Bundesinstitut rät zur Vorsicht bei Slush-Eis für Kinder
Quick Look
- Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor dem Verzehr von Slush-Eis bei Kindern.
- Schon geringe Mengen können zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Übelkeit führen, da die genaue Glycerinmenge oft nicht ersichtlich ist.
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Why It Matters
Glycerin ist als Zusatzstoff E 422 in der EU zugelassen und wird medizinisch zur Senkung von Hirndruck eingesetzt. Für Kinder kann es jedoch aufgrund ihres geringeren Körpergewichts schädlich sein.
Zur Vorsicht beim Verzehr von »Slushys« bei Kindern hat das Bundesinstitut für Risikobewertung geraten.
Jüngere Kinder könnten bereits bei weniger als 200 Millilitern von »Slush-Eis-Getränken« so viel Glycerin aufnehmen, dass die Dosis von 250 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht erreicht oder überschritten werde, teilte das Bundesinstitut mit.
Als Folge könnten »unerwünschte Nebenwirkungen« wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Benommenheit auftreten, hieß es in dem Bericht. Wie viel Glycerin in einem solchen Getränk enthalten ist, sei für Verbraucherinnen und Verbraucher in der Regel nicht erkennbar. Besonders bei Kindern sind die meist in starken Farben angebotenen, eisgekühlten Getränke beliebt.
»Solange es keine gesetzlich vorgeschriebene Höchstmenge für Glycerin in Slush-Eis-Getränken gibt«, sei es ratsam, ganz darauf zu verzichten, oder dies nur in sehr kleinen Mengen zu verzehren, heißt es in der Empfehlung.
Empfehlung für Verzehr
Die farblose, süß schmeckende Flüssigkeit Glycerin ist in der Europäischen Union als Zusatzstoff E 422 für Lebensmittel zugelassen. In der Medizin wird Glycerin zur Senkung eines erhöhten Hirndrucks eingesetzt. Für Kinder kann der Stoff, der in vielen aromatisierten Getränken steckt, allerdings aufgrund ihres geringeren Körpergewichts schädlich sein.
Vereinzelt habe es Berichte über entsprechende Symptome in den vergangenen Jahren gegeben, teilte das Institut mit. Es berief sich bei seinen Empfehlungen auf eine Untersuchung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, die im März dieses Jahres durchgeführt wurde.
Open Questions
- Gibt es eine gesetzliche Höchstmenge für Glycerin?
- Wie viele Fälle gab es bisher?

