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Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine hat Deutschland die Ukraine militärisch unterstützt, woraufhin eine Serie von Sabotagevorfällen aufgetreten ist, die mutmaßlich auf russische Geheimdienste zurückgehen. Dazu gehören Anschläge auf Flughäfen, Umspannwerke und Rüstungsunternehmen.
Die Polizei war schnell zur Stelle: An einer Tankstelle wurden die beiden Tatverdächtigen, ein 38-jähriger Mann und eine 28-jährige Frau, beide mit bulgarischer Staatsangehörigkeit, schon kurz nach der Tat festgenommen. Ein Zeuge hatte beobachtet, wie aus einem vorbeifahrenden Auto Brandsätze auf die Baustelle geworfen wurden, und die Polizei verständigt.
Die Polizei konnte den Brand schnell löschen, ein Brandsatz, der sich nicht entzündet hatte, wurde von Spezialisten der Polizei entschärft. Die beiden Tatverdächtigen befinden sich seitdem in Polizeigewahrsam. In unmittelbarer Nähe der Baustelle haben verschiedene Rüstungsunternehmen ihren Sitz oder eine Niederlassung.
Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios haben die Sicherheitsbehörden starke Hinweise darauf, dass es sich erneut um einen Anschlag von sogenannten Low-Level- oder Wegwerfagenten handeln könnte. So werden Personen bezeichnet, die von Strohmännern russischer Geheimdienste angeheuert werden, um gegen Bezahlung Aufträge zu erledigen. Dabei kann es zunächst darum gehen, beispielsweise Fotos von einem Rüstungsunternehmen zu machen, bis hin zur Durchführung von Sabotageoperationen.
Immer mehr Sabotage seit russischem Überfall auf Ukraine
Nach Überzeugung der Bundesregierung wurde auch der versuchte Anschlag am Flughafen Leipzig/Halle, der mutmaßlich gegen ukrainische Antonov-Transportmaschinen gerichtet war, von Low-Level- oder Wegwerfagenten verübt. Dabei kamen mit Sprengstoff bestückte Drohnen zum Einsatz. Seitdem Russland die Ukraine überfallen hat und Deutschland die Ukraine in ihrem Abwehrkampf militärisch unterstützt, gab es eine ganze Kette von Sabotagevorfällen, die mutmaßlich auf das Konto russischer Geheimdienste gehen.
Der Brandanschlag in München scheint für die Polizei nicht völlig unerwartet gewesen zu sein. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios gibt es einen Zusammenhang mit der Festnahme eines 33-jährigen ukrainischen Staatsangehörigen in Thüringen Anfang August durch Beamte des Thüringer und des bayerischen Landeskriminalamts. Wie die Münchner Generalstaatsanwaltschaft wenige Tage darauf mitteilte, wird der Mann beschuldigt, im Juni Fotos vom Betriebsgelände eines Rüstungsunternehmens in Bayern gemacht und an seinen Auftraggeber weitergeleitet zu haben. Dabei soll es sich um die Vorbereitung einer Sabotageoperation gehandelt haben. Der Mann sitzt seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft. Möglicherweise hatte er einen ähnlichen Auftrag.
Etliche Festnahmen wegen Spionageverdachts
Unternehmen der Rüstungsindustrie gelten als besonders gefährdet, insbesondere wenn sie in die militärische Unterstützung der Ukraine involviert sind. Im März ließ der Generalbundesanwalt zwei Personen festnehmen, eine rumänische Staatsangehörige in Rheine, Nordrhein-Westfalen, und einen 43-jährigen Ukrainer in Spanien, der mittlerweile nach Deutschland überstellt wurde. Beiden wird vorgeworfen, den bayerischen Drohnenhersteller Donaustahl und den privaten Wohnsitz des Geschäftsführers ausgespäht zu haben. Nach Überzeugung der deutschen Sicherheitsbehörden ging es mutmaßlich darum, die Ermordung des Mannes vorzubereiten.
Anfang Juli wurde bekannt, dass an der ungarisch-serbischen Grenze zwei Personen festgenommen wurden, die ebenfalls in Verdacht stehen, von einem russischen Geheimdienst angeheuert worden zu sein. Sie sollen mit Sprengstoff und einer Drohne auf dem Weg nach Deutschland gewesen sein. Auch hier gehen die Sicherheitsbehörden dem Verdacht nach, dass ein deutsches Rüstungsunternehmen in Bayern das Ziel gewesen sein könnte.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts in Berlin von "Anschlagsplanungen im Bereich eines Sprengstoffanschlags" mit Zielort Deutschland gesprochen, ohne näher zu sagen, worum es sich handelte. Die Bild hatte schließlich zuerst über die Festnahmen in Serbien berichtet.
Ermittlungen nach Sabotage an Umspannwerken
Unklar ist hingegen weiterhin, welchen Hintergrund die beiden Anschläge auf Umspannwerke in Jänschwalde, Brandenburg, und Bergheim in Nordrhein-Westfalen haben. In beiden Fällen ging es mutmaßlich darum, durch einen Kurzschluss die Stromversorgung zu unterbrechen. Dabei gibt es Ähnlichkeiten bei der Art und Weise, wie die Taten begangen wurden - ein Modus operandi, der in dieser Form bisher noch nicht vorgekommen ist.
Ein linksextremistischer Hintergrund gilt weiterhin als möglich. In Sicherheitskreisen heißt es allerdings, die Vorgehensweise sei für Linksextremisten ungewöhnlich, da zu unprofessionell. Tatsächlich war der der Angriff in beiden Fällen erfolglos. Dass auch dieser Angriff auf das Konto von Wegwerfagenten gehen könnte, wird ebenfalls für möglich gehalten, offenbar gibt es bisher jedoch keine Hinweise darauf.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Ermittlungen gegen die beiden Festgenommenen werden fortgesetzt und könnten zu Anklage wegen versuchter schwerer Brandstiftung und möglicher Verbindungen zu ausländischen Geheimdiensten führen.
Likely · Within weeks
Es werden weitere Überwachungsmaßnahmen an Rüstungsstandorten in Bayern und anderen Teilen Deutschlands ergriffen.
Very likely · Within days

After the sabotage of the power grid in southern Brandenburg, the Brandenburg police are examining a letter of responsibility. Unidentified people used self-made missiles to direct conductive material onto high-voltage power lines. Hours later there was a malfunction at a substation near Cologne, where launching devices were also found.

Federal and state security authorities have registered 165 suspected cases of sabotage this year, according to a BKA analysis from the end of August. Most cases are concentrated in Lower Saxony, North Rhine-Westphalia and Bavaria. In comparison, there were 320 suspected cases of sabotage last year. Sabotage is defined as the deliberate interference with economic, scientific, military, security or political processes, including manipulation of power lines and railway lines or planned arson attacks. Experts and government politicians see this as Russia's hybrid warfare, which also includes disinformation campaigns and cyberattacks. A prominent case is the attempted attack at Leipzig Airport with a drone loaded with explosives near a Ukrainian transport plane, for which the federal government blamed Russia. In addition, there have recently been attacks on power supply systems in Brandenburg and North Rhine-Westphalia, although Brandenburg's Interior Minister Jan Redmann considers a connection to be likely and does not rule out foreign powers.
After attacks on the power grid in southern Brandenburg and near Cologne, the police are looking for perpetrators and are examining a letter of confession that has emerged. Interior Ministers Redmann and Reul see a coordinated attack on the energy supply as likely and are discussing better protection of critical infrastructure.
In the evening, Terminal 1 at BER Airport was evacuated due to suspicion of a dangerous substance. A woman reported to the Federal Police service point that she had a dangerous substance with her. The dangerous goods alarm was triggered and passengers were asked to leave the building. Machines that were already ready for dispatch were able to take off and aircraft approaching were allowed to land. Check-in has been moved to Terminal 2 as far as possible. Delays or flight cancellations are currently not foreseeable.
The Munich public prosecutor's office has contacted KNDS Germany about alleged bribes in a tank construction deal worth almost two billion euros with Qatar. The company is cooperating with the investigation, which is ongoing.
A 30-year-old received a life sentence for robbery resulting in death and fraud, a 29-year-old was sentenced to 13 years and 9 months in prison after they robbed and fatally injured an 81-year-old woman in Kleinmachnow.