Chiles Präsident ruft nach Stürmen und Regenfällen Katastrophenzustand aus
Quick Look
- Nach heftigen Stürmen und extremen Regenfällen in Chile hat Präsident José Antonio Kast für den Norden des Landes den Katastrophenzustand ausgerufen.
- Mindestens zehn Menschen kamen ums Leben, über 1.100 Häuser wurden beschädigt und 150.000 Menschen sind ohne Strom.
- Die Regionen Coquimbo und Atacama sind besonders betroffen.
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Why It Matters
Nach extremen Regenfällen und Stürmen, die Mitte Juli begannen, hat Chiles Präsident José Antonio Kast den Katastrophenzustand für den Norden des Landes ausgerufen. Die Unwetter sind die schwersten seit Jahrzehnten in Chile.
Nach heftigen Stürmen und extremen Regenfällen in Chile hat Präsident José Antonio Kast für den Norden des Landes den Katastrophenzustand ausgerufen. Die Lage in der Region Coquimbo und in der Provinz Huasco habe sich verschlimmert, woraufhin er "die Aktivierung des Ausnahmezustands" angeordnet habe, so Kast.
Der heftige Regen hatte zahlreiche Straßen unpassierbar gemacht und mehr als 100.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Der Sturm hatte bereits Mitte Juli begonnen und betrifft insbesondere die nördlichen Regionen Coquimbo und Atacama, in denen extreme Niederschläge eigentlich selten sind.
Mehrere Tote und massive Schäden
Durch die Unwetter kamen Regierungsangaben zufolge bislang mindestens zehn Menschen ums Leben. Es werden aber weitere Todesopfer befürchtet, da noch Menschen vermisst werden.
Zudem wurden mehr als 1.100 Häuser beschädigt. Insgesamt sind mehr als 2.200 Menschen direkt von dem Sturm betroffen - etwa durch Verletzungen oder Schäden, so die Regierung.
150.000 Menschen ohne Strom
Allein am Sonntag sei binnen nur einer Stunde die Regenmenge gefallen, die normalerweise in einem Monat fällt, sagte Innenminister Máximo Pavez. Somit könne von "ungewöhnlichen und extremen Niederschlägen" gesprochen werden.
Das Energieministerium teilte im Onlinedienst X mit, dass landesweit etwa 150.000 Menschen noch immer keinen Strom haben. In der Region Coquimbo wurde durch Überschwemmungen, Schlamm und Stromausfälle zudem die Trinkwasserversorgung unterbrochen.
Schwerste Unwetter seit Jahrzehnten
Aufgrund großer Wellen und Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern hatten Dutzende Häfen im ganzen Land in der vergangenen Woche vorsorglich den Betrieb eingeschränkt.
Nach Angaben des nationalen Wetterdienstes hatte es in Chile seit Jahrzehnten keinen derart ausgedehnten Sturm mit solch heftigen Niederschlägen gegeben.
Open Questions
- Wie viele Menschen werden noch vermisst?
- Wie schnell kann die Infrastruktur wiederhergestellt werden?





