
Die Regierung verzichtet auf einen Antrag zur Ausnahmegenehmigung für die Nerzzucht, um sich an EU-Vorgaben zu halten.
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Dänemark war vor der Coronapandemie der weltweit größte Nerzpelzproduzent. 2020 wurden aufgrund von Virusmutationen rund 17 Millionen Nerze getötet.
Die Dänische Regierung hat beschlossen, bei der EU keine Ausnahmegenehmigung zur Nerzzucht zu beantragen. Damit wird das Züchten von Nerzen zur Fellgewinnung ab spätestens 2029 verboten.
»Ein Unternehmen sollte nicht allein deshalb fortgeführt werden, weil es lange existiert. Es muss auch für Gesellschaft, Wirtschaft und Tiere sinnvoll sein«, erklärte der zuständige Tierschutzminister Christian Rabjerg Madsen in einer Pressemitteilung. Die dänische Regierung habe sich für den Tierschutz entschieden.
Dänemark war lange Zeit der weltweit größte Produzent von Nerzpelzen. Vor der Coronapandemie gab es in dem skandinavischen Land rund 800 Betriebe, in denen Nerze gezüchtet wurden. Im Jahr 2020 fürchtete man dann eine Verbreitung von Viren-Mutationen durch die Nerze und entschied, die bis zu 17 Millionen Tiere zu töten. Die Zucht wurde danach wieder erlaubt, allerdings nur von sieben Betrieben wiederaufgenommen. Für diese ist nun aufgrund einer EU-Verordnung Schluss, die den amerikanischen Nerz als invasive Art einstuft und seine Zucht in Europa verbietet.
Die dänische Regierung stimmte vergangenen Sommer gegen die entsprechende Verordnung. Ursprünglich hatte die dänische Umweltschutzbehörde angekündigt, einen Antrag für ein Sonderprogramm zu stellen, dass den weiteren Betrieb der Farmen erlaubt.
»Da die EU beschlossen hat, ein Verbot zu erlassen, sind wir der Meinung, dass Dänemark sich dem nicht widersetzen sollte«, heißt es nun.
Das EU-Verbot tritt am 7. August 2027 in Kraft. Nach Inkrafttreten des Verbots gilt eine Übergangsfrist von zwei Jahren bis zum 7. August 2029.
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Vollständiges Verbot der Nerzzucht in Dänemark ab dem 7. August 2029.
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