Unbekannte zündeten Altreifen unter einer Kabelbrücke an, was zu vorübergehenden Stromausfällen bei Gewerbebetrieben führte.
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In der Vergangenheit kam es in Berlin mehrfach zu Anschlägen auf Stromtrassen, die linksextremistischen Gruppen zugerechnet wurden.
Auf Starkstromkabel in Berlin-Marzahn ist ein Brandanschlag verübt worden. Die Polizei geht aber nach ersten Erkenntnissen nicht von einer politisch motivierten Tat aus. Durch das Feuer unter einer Kabelbrücke wurde die Ummantelung der Stromkabel beschädigt, es kam aber nur für einen kurzen Moment zu einer Unterbrechung der Stromversorgung, wie die Polizei mitteilte.
Unter einer Brücke an der Boxberger Straße brannten nach Angaben der Feuerwehr gegen 4.00 Uhr am frühen Morgen Altreifen und Gerümpel. Die Täter hätten die Gegenstände unter die Stromkabel gelegt und anschließend angezündet, so die Polizei.
Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung und sicherte vor Ort Spuren, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Der für politisch motivierte Taten von Extremisten zuständige Staatsschutz des Landeskriminalamtes (LKA) war zunächst nicht an den Ermittlungen beteiligt.
Nach Angaben des Sprechers von Stromnetz Berlin, Henrik Beuster, wurden zwei 110.000-Volt-Hochspannungskabel sowie mehrere Mittelspannungsleitungen mit 10.000 Volt beschädigt. Die Reparaturarbeiten seien im Gange. 19 Firmen und Gewerbebetriebe mussten vorübergehend vom Stromnetz getrennt werden. «Sie werden seit etwa 9.00 Uhr aber wieder über ein Notstromaggregat versorgt», sagte Beuster.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vermutet einen gezielten Angriff auf die Infrastruktur. «Die Ermittlungen zur schweren Brandstiftung laufen ergebnisoffen in alle Richtungen, aber wer bei mehreren angezündeten Reifen unter einer Kabelbrücke von einem Zufall ausgeht, glaubt auch an den Weihnachtsmann», teilte GdP-Sprecher Benjamin Jendro mit.
In der Vergangenheit kam es mehrfach zu Anschlägen auf Stromtrassen in Berlin. Diese führten teils zu großen Stromausfällen und wurden linksextremistischen Tätergruppen zugerechnet. Dabei handelte es sich um professionell durchgeführte Anschläge.
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