Betrug mit deutschen Pässen: Nachfahren von NS-Opfern im Visier
Wie Kriminelle durch vorgetäuschte Abstammung die deutsche Staatsbürgerschaft erschlichen
Quick Look
- Ein Skandal um erschlichene deutsche Pässe erschüttert die Verwaltung: Betrüger gaben sich fälschlicherweise als Nachfahren von NS-Opfern aus, um die Staatsbürgerschaft zu erlangen.
- Der SPIEGEL-Podcast „Acht Milliarden“ beleuchtet die Hintergründe und Behördenfehler.
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Why It Matters
Das Grundgesetz ermöglicht Nachfahren von NS-Opfern unter bestimmten Bedingungen die Einbürgerung. Diese Regelung wurde offenbar durch falsche Angaben missbraucht.
Ein Skandal, den es aufzuarbeiten gilt: Offenbar gelang es etlichen Betrügern, den deutschen Pass zu erlangen, indem sie fälschlicherweise vorgaben, Nachfahren verfolgter Juden zu sein.
Während die ungerechtfertigten Einbürgerungen bei den tatsächlichen Nachkommen der NS-Opfer Entsetzen und Empörung auslösen, rückt eine zentrale Frage in den Fokus: Wird hier ein wichtiger Artikel im Grundgesetz massenweise missbraucht?
In dieser Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit den SPIEGEL-Journalisten Christoph Giesen und Lukas Eberle über ihre Recherche: Wie kamen chinesische Kriminelle an einen deutschen Pass? Welche Rollen spielten israelische Notare? Und wo hat die deutsche Verwaltung Fehler gemacht?
Hören Sie hier die Folge:
Open Questions
- Wie viele Pässe wurden insgesamt unrechtmäßig ausgestellt?
- Welche konkreten Maßnahmen ergreifen die Behörden zur Rückabwicklung?




