
Neues Gesamtkonzept soll Schieneninfrastruktur in Deutschland bis 2030 zuverlässiger machen
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Das Bundesverkehrsministerium stellte den Infraplan 2026 als ersten Umsetzungsschritt eines dreiteiligen Infrastruktur-Gesamtkonzepts vor.
Berlin. Die Bundesregierung will mit einem neuen Gesamtkonzept die Schieneninfrastruktur in Deutschland modernisieren und zuverlässiger machen. Das Bundesverkehrsministerium stellte dazu am Dienstag in Berlin den Infraplan 2026 vor, der erstmals die wesentlichen Maßnahmen zur Entwicklung des Schienennetzes für die Jahre 2026 bis 2030 zusammenführt.
Der Plan ist der erste konkrete Umsetzungsschritt eines neuen, dreiteiligen Infrastruktur-Gesamtkonzepts, das von langfristigen Zielen bis zur Umsetzung in den kommenden fünf Jahren reicht.
„Ich fahre selbst viel Bahn und weiß: Für die Menschen zählt am Ende, ob die Bahn verlässlich fährt“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Ulrich Lange. „Genau daran muss sich auch unsere Infrastrukturpolitik messen lassen.“ Mit dem Infraplan schaue die Regierung deshalb nicht mehr nur auf einzelne Schienenprojekte, sondern auf das gesamte Netz.
Die Probleme seien über viele Jahre entstanden, sagte der CSU‑Politiker. Der Bund gebe nun Ziele und Prioritäten vor, die die zuständige Infrastrukturtochter der Bahn, die DB InfraGO, umsetze. Zudem gebe es mehr Transparenz, wie die Umsetzung vorankomme.
DB-InfraGO-Chef Philipp Nagl bezeichnete den Plan als wichtigen Schritt hin zu einer verlässlicheren und leistungsfähigeren Schieneninfrastruktur. „Klare Prioritäten schaffen die Grundlage für eine wirksame Planung und Umsetzung.“
Das Gesamtkonzept nach österreichischem Vorbild besteht aus einer Leitstrategie für den Taktverkehr, einem daraus abgeleiteten Zielnetz 2035 und dem Infraplan als konkretem Umsetzungspfad. Dieser umfasst Maßnahmen wie Neu- und Ausbau, Elektrifizierung, Korridorsanierungen und Lärmsanierung.
Ein Finanzierungsplan ist der Infraplan 2026 jedoch nicht. Die Umsetzung der darin enthaltenen Maßnahmen steht unter dem Vorbehalt der in den jeweiligen Jahren verfügbaren Haushaltsmittel. Parallel arbeitet der Bund daran, das Gesamtkonzept gesetzlich zu verankern und perspektivisch mit einem Eisenbahninfrastrukturfonds zu verknüpfen. Dies soll Planung und Finanzierung langfristig verlässlicher machen. Der Infraplan soll künftig jährlich fortgeschrieben und weiterentwickelt werden.
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Der Infraplan soll künftig jährlich fortgeschrieben und weiterentwickelt werden.
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