
Industriedienstleister gibt Hoffnung auf Aufholjagd auf – Aktie bricht ein
Wegen eines länger als gedacht andauernden Iran-Kriegs streicht der Industriedienstleister Bilfinger weltweit 1500 Arbeitsplätze und senkt die Gewinnerwartungen, was die Aktie massiv einbrechen ließ.
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Bilfinger hatte auf eine Belebung des Geschäfts durch den Wiederaufbau im Nahen Osten gesetzt.
München. Der Mannheimer Industriedienstleister Bilfinger gibt die Hoffnung auf eine Aufholjagd im zweiten Halbjahr auf und streicht deshalb weltweit 1500 Arbeitsplätze. Die Entwicklung sei im Sommer deutlich hinter den ursprünglichen Annahmen zurückgeblieben, weil der Iran-Krieg länger dauere als gedacht, räumte Bilfinger am Mittwochabend ein.
Die Aktie reagiert prompt auf die deutlich gesenkten Gewinnerwartungen für das laufende Jahr: Die im Nebenwerteindex MDax notierte Bilfinger-Aktie brach am Donnerstag um bis zu 26,4 Prozent auf 55,60 Euro ein, den tiefsten Stand seit fast eineinhalb Jahren. Seit Februar hat sich die Aktie mehr als halbiert.
Der Krieg hatte Bilfinger in diesem Jahr gebremst, Vorstandschef Thomas Schulz hatte aber auf eine Belebung des Geschäfts gesetzt, etwa durch den Wiederaufbau der Infrastruktur im Nahen Osten.
Die Kunden hätten sich aber auch im dritten Quartal zurückgehalten – sowohl bei Neuaufträgen als auch beim Abruf von Leistungen aus bestehenden Rahmenverträgen. Das drücke auf die Renditen, weil Mitarbeiter nicht ausgelastet seien.

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