
Das Bundeswirtschaftsministerium sucht Berater für den Verkauf des ehemaligen Gazprom-Tochterunternehmens.
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Sefe wurde nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine mit rund sechs Milliarden Euro verstaatlicht. Das Unternehmen ist der größte Gasimporteur in Deutschland.
Sefe ist der mit Abstand größte Gasimporteur in Deutschland, vor einigen Jahren wurde er verstaatlicht. Nun treibt die Bundesregierung jedoch offenbar die Reprivatisierung des Unternehmens voran: Wie die »Börsen-Zeitung« berichtet, sucht das Bundeswirtschaftsministerium derzeit nach Kanzleien, die das Vorhaben rechtlich beraten sollen. Das Blatt beruft sich dabei auf Ausschreibungsunterlagen. Der Zuschlag solle bis spätestens zum 1. November erteilt werden.
Zugleich bewerben sich dem Bericht zufolge Investmentbanken bei der staatlichen Förderbank KfW um Mandate für die Privatisierung. Der Bund hatte die ehemalige Gazprom-Tochter nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine mit rund sechs Milliarden Euro gerettet und verstaatlicht. Auf diesen Betrag werde der Wert des Unternehmens mit Sitz in Berlin nun geschätzt. Dass Sefe wieder privatisiert werden solle, war grundsätzlich in der Regierungskoalition vereinbart.
Allerdings: Das Interesse potenzieller Investoren hält sich dem Bericht zufolge bislang in Grenzen. Die finanzielle Erholung von Sefe sei weniger weit fortgeschritten als beim Konkurrenten Uniper, der derzeit ebenfalls privatisiert wird.
Sefe steht für »Securing Energy for Europe«. Das Importvolumen des Unternehmens ist etwa doppelt so groß wie das von Uniper. Das Unternehmen spielt damit eine zentrale Rolle für die Versorgungssicherheit. Im Jahr 2025 erzielte Sefe mit knapp 2200 Beschäftigten einen Umsatz von rund 15,5 Milliarden Euro.
2025 wurde bekannt, dass Sefe zunehmend LNG aus Russland kauft und damit Geld in Putins Kriegskasse spült. Das Unternehmen könnte dabei auch gegen EU-Sanktionen verstoßen haben.
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Zuschlag für rechtliche Beratung bis spätestens 1. November
Likely · Within weeks

The federal government has started the application process for the reprivatization of the nationalized gas company Sefe, according to sources from the Ministry of Economic Affairs. Lazard is accompanying the process, which is scheduled to begin in early 2027. Sefe, Germany's largest gas importer, was nationalized after the Russian invasion of Ukraine and rescued with six billion euros. The value is currently estimated at this amount.

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