Jürgen Klopp erlebt seine erste Woche als Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft mit Verletzungen von Musiala und Havertz, einem 1:1-Unentschieden gegen Holland, Debütanten-Ehrungen, Trainingseinheiten und Teambuilding-Maßnahmen, gefolgt von einer Niederlage gegen Griechenland und einem Sieg gegen Serbien, bevor das Team nach Thessaloniki zum Rückspiel gegen Griechenland reist.
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Jürgen Klopp übernahm kürzlich das Amt des Bundestrainers der deutschen Nationalmannschaft und befindet sich in der Anfangsphase seiner Amtszeit, wobei er das Team neu formiert und junge Spieler integriert.
24. September: Klopps erste Aufstellung im Spiel gegen Holland wird gleich über den Haufen geworfen. Jamal Musiala (23) fällt unmittelbar vor Anpfiff aus (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Kai Havertz (27) nach knapp 30 Minuten (Muskelzerrung). Beide müssen verletzungsbedingt abreisen. Deutschland spielt durch ein Gegentor in der Nachspielzeit 1:1. Klopp baut seine Spieler in der Kabine auf, lobt ihr Pressing. Klopp: „Wir waren in den richtigen Räumen!“
Debütanten erhalten Medaillen
25. September: Nach der Rückkehr ins Basecamp und einer Regenerationseinheit gibt Klopp seinen Spielern frei. Weiterhin gilt: Team-Maßnahmen! Die Clique um Felix Nmecha (25), Karim Adeyemi (24), Nadiem Amiri (29) und Josha Vagnoman (25) spielt „Cornhole“. Ziel ist es, ein Säckchen aus mehreren Metern Entfernung ins Loch eines schrägen Holzbrettes zu werfen. Für den Abend hat Klopp ein Ritual angesetzt: Die Debütanten aus dem Holland-Spiel werden mit Medaillen ausgezeichnet. Dazu hält jeweils ein Mitspieler eine Laudatio.
Nathaniel Brown (23) adelt Younes Ebnoutalib (23): „Ich bin extrem stolz auf dich. Du hast es gegen van Dijk überragend gemacht, das ist nicht einfach.“
Joshua Kimmich (31) lobt Treu: „Du hast ein Topspiel gemacht und uns sehr geholfen. Bei meinem Debüt habe ich die Kicker-Note 5,5 bekommen. Ich freue mich, dass du gestern besser warst.“
Nico Schlotterbeck (26) über Engelhardt: „Du bist deinen Weg gegangen, hast dir dein Debüt verdient. Ich hoffe auf mehr Spiele für dich, das ist erst der Anfang.“
Auch Klopp hat noch ein paar Worte für ein paar Profis, diese aber unter vier Augen. Der Bundestrainer sagt zu Alexander Nübel (30): „Du stehst gegen Griechenland im Tor!“
26. September: Um 11 Uhr versammelt Klopp seine Mannschaft auf dem Trainingsplatz für eine kleine Ansprache. Klopp: „Ihr seht erholt aus. Das wird sich ändern!“ Für die Einheit hat er festgelegt: Spielformen, Schuss- und Pressing-Übungen. Danach teilt er die Teams in „Alt“ und „Jung“ auf. Gespielt wird Lattenschießen. Team „Alt“ gewinnt. Auch die Spieler haben sich etwas für ihren neuen Coach ausgedacht. Die Mannschaft gibt ihrem Trainer den Auftrag für die Pressekonferenz mit, das Wort „Geheimratsecken“ einzubauen. Klopp vermasselt es zunächst.
27. September: Die Nationalelf verpatzt Klopps Heimdebüt, verliert 0:1 gegen Griechenland. Die Stimmung in der Kabine ist nach dem Spiel am Boden. Der Bundestrainer spürt das, baut seine Spieler direkt auf. Klopp: „Lasst nicht die Köpfe hängen! Glaubt weiter an den neu eingeschlagenen Weg!“ Danach reist Kader eins ab. Auch Kapitän Kimmich. Seine Bitte, beim Team bleiben zu dürfen, hatte Klopp mehrmals abgelehnt. Mit Finn Dahmen (28), Engelhardt, Schlotterbeck, Treu, Serge Gnabry (31) und Bambasé Conté (23) dürfen dagegen sechs andere Spieler bleiben.
Kimmich wird zum großen Thema
28. September: Kader zwei reist an. Einige Spieler haben die Partie am Vortag gegen Griechenland bereits in Augsburg auf der Tribüne verfolgt. Zur Kimmich-Abreise sagt Klopp: „Er hat einen überragenden Eindruck gemacht, aber auch ein Jo Kimmich kann theoretisch verletzt sein. Wir müssen gucken, wie die Gruppe funktioniert, wenn die großen Köpfe nicht da sind. Dass er unbedingt dabeibleiben wollte, zeichnet ihn aber auch aus.“
30. September: Im Training gibt es einen Schock-Moment: Schlotterbeck, der bereits bei der WM ausfiel, verletzt sich erneut. Nach Musiala und Havertz muss mit dem BVB-Star die dritte Stammkraft abreisen. Klopp führt ein langes Einzelgespräch mit Florian Wirtz (23), baut den in Liverpool viel kritisierten Mittelfeldstar auf. Auch an Gnabry hat der Bundestrainer eine Botschaft: Klopp lässt den Bayern-Profi wissen, dass er gegen Serbien sein Kapitän ist.
1. Oktober: Deutschland feiert im dritten Klopp-Spiel seinen ersten Sieg, gewinnt in München gegen Serbien 2:0. Nach einer Stunde stutzt Klopp, blickt auf die Ränge, wo sich etwas tut. Dann lächelt der Bundestrainer, weil er registriert: Die deutschen Fans feiern seine Mannschaft mit einer La-Ola-Welle. Noch auf der Fahrt ins Teamquartier erinnert sich der Bundestrainer, der nach zwei sieglosen Spielen den Druck spürte, glücklich an diesen Moment. Kurz zuvor wurde Klopp auf der Pressekonferenz nach dem Spiel danach gefragt, warum Wirtz im Mittelfeld so gut mit den Kimmich-Herausforderern Aleksandar Pavlovic (22) und Tom Bischof (21) harmoniere. Seine Antwort: „Es ist so ein schöner Abend, und ihr wollt ein Thema aufmachen, das kein Thema ist. Am Ende wird es eine Kimmich-Geschichte, das kriegt ihr ja hin!“
2. Oktober: Geheimtraining in Herzogenaurach! Ab 16 Uhr lässt Klopp die Reservisten und Einwechselspieler aus der Partie gegen Serbien schwitzen. In den Einheiten ist viel Intensität und Tempo. Die Spieler wollen sich für einen Einsatz in Griechenland beweisen. Das gesamte Training über lässt Klopp eine Drohne steigen, um die Einheit hinterher aus der Vogelperspektive zu analysieren.
3. Oktober: Der DFB-Tross fliegt am Nachmittag von Nürnberg nach Thessaloniki, wo das Rückspiel gegen Griechenland steigen wird.
4. Oktober: Die Revanche gegen die Griechen klappt nur bedingt. Das DFB-Team ist überlegen, schafft es trotz Spielwitz, starkem Gegenpressing und guten Chancen aber nicht, über ein 0:0 hinauszukommen. Klopp sagt nach der Partie: „Was wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, war außergewöhnlich. Wenn man mir vor einer Woche gesagt hätte, dass wir Donnerstag und Sonntag eine solch starke Leistung abrufen können, hätte ich das nicht geglaubt.“
5. Oktober: Die DFB-Stars reisen zurück zu ihren Klubs. Die nächsten Länderspiele: in Serbien (13. November) und gegen Holland (16. November) in Berlin. Für diese Partien wird Klopp keine 44 Spieler mehr berufen, das XXL-Casting ist beendet. Von nun an setzt der Bundestrainer auf einen Kader. Wer ihm angehören wird, entscheidet Klopp in den kommenden Wochen.
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Klopp wird in den kommenden Wochen einen festen Kader für die Nationalmannschaft bestimmen und das XXL-Casting beenden.
Very likely · Within weeks
Die deutsche Nationalmannschaft wird versuchen, im Rückspiel gegen Griechenland in Thessaloniki zu siegen, nachdem das Hinspiel 0:0 endete.
Possible · Within days
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