Dax erholt sich trotz Nahost-Krise – Unternehmenstermine rücken in den Fokus
Quick Look
- Der Dax zeigt Erholungstendenzen trotz der Eskalation im Nahen Osten.
- Anleger beobachten die geopolitische Lage und Ölpreise, während Unternehmensberichte von Volkswagen und Delta Airlines im Fokus stehen.
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Why It Matters
Der Dax erholt sich von Vortagesverlusten trotz der Eskalation im Nahen Osten. Iranische Angriffe auf US-Militäreinrichtungen und US-Gegenangriffe haben die Spannungen erhöht und die Ölpreise steigen lassen.
Der Dax erholt sich nach den Vortagesverlusten – trotz Nahost-Krise. Diese dürfte Anleger weiter beschäftigen. Allerdings rücken nun Unternehmenstermine in den Fokus. Judith Henke, Vivian Melchert 10.07.2026 - 06:38 Uhr Artikel anhören
Kurstafel der Frankfurter Börse. Foto: Handelsblatt
Düsseldorf. Zum Wochenausklang erholt sich der deutsche Leitindex vorerst von seinen jüngsten Verlusten. Der Dax beendete den gestrigen Donnerstag bei 25.118 Punkten, einem Plus von 0,9 Prozent. Am heutigen frühen Freitagmorgen notiert der Leitindex auf außerbörslichen Handelsplattformen vorbörslich unverändert.
Damit konnte der Leitindex trotz der Eskalation in Nahost jüngst wieder Punkte gutmachen. Der Iran griff nach eigenen Angaben US-Militäreinrichtungen in benachbarten Golfstaaten am gestrigen Donnerstag an. Die Angriffe erfolgten als Reaktion auf US-Luftschläge gegen iranische Küsten- und Ostprovinzen am Mittwoch. Die Ölpreise stiegen entsprechend.
Am Freitag werden Anleger die Lage in Nahost sowie die Entwicklung der Ölpreise weiter beobachten. In dem Zuge dürften die Quartalszahlen von Delta Airlines aus den USA interessant werden. Diese gelten angesichts der gestiegenen Kerosinpreise infolge der Nahost-Eskalation als Stimmungsbarometer für die Luftfahrtbranche.
Neben geopolitischer Unsicherheit dürften auch weitere Unternehmenstermine interessant werden. Dazu gehören die Absatzzahlen von Volkswagen. Der Vorstandschef von Oliver Blume, legte dem Aufsichtsrat am Donnerstag den weitreichendsten Konzernumbau seit dem Tarifkompromiss von 2024 vor. Auch dürfte ein Termin bei Porsche von Interesse sein.
1 – Börsen in New York: Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq
Angetrieben von einer Rally bei Chip-Aktien schlossen die US-Börsen am Donnerstag deutlich im Plus. Die positive Stimmung bei Technologiewerten überlagerte die Sorge, dass erneute Angriffe zwischen den USA und dem Iran den Nahost-Konflikt verschärfen könnten.
Der US-Standardwerteindex Dow Jones stieg um 0,27 Prozent auf 52.487 Punkte. Am Dienstag hatte der Index im Tagesverlauf mit 53.289 Punkten ein Rekordhoch erreicht.
Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,81 Prozent auf 7.544 Zähler.
Der technologielastige Nasdaq legte um 1,3 Prozent auf 26.207 Punkte zu.
2 – Börsen in Asien: Nikkei, Topix und CSI 300
Die Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) trieb die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenschluss am Freitag kräftig an.
In Tokio gewinnt der 225 Werte umfassende Nikkei-Index plus zwei Prozent und notiert bei 69.121 Punkten.
Der breiter gefasste Topix steigt um 0,76 Prozent auf 4051 Zähler.
Auch in Südkorea greifen Investoren zu, was den Kospi um vier Prozent nach oben klettern lässt.
Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verzeichnet einen Zuwachs von 1,3 Prozent.
Im Zentrum des KI-Booms steht der südkoreanische Chipkonzern SK Hynix, dessen Aktien in Seoul um 2,8 Prozent steigen. Das Unternehmen sammelte bei seinem Börsendebüt in den USA rund 26,5 Milliarden Dollar ein. Die Papiere des heimischen Konkurrenten Samsung gewinnen 3,0 Prozent.
3 – Autoindustrie
Um 8 Uhr findet der Pre-Close-Call der Porsche AG zum zweiten Quartal statt, gefolgt von den Absatzzahlen von Volkswagen für das zweite Quartal um elf Uhr. Der Porsche-Call dient als vertraulicher Austausch mit Analysten zur Abstimmung von Konsensschätzungen. Die VW-Daten werden mit besonderer Spannung erwartet, da der Konzern einen Sparkurs vorantreibt, der den Abbau von bis zu 100.000 Stellen und Werksschließungen beinhalten könnte.
4 – Delta-Zahlen
Am Freitagnachmittag veröffentlicht die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines ihre Zahlen für das zweite Quartal. Die gesamte Branche leidet aktuell unter massiv gestiegenen Kerosinpreisen infolge des Irankriegs, der zudem wichtige Flugkorridore unterbricht und teure Umwege erzwingt. Delta gehört zwar zu den drei großen US-Anbietern, die ihre Marktstellung gegenüber Billigfliegern behaupten können, steht aber dennoch vor der Herausforderung, die hohen Treibstoffkosten abzufedern.
5 – Deutsche Inflation
Am Freitag um acht Uhr folgt die zweite Veröffentlichung der deutschen Inflationsdaten für Juni, nachdem die Teuerungsrate in der ersten Schätzung überraschend deutlich auf 2,3 Prozent gesunken war.
6 – Japan-Erzeugerpreise
Anleger schauen auch auf die Entwicklung der japanischen Erzeugerpreise. Diese stiegen im Juni so kräftig wie seit Anfang 2023 nicht mehr. Nach Angaben der Bank of Japan lagen die Preise, die Unternehmen für ihre Vorprodukte zahlen, 7,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Damit fiel der Anstieg stärker aus als im Mai, dessen Wert zudem nachträglich nach oben revidiert wurde. Auch im Monatsvergleich zogen die Erzeugerpreise um 0,4 Prozent an.
Der erneute Preisschub gilt als weiteres Signal für anhaltenden Inflationsdruck in der japanischen Wirtschaft. Das dürfte die Erwartung stützen, dass die Bank of Japan ihren Kurs der schrittweisen Zinserhöhungen fortsetzt.
Termine Unternehmen
08:00 Uhr, Deutschland: Porsche AG, Pre-Close-Call Q2
10:00 Uhr, Deutschland: Hornbach Holding, Hauptversammlung
11:00 Uhr, Deutschland: Volkswagen inklusive Audi, Absatz Q2/26 und 1. Halbjahr
14:00 Uhr, Deutschland: BMW, Pre-Close-Call Q2
15:30 Uhr, USA: Delta Air Lines, Q2-Zahlen
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Termine Konjunktur
10:00 Uhr, Deutschland: Hornbach Holding, Hauptversammlung
11:00 Uhr, Deutschland: Volkswagen inklusive Audi, Absatz Q2/26 und 1. Halbjahr
14:00 Uhr, Deutschland: BMW, Pre-Close-Call Q2
15:30 Uhr, USA: Delta Air Lines, Q2-Zahlen
Europa: Treffen der EU-Finanzminister
Europa: Informelles Treffen der Wettbewerbsminister der EU-Staaten
Mit Material der Nachrichtenagenturen Reuters und dpa.
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