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Der DAX erreichte ein neues Rekordhoch von 25.984 Punkten, über dem bisherigen Höchststand von Anfang Juli, begünstigt durch einen stark gesunkenen Ölpreis und die Ankündigung von Gesprächen zwischen den USA und dem Iran.
Der stark gesunkene Ölpreis hievt den DAX zum Monatsstart auf ein Rekordhoch. Der deutsche Leitindex rückt um mehr als ein Prozent vor und erreicht im frühen Handel 25.984 Punkte. Der bisherige Rekordstand von 25.900 Zählern datiert von Anfang Juli.
Am vergangenen Freitag war der DAX mit einem knappen Plus auf 25.629 Punkten aus dem Handel gegangen. Zuvor war er in der Spitze um 1,1 Prozent auf 25.892 Punkte gestiegen. Auf Wochensicht legte der DAX um 2,1 Prozent zu. Für den Monat Juli steht ein Anstieg von 2,5 Prozent zu Buche.
"Die 26.000-Punkte-Marke ist zum Greifen nahe", stellt Jochen Stanzl fest, Marktexperte bei der Consorsbank. "Ein perspektivisch sinkender Ölpreis begünstigt die zyklische und energieabhängige Industrie im DAX. Allerdings dürfte die geopolitische Situation weiterhin fragil bleiben", so Stanzl, denn vele wichtige Fragen im Irankonflikt seien ungeklärt.
Für den aktuellen Kaufimpuls hatte die Nachricht gesorgt, dass US-Präsident Donald Trump eine neue Gesprächsrunde mit Vertretern des Iran angkündigte. Bislang sei es jedes Mal verfrüht gewesen, auf einen Friedensdeal zu spekulieren, warnte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Doch es lebt die Hoffnung, dass diesmal tatsächlich ein Durchbruch gelingen wird."
An den Rohstoffmärkten reagierte der Ölpreis, die Notierungen der Sorten Brent und WTI fielen deutlich zurück. Zusätzlich unter Druck gerieten die Preise durch die Opec+. Die Allianz erdölexportierender Länder billigte am Sonntag eine Erhöhung der Förderquote um rund 188.000 Barrel pro Tag ab September.
Im vergangenen Monat hatten die Ölpreise noch um mehr als 20 Prozent angezogen. Der Grund waren die wieder aufgeflammten Kämpfe zwischen den USA und Iran.
Ob der DAX dauerhaft auf Rekordniveau bleiben wird, dürfte auch von den Konzern-Bilanzen abhängen. "Eine Flut überwiegend positiver Quartalszahlen sorgt derzeit für Rückenwind und überlagert die geopolitischen Sorgen zumindest vorübergehend. Die Berichtssaison könnte den Märkten eine neue Navigationsroute weisen und den Investoren den zuletzt verloren geglaubten Kompass zurückgeben", glaubt Marktanalyst Timo Emden von Emden Research.
Allein aus dem DAX werden rund die Hälfte der 40 Unternehmen ihre Quartalszahlen präsentieren. Am Dienstag wird die Zahlenflut mit Bayer, Continental, FMC und Zalando beginnen. Für Mittwoch stehen die Resultate von Fresenius, DHL Group, Siemens Energy, Vonovia, Infineon und Beiersdorf auf der Agenda.
Für die Konjunktur ist aber nicht nur der Erfolg der Unternehmen entscheidend, auch der private Konsum ist wichtig. Heute sendet der Einzelhandel ein positives Signal. Die Geschäfte haben ihren Umsatz im ersten Halbjahr nominal um 2,2 Prozent gesteigert. Bereinigt um Preissteigerungen (real) waren die Erlöse um 0,7 Prozent höher als in den ersten sechs Monaten 2025.
Der Handelsverband HDE rechnet für das Gesamtjahr 2026 mit einem Umsatzwachstum von zwei Prozent. Ohne Preiserhöhungen soll ein reales Plus von 0,5 Prozent herausspringen.
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Die 26.000-Punkte-Marke ist für den DAX zum Greifen nahe.
Likely · Short term
Die Berichtssaison wird den Märkten eine neue Navigationsroute weisen.
Likely · Short term

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