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BVB patzt und sorgt sich um Karetsas – Füllkrug rettet Bremen – späte Ekstase beim HSV
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Die Welt2 hours agoSports5 min readGermanyView translation

BVB patzt und sorgt sich um Karetsas – Füllkrug rettet Bremen – späte Ekstase beim HSV

Borussia Dortmund spielt remis gegen Union Berlin, Werder Bremen holt erneut Rückstand auf und der HSV gewinnt gegen Stuttgart.

Quick Look

  • Borussia Dortmund kommt bei Union Berlin nicht über ein 0:0 hinaus.
  • Werder Bremen rettet gegen Paderborn ein 2:2 nach 0:2-Rückstand.
  • Der Hamburger SV besiegt den VfB Stuttgart durch ein spätes Tor von Miro Muheim mit 1:0.

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Why It Matters

Der BVB ist seit drei Spielen sieglos. Werder Bremen hat zum dritten Mal in Folge einen 0:2-Rückstand aufgeholt.

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Borussia Dortmund steckt nach dem dritten sieglosen Spiel nacheinander in einer Ergebniskrise und könnte nach diesem Spieltag auf Platz drei zurückfallen. Der BVB musste sich beim 1. FC Union Berlin mit einem 0:0 zufriedengeben und ist nun auf Schützenhilfe angewiesen, um seinen Spitzenplatz vor dem SC Freiburg und dem FC Bayern zu behaupten.

Die Stimmung beim BVB trübte zusätzlich die Verletzung von Neuzugang Konstantinos Karetsas, der wenige Minuten nach seiner Einwechslung umknickte, sich das Sprunggelenk hielt und vom Feld humpelte. Für ihn wäre es der nächste gesundheitliche Rückschlag, nachdem er im Champions-League-Spiel gegen Villarreal zusammengebrochen war.

Nach dem teils leidenschaftslosen Auftritt in der Champions League bei Bodö/Glimt präsentierte sich Dortmund deutlich aggressiver. Dabei überschritten die Gäste in den Zweikämpfen mehrfach die Grenze des Erlaubten. Ethan Nwaneri (1. Minute), Waldemar Anton (7.) und Serhou Guirassy (14.) sahen früh die Gelbe Karte. Spielerisch setzte der BVB die Berliner zwar zunehmend unter Druck und drängte sie tief in den eigenen Strafraum, entwickelte aber kaum Torgefahr.

Union verteidigte konsequent und ging ebenfalls hart zur Sache. Auch Tom Rothe und Janik Haberer wurden verwarnt. Angesichts der vielen Gelben Karten schien ein Platzverweis nur eine Frage der Zeit. Nennenswerte Torchancen blieben auf beiden Seiten bis zur Pause weitgehend aus. BVB-Keeper Gregor Kobel war lediglich in der Nachspielzeit nach einem Freistoß von Kastriot Imeri gefordert.

Nach der Pause spielten beide Mannschaften deutlich munterer nach vorn. Für Dortmund vergab Maximilian Beier an seinem 24. Geburtstag die Chance zur Führung, als er in der 56. Minute eine Hereingabe des Ex-Unioners Julian Ryerson neben das Tor lenkte. Auf Seiten der Berliner, die auf Konter lauerten, tauchte Tim Skarke plötzlich vor Kobel auf, setzte den Ball aber über das Tor.

In der Schlussphase wurde es hitziger: Viele harte Zweikämpfe und Fouls prägten das Geschehen. Guirassy vergab eine gute Chance nach einem Freistoß, Union war hauptsächlich nach Standards gefährlich. Ein Tor fiel nicht mehr.

Füllkrug rettet Bremen

Werder Bremen hat eine besondere Bestmarke aufgestellt. Beim 2:2 (0:2) gegen den SC Paderborn holte das Team des erneut erfolgreichen Niclas Füllkrug im dritten Spiel nacheinander einen 0:2-Rückstand auf. Das war zuvor in der langen Bundesliga-Geschichte noch keinem Team gelungen. Werder schaffte das zuletzt schon gegen Borussia Dortmund (2:2) und den FC Augsburg (3:2).

Die Aufholjagd durch die nächsten beiden Füllkrug-Tore in der 59. und 66. Minute (Handelfmeter) fiel auch noch genau auf den 100. Geburtstag des Bremer Weserstadions. Werder-Heimspiele sind seit dieser Saison wieder Feiertage. Stefano Marino (18.) und Steffen Tigges (30.) brachten den Aufsteiger zuvor in Führung. Werder vergab vor 40.517 Zuschauern aber schon in der ersten Halbzeit zahlreiche Chancen.

In der sechsten Minute passten die Bremer zum ersten Mal nicht auf: Auf einmal kam Tigges aus spitzem Winkel frei zum Schuss und scheiterte an Torwart Karl Hein. Im Spiel nach vorn strotze Werder zeitweise vor Spiellaune und Dynamik. Nach einem schönen Angriff über Chuki und Arthur bekam Füllkrug in der 12. Minute seine erste Schusschance. Nach einem Steilpass von Ludovit Reis lief Marco Grüll sogar ganz allein auf das Paderborner Tor zu. Torwart Nahuel Noll parierte aber sowohl den Abschluss des Österreichers als auch den Nachschuss von Chuki (15.).

Vorne war Werder zu verspielt – und hinten zu nachlässig: Dem 0:1 ging ein eigener Ballverlust voraus, dem 0:2 eine Unaufmerksamkeit nach einem Paderborner Einwurf. Solche Konzentrationsmängel zeigten sich auch in der gegnerischen Hälfte. In der 34. Minute stand Chuki zentral vor dem Paderborner Tor völlig frei, aber der Querpass auf ihn kam viel zu unpräzise. So scheiterte auch der Spanier am starken Torwart Noll – genau wie kurz vor der Pause noch einmal Arthur (41.).

Zur Halbzeit brachte Daniel Thioune den lange verletzten Mitchell Weiser (46.). Die Erinnerung, dass Werder dank seines späten Siegtores auch das Spiel gegen Augsburg gedreht hatte, spielte ebenfalls mit. Keine 20 Minuten später stand es tatsächlich 2:2 und Werder drängte nun mit aller Macht auf das dritte Tor. Doch die Chancen darauf hatten nicht mehr die Qualität der ersten Halbzeit. Zwei Schüsse von Weiser waren kein Problem für Noll (77./81.). Nur Füllkrug verlangte dem Paderborner Torwart noch einmal alles ab (81.). Völlig frei kam der Torjäger in zentraler Position zum Schuss.

Muheim schießt HSV ins Glück

Der Hamburger SV hat seine Erfolgsserie fortgesetzt. Der 1:0 (0:0)-Heimsieg über den VfB Stuttgart vor den 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion war für die Hanseaten der dritte Sieg in Serie. Mit jetzt neun Punkten zog der HSV in der Tabelle an den Gästen vorbei und beendete das Zwischenhoch des VfB. Das Tor des Tages erzielte Miro Muheim in der 88. Minute.

Die erste Gelegenheit der Partie hatten die Gastgeber. Nach einem Stuttgarter Ballverlust kam Fabio Vieira an der Strafraumgrenze zum Abschluss, sein Schuss ging aber über das Tor (6.). Die Aktion war der Auftakt zu einer lebhaften Anfangsphase, denn auch die Schwaben suchten den direkten Weg zum Tor. Deniz Undav wurde von einer Flanke überrascht und köpfte über die Latte (9.). Kurz darauf verpasste Demirovic aus sechs Metern frei mit dem Kopf (15.).

Nach einer kurzen Verschnaufpause reihte sich weiter Chance an Chance. VfB-Keeper Seimen parierte stark gegen Vieira (26.). Im direkten Gegenzug setzte Demirovic den Ball knapp neben den rechten Pfosten, Undav traf wenig später den linken Pfosten (39.). Der VfB zog die Partie mehr auf seine Seite, war das spielbestimmende Team. Allerdings fehlten den Aktionen der Schwaben die Klarheit und die Zielstrebigkeit.

Auch nach dem Seitenwechsel setzte sich der Chancenwucher fort. Erneut die Stuttgarter Demirovic und Undav sowie Yussuf Poulsen mit einem Lattenkracher für den HSV standen im Mittelpunkt. Beide Trainer blieben ihrer offensiven Linie treu. Beim VfB kam Zugang Pejcinovic, beim HSV Otto Stange und Terem Moffi. Aber es war Mittelfeldmann Muheim, der wie schon in Hoffenheim kurz vor dem Abpfiff mit einem Distanzschuss für Hamburger Glückseligkeit sorgte.

Schalke bleibt ohne Tor im eigenen Stadion

Der FC Schalke 04 bleibt im eigenen Stadion völlig harmlos. Auch im dritten Heimspiel gelang dem Team von Trainer Miron Muslic beim 0:1 (0:1) gegen die Auswärtskönige des FSV Mainz 05 kein Tor in der heimischen Arena. Bei den Rheinhessen war dagegen einmal mehr Verlass auf Stürmer Phillip Tietz, der mit seinem Treffer (24. Minute) das Spiel entschied. Der 29-Jährige traf saisonübergreifend in fünf Auswärtspartien in Serie.

Für das Team von Trainer Urs Fischer war es der dritte Auswärtssieg im dritten Spiel. Die letzte Auswärtsniederlage für die Mainzer liegt nun bereits mehr als acht Monate zurück. Mit dem Sieg am Samstag ging auch eine schwarze Serie zu Ende. Erstmals seit mehr als siebeneinhalb Jahren gewann Mainz wieder gegen Schalke.

Ihre Auswärtsstärke stellten die Rheinhessen gleich von Beginn an unter Beweis. Schalke schien zunächst gar nicht auf dem Platz und ließ Gäste-Stürmer Sheraldo Becker bereits in den ersten 50 Sekunden zweimal auf Torhüter Loris Karius zulaufen. Beide Male rettete der ehemalige Mainzer Königsblau vor einem sehr frühen Rückstand.

Der sonst so defensivstarke Revierklub zeigte einige Unstimmigkeiten in der Abwehr. Die führten letztlich auch zum Tor der Gäste. Auswärtsspezialist Tietz nutzte eine Vorarbeit von Anthony Caci eiskalt. Hierbei war Karius chancenlos. Der starke Keeper bewahrte Schalke ansonsten ein ums andere Mal vor einem höheren Rückstand.

Open Questions

  • Wie schwer ist die Verletzung von Konstantinos Karetsas?

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This article was originally published by Die Welt.

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