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Der Brennerbasistunnel ist ein gigantisches europäisches Infrastrukturprojekt, das die über 150 Jahre alte Alpenstrecke ersetzen und die Fahrzeit zwischen München und Verona verkürzen soll.
Beim Bau des Brennerbasistunnels sind die beiden Haupttunnelröhren an der Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien miteinander verbunden worden. Der Durchschlag erfolgte auf 794 Meter Seehöhe und liegt unter einer rund 1.400 Meter dicken Gebirgsschicht am Brennerpass, wie die Betreibergesellschaft BBT und das Land Südtirol mitteilten. Der Tunnel liegt demnach exakt 576 Meter unter dem Niveau der Brennerpasshöhe.
Nach Angaben des Landes Südtirol sind damit alle 230 Kilometer des Tunnelsystems ausgebrochen. »Es handelt sich um einen Meilenstein für ein vereintes Europa auf Schienen und für die Mobilität der Menschen«, sagte der Südtiroler Landesrat für Infrastrukturen und Mobilität, Daniel Alfreider. Mit dem Durchschlag sind die beiden bisher separaten Baustellen zusammengeführt worden.
Der Brennerbasistunnel und die dazugehörigen Zuleitungsstrecken in Bayern, Tirol und Italien sollen die über 150 Jahre alte Strecke über die Alpen ersetzen und die Fahrzeit von München nach Verona um etwa zwei Stunden verkürzen. Seit 2015 wird im Gebirge gegraben und gebohrt, nach derzeitiger Planung soll der Tunnel 2032 in Betrieb gehen.
Anwohner protestieren gegen Verkehrsbelastung
Der Brennerpass ist eine der wichtigsten Verkehrsrouten Europas, für den Tourismus wie den Warentransport. Millionen Autos und Lkw nutzen die Brennerautobahn jedes Jahr. Der Ausbau der Brennerachse ist ein gigantisches europäisches Infrastrukturprojekt, das im Kern aus der Verbindung des Brennerbasistunnels und dem dazugehörigen Brennernordzulauf auf deutscher Seite besteht.
Angesichts des starken Verkehrs in der Region kam es schon zu zahlreichen Protesten von Anwohnerinnen und Anwohnern. Zuletzt blockierten Demonstrierende im Mai den Brenner in Tirol im Zuge einer Protestaktion. Der Protest richtete sich gegen die immense Verkehrsbelastung, unter der die Menschen leiden, die in den Gemeinden rund um die Brennerautobahn leben. Organisiert wurde die Demonstration von Karl Mühlsteiger, dem Bürgermeister der österreichischen Gemeinde Gries am Brenner.
Viele Anwohnerinnen und Anwohner hoffen auf eine Verkehrsentlastung mit dem Bau des Brennerbasistunnels. Durch den neuen Tunnel soll sich ein großer Teil des Verkehrs auf die Schiene verlagern. Zusätzlich forderten die Demonstranten jedoch den Bau 13 neuer Lärmschutzwände entlang der Autobahn und die Aufrechterhaltung des Nacht-, Feiertags- und Wochenendfahrverbots für Lkw.
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Der Brennerbasistunnel wird 2032 in Betrieb gehen.
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