Dax aktuell: Dax startet im Plus – VW-Aktie legt zu
Nach Kursverlusten blicken Anleger auf die Pariser Automesse, Volkswagen-Absatzzahlen, die IWF-Jahrestagung in Bangkok und den Start der US-Berichtssaison.
Quick Look
- Nach Kursverlusten schloss der Dax höher.
- Die kommende Börsenwoche wird geprägt von der Pariser Automesse, VW-Absatzzahlen, der IWF-Jahrestagung sowie dem Start der US-Berichtssaison vor dem Hintergrund geopolitischer Risiken.
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Why It Matters
Der deutsche Leitindex war zuvor unter 5000 Punkte gefallen. Die Autoindustrie leidet unter schwacher Nachfrage in China und starkem Wettbewerb.
Am Freitag ging der deutsche Leitindex 1,1 Prozent höher bei 25.087 Punkten aus dem Handel. Am Donnerstag erst war er unter 25.000 Punkte gefallen und hatte zeitweise den tiefsten Stand seit dem 23. Juli erreicht.
Im Fokus in der neuen Woche stehen weiterhin der Krieg im Nahen Osten, die hohen Energiekosten, die weltweit steigenden Zinsen und die hohe Staatsverschuldung mancher Länder, aber auch zwei wichtige Veranstaltungen.
Die Pariser Automesse startet am 12. Oktober. Mit einer Rekordzahl von 20 Marken aus der Volksrepublik, darunter BYD und Chery, verdoppelt sich die chinesische Präsenz im Vergleich zur vorherigen Messe im Jahr 2024. Heimische Hersteller wollen mit der Vorstellung neuer, erschwinglicherer Elektromodelle ihre Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis stellen.
Europas größter Autobauer legt zudem seine Absatzzahlen für das dritte Quartal vor. Der Absatzrückgang hat sich im dritten Quartal weiter beschleunigt. Weltweit wurden von Juli bis September rund 1,89 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken an Kunden ausgeliefert – und damit 14,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen mitteilte.
Volkswagen leidet derzeit insbesondere unter dem Zusammenbruch des chinesischen Marktes, der jahrelang die wichtigste Einnahmequelle war. Dazu kommt die harte Konkurrenz durch chinesische Anbieter auf dem europäischen Heimatmarkt.
Auch die VW-Tochter Audi hat im abgelaufenen dritten Quartal fast ein Fünftel weniger Autos an seine Kunden ausgeliefert. Insgesamt waren es 314.905 Fahrzeuge der Kernmarke, wie die Ingolstädter mitteilen. Das bedeutet ein Minus von 19,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Für zusätzliche Unterstützung sorgt die Einigung zwischen Europa und China über Exportbeschränkungen für Hybridautos, sagt Lipkow. Damit sei eine weitere Eskalation des Handelskonflikts vorerst abgewendet. Demnach könnten besonders die europäischen Automobilwerte davon profitieren. Die VW-Aktie gewinnt zum Handelsstart 1,3 Prozent – trotz der dämpfenden Zahlen.
In Bangkok beginnt die siebentägige Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank. Das Treffen der Finanzminister und Notenbanker aus aller Welt wird überschattet von Konflikten im Nahen Osten, einem Energiepreisschock und weltweit steigenden Zinsen. Diese Faktoren bergen zusammen Risiken für das ohnehin schleppende globale Wirtschaftswachstum.
Auf der Agenda der Beratungen stehen außerdem die hohe Staatsverschuldung mancher Länder, die die Renditen nach oben treibt, und die Auswirkungen auf die Finanzstabilität hat. Zudem rücken die wirtschaftlichen Folgen der Künstlichen Intelligenz in den Fokus.
Nach dem zuletzt deutlichen Preissprung entspannt sich die Lage am Ölmarkt zunächst. Das Nordseeöl Brent zur Lieferung im Dezember kostet am Montag 103,92 Dollar je Barrel (159 Liter), etwa 0,8 Prozent weniger als noch am Vortag.
Politisch bleibe die Entwicklung jedoch brisant, da sich damit auch die Kräfteverhältnisse im Ukraine-Krieg verschieben könnten, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Auch die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt: Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben ihre Angriffe auf Saudi-Arabien ausgeweitet.
Neben den Entwicklungen am Anleihe- und Ölmarkt dürfte in der neuen Woche auch der Start in die US-Berichtssaison ein weiterer Impulsgeber für die Richtung des Dax sein. Lipkow sagt: „Mit dem offiziellen Beginn der US-Berichtssaison steht den Anlegern eine möglicherweise turbulente Woche bevor.“ Vor allem die großen Banken werden demnach zeigen müssen, ob ihre Geschäftsentwicklung die hohen Erwartungen der Börse rechtfertigt, sagt er.
Die Anleger wollen laut Analysten vor allem wissen, wie sich der jüngste starke Anstieg der Anleiherenditen auf das Geschäft mit Übernahmen, die Kreditvergabe und die Refinanzierungskosten auswirkt. Vier der sechs größten US-Geldhäuser, JPMorgan, Goldman Sachs, Citigroup und Wells Fargo, legen ihre Ergebnisse am Dienstag vor. Am Mittwoch folgen die Geschäftszahlen von Morgan Stanley und der Bank of America. Am Montag ist der Anleihemarkt in den USA aufgrund eines Feiertags geschlossen.
What to Watch
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Vier der sechs größten US-Geldhäuser legen am Dienstag Ergebnisse vor.
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Open Questions
- Wie reagieren die Märkte auf die Zahlen der US-Großbanken?
- Welche konkreten E-Modelle präsentieren europäische Hersteller in Paris?







