Berliner Linke geht rechtlich gegen Innenminister Manuel Hagel vor
Die Partei fordert eine Unterlassungserklärung vom baden-württembergischen Innenminister, nachdem dieser die Spitzenkandidatin Elif Eralp in Zusammenhang mit kriminellen Clans brachte.
Quick Look
- Die Berliner Linke hat den baden-württembergischen Innenminister Manuel Hagel (CDU) abgemahnt.
- Grund sind Äußerungen, in denen Hagel die Spitzenkandidatin Elif Eralp mit kriminellen Clans in Verbindung brachte und die Neutralitätspflicht verletzte.
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Why It Matters
Die Linke wurde bei der Berlin-Wahl am 20. September stärkste Kraft. Die Partei plant, die Mittel der Polizei zugunsten der Straßensozialarbeit umzuverteilen.
Die Berliner Linke geht rechtlich gegen Innenminister Manuel Hagel (CDU) vor. Eine Anwaltskanzlei hat dem CDU-Politiker eine sogenannte Unterlassungsverpflichtungserklärung geschickt. Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Hagel soll sich demnach verpflichten, in seiner Rolle als Innenminister bestimmte Äußerungen nicht zu wiederholen. Falls das nicht geschieht, behält sich die Linke weitere rechtliche Schritte vor.
Der Innenminister werde dieses Schreiben nicht unterzeichnen, hieß es allerdings aus dem Umfeld Hagels gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Hagel hatte Berliner Polizisten nach dem Wahlerfolg der Linken in der Hauptstadt angeboten, in den Südwesten zu wechseln – und die Spitzenkandidatin Elif Eralp dabei in Verbindung mit kriminellen Clans gebracht: „Die Berliner Polizei ist zu schade für eine linke Clan-Bürgermeisterin, die ihr Mittel und Befugnisse nehmen will. Bei uns in Baden-Württemberg wissen wir, was wir an unseren Polizistinnen und Polizisten haben“, hatte er gesagt.
Weil er diese Äußerungen in seiner Funktion als Innenminister getätigt habe, verstoße er gegen das Recht auf Chancengleichheit im politischen Wettbewerb, heißt es in dem Anwaltsschreiben. Staatliche Organe seien zudem verpflichtet, im politischen Wettbewerb der Parteien Neutralität zu wahren. Der Berliner Landesverband geht auch gegen andere Politiker vor, die der Partei über Social Media Antisemitismus und Nähe zu kriminellen Clans vorgeworfen haben.
Die Linke war bei der Berlin-Wahl am 20. September mit Abstand stärkste Kraft geworden, will mit Grünen und SPD eine Koalition schmieden und mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp die Regierende Bürgermeisterin stellen. In ihrem Wahlprogramm hatte die Partei angekündigt, eine weitere „Aufrüstung“ der Polizei stoppen und die Mittel umverteilen zu wollen, etwa in Straßensozialarbeit.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Hagel wird die Unterlassungserklärung nicht unterzeichnen.
Very likely · Within days
Open Questions
- Wird die Linke tatsächlich Klage einreichen?
- Wie reagiert die CDU auf die juristische Drohung?


