kampf gegen Antisemitismus, zum Schutz jüdischen Lebens und zum Existenzrecht Israels. Alle Abgeordneten unterzeichneten eine entsprechende Erklärung.
Emde kritisierte, diese nenne nur selektiv Details aus Parteibeschlüssen. Nicht erwähnt werde darin etwa ein Beschluss der Linken, die das israelische Vorgehen im Gazakrieg seit einem Parteitag im Juni erstmals offiziell als „Völkermord“ bezeichnet.
Open Questions
- Welche Konsequenzen hat Emdes Haltung für interne Parteikoalitionen?






