Bernard Arnault fällt aus Bloombergs Top Ten der reichsten Menschen
Quick Look
- Bernard Arnaults Vermögen ist seit Jahresbeginn um 65 Milliarden Dollar gesunken, wodurch er aus der Top Ten der reichsten Menschen der Welt fiel.
- Erstmals seit 2012 sind alle zehn Plätze der Bloomberg-Liste mit US-Amerikanern besetzt, angeführt von Elon Musk mit 918,8 Milliarden Dollar Vermögen.
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Why It Matters
Bernard Arnault war seit März 2017 durchgehend unter den zehn reichsten Menschen der Welt gelistet und hatte zeitweise sogar die Spitze der Rangliste inne, zuletzt getrieben von chinesischer Nachfrage nach Pandemieende. Sein Vermögensverlust steht im Kontrast zum Aufstieg US-amerikanischer Technologie-Milliardäre, die vom KI-Boom und steigenden Aktienmärkten profitieren.
Das Vermögen des LVMH-Gründers Bernard Arnault ist seit Jahresbeginn um 65 Milliarden Dollar gesunken. Erstmals sind alle zehn Plätze der Rangliste mit US-Amerikanern besetzt.
Bernard Arnault: Das Vermögen des französischen Milliardärs ist zuletzt zurückgegangen. Foto: Bloomberg
New York. Der reichste Europäer gehört nicht mehr zu den zehn reichsten Menschen der Welt. Der französische Luxusgüterunternehmer Bernard Arnault ist im Vergleich der Finanznachrichtenagentur Bloomberg aus der Top Ten gefallen. Damit wird die Rangliste nun von einer rein amerikanischen Gruppe dominiert – überwiegend aus der Technologiebranche.
Arnaults Vermögen sank am Donnerstag auf 143 Milliarden Dollar, wie aus dem Bloomberg Billionaires Index hervorgeht. Der Gründer von LVMH fiel damit hinter Warren Buffett zurück, den 96 Jahre alten Philanthropen und Verwaltungsratschef von Berkshire Hathaway.
Elon Musk führt die Liste mit großem Abstand und einem Vermögen von 918,8 Milliarden Dollar an. Auf ihn folgen Technologieunternehmer wie Larry Page, Jeff Bezos, Sergey Brin und Michael Dell. Erstmals seit dem Start des Vermögensrankings im Jahr 2012 sind damit alle zehn Plätze mit US-Amerikanern besetzt.
Arnaults Vermögen ist seit Jahresbeginn besonders stark gesunken. Der 77-Jährige verlor 65 Milliarden Dollar – mehr als jeder andere unter den 500 reichsten Menschen der Welt. Der Krieg im Nahen Osten hat seine Geschäfte stark belastet und die Nachfrage in Einkaufszentren wie Dubai nach LVMH-Marken gedämpft. Dazu gehören die Modemarken Dior und Louis Vuitton, Tiffany sowie hochpreisige Alkoholmarken wie der Champagner Dom Pérignon und der Cognac Hennessy.
Auch in China, einem wichtigen Markt, hat sein Luxusreich Probleme. Dort belastet ein Markenrechtsstreit mit einem örtlichen Teehersteller den Absatz.
US-Milliardäre profitieren vom KI-Boom
Die US-Milliardäre profitieren dagegen von der Entwicklung der US-Aktienmärkte. Der S&P 500 ist in diesem Jahr um 11 Prozent gestiegen. Technologieunternehmen haben diese Entwicklung dank der Nachfrage im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz maßgeblich vorangetrieben.
Arnault gehörte seit dem 22. März 2017 zu den zehn reichsten Menschen der Welt. Ab Dezember 2022 stand er zeitweise an der Spitze der Rangliste. Er war der erste Mensch außerhalb Nordamerikas – und der einzige Unternehmer aus der Konsumgüterbranche –, der den Spitzenplatz erreichte.
Damals trieben chinesische Konsumenten den Absatz an. Unternehmen wie LVMH profitierten zudem von der aufgestauten Nachfrage nach dem Ende der pandemiebedingten Einschränkungen.
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LVMHChinaBerkshire HathawayJeff BezosSergey BrinDior
Die Aktie des Unternehmens erreichte im April 2023 ein Rekordhoch. Seitdem leidet LVMH unter der schwachen Nachfrage nach seinen Produkten in Ländern wie China, der durch US-Zölle ausgelösten Unsicherheit und dem rückläufigen Alkoholkonsum in einigen Märkten. Arnaults Vermögen liegt inzwischen nur noch knapp vor dem des Walmart-Erben Jim Walton.
Die Nachfolge zählt zu den wichtigsten Fragen rund um Arnault und seine fünf Kinder aus zwei Ehen, die alle für das Luxusgüterunternehmen arbeiten. Bei einer Hauptversammlung im April traten erstmals alle gemeinsam auf. Auf die Frage, wer ihm als Vorstandschef nachfolgen werde, gab Arnault keine Antwort.
Mehr: Das sind die reichsten Menschen der Welt 2026
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What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
LVMH wird seine Präsenz in Asien stärken, um die schwache Nachfrage in China auszugleichen.
Likely · Within months
Die Nachfolgefrage bei LVMH wird auf der nächsten Hauptversammlung oder in naher Zukunft öffentlich diskutiert.
Very likely · Within months
Open Questions
- Wie wird die Nachfolge bei LVMH geregelt, insbesondere angesichts der Beteiligung seiner fünf Kinder aus zwei Ehen?
- Wird LVMH seine Marketingstrategie anpassen, um die Nachfrage in China und anderen schwachen Märkten wieder anzukurbeln?
- Wie lange wird der aktuelle Trend zugunsten US-Technologie-Milliardäre anhalten, insbesondere bei einer möglichen Abkühlung des KI-Booms?





