
Der Nutzfahrzeughersteller verzeichnet im dritten Quartal ein starkes Ergebnis und wachsende Umsätze, vor allem in den USA. Dennoch sackt die Aktie an der Börse ab.
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Daimler Truck leidet unter Restrukturierungsbedarf und hat das Sparprogramm Cost Down Europe aufgelegt.
Beim Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck ist der Gewinn im dritten Quartal dieses Jahres um 73 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal kletterte das Konzernergebnis von 407 Millionen auf 702 Millionen Euro. Das teilte der DAX-Konzern aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mit. Der Konzern führte die positive Entwicklung auf die sich erholende Marktlage zurück.
Die Ergebnisse im dritten Quartal zeigten, dass das Geschäft weiter an Dynamik gewinne, sagte Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström. "Besonders wichtig ist, dass wir unsere Profitabilität verbessert haben und gleichzeitig weltweit voll auf unsere Kunden ausgerichtet bleiben", so Rådström.
Starkes Wachstum in den USA
Der Umsatz stieg um 19 Prozent von 10,55 Milliarden auf rund 12,58 Milliarden Euro. Der operative Gewinn - also das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) - legte um 89 Prozent von 553 Millionen Euro auf etwas mehr als eine Milliarde Euro zu. Im dritten Quartal verkaufte Daimler Truck deutlich mehr Fahrzeuge als im sehr schwachen Vorjahreszeitraum. Der Absatz stieg um 26 Prozent auf 91.260 Fahrzeuge.
In Nordamerika legten die Verkäufe mit einem Anstieg von über der Hälfte deutlich zu. Dort waren im Vorjahr wegen der Zölle von US-Präsident Donald Trump die Verkäufe eingebrochen. Beim Nutzfahrzeughersteller lief es zuletzt nicht rund: 2025 war der Gewinn um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf zwei Milliarden Euro gesunken.
Prognose bleibt unverändert
In den ersten sechs Monaten dieses Jahres brach das Konzernergebnis sogar um satte 72 Prozent ein. Nach neun Monaten steht nun noch unter dem Strich ein Minus von 30 Prozent in den Büchern. Um wettbewerbsfähiger zu werden, hatte Daimler Truck bereits im vergangenen Jahr das Sparprogramm "Cost Down Europe" aufgelegt.
Bis 2030 sollen damit die laufenden Kosten auf dem Heimatkontinent um mehr als eine Milliarde Euro sinken. In Deutschland sollen deshalb ungefähr 5.000 Stellen wegfallen. Betroffen ist insbesondere die Lkw-Marke Mercedes-Benz. Aber auch in Nordamerika soll gespart werden. Der Konzern bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 und erwartet weiterhin eine bereinigte Umsatzrendite im Industriegeschäft von sieben bis neun Prozent.
Aktie sackt ab
Trotz einer kräftigen Gewinnsteigerung geriet Daimler Truck an der Börse unter die Räder. Die Aktien fielen in der Spitze um 8,3 Prozent auf 38,42 Euro und markierten damit den tiefsten Stand seit Anfang des Jahres. Sie waren schwächster Wert im DAX. Knapp eine Stunde nach Handelsbeginn notierten die Papiere des Lkw-Bauers noch fast vier Prozent schwächer.
Einem Händler zufolge war eine starke Bilanz bereits erwartet worden, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Es könnte sein, dass dies den Anlegern nicht reiche, erklärte er.
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Wegfall von rund 5.000 Stellen in Deutschland bis 2030
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