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Der DAX zeigte sich trotz fallender Ölpreise und Erwartungen einer Zinspause der Fed kaum bewegt. Der Euro fiel unter 1,12 Dollar, was für Exporteure positiv ist, aber politische Unsicherheit in Europa und den USA belastet die Märkte. Schwächere US-Arbeitsmarktdaten dämpften hingegen die Zinssorgen.
Der deutsche Aktienmarkt ist kaum verändert in die neue Woche gestartet. Obwohl die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im Oktober wahrscheinlich nicht an der Zinsschraube dreht und die Ölpreise leicht zurückgingen, kam der DAX kaum vom Fleck.
Der deutsche Leitindex schloss 0,1 Prozent höher bei 25.254 Punkten. Am Freitag hatte der DAX noch 1,2 Prozent auf 25.231 Punkte gewonnen, womit er sein Wochenminus auf 0,7 Prozent eindämmte.
Für Unruhe sorgte die fortgesetzte Schwäche des Euro. Am Morgen fiel die Gemeinschaftswährung erstmals seit Mai 2025 unter die Marke von 1,12 Dollar. Für Exportunternehmen ist das zwar positiv, doch die politische Unsicherheit bereitet Investoren Sorgen. "Anleger entziehen dem Euro das Vertrauen", kommentierte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.
Im Fokus steht weiter der Anstieg der Renditen französischer Staatsanleihen. Das belastet auch die Aktienmärkte. "Deutsche Landtagswahlen, die auf einen politischen Umbruch hindeuten, Massenproteste und mögliche Neuwahlen in Spanien, die Zwischenwahlen in den USA und die französischen Wahlen im Frühjahr - im nächsten halben Jahr wird man als Anleger an dem Thema Politik nicht vorbeikommen", sagte Jochen Stanzl, Chefanalyst der Consorsbank.
Immerhin haben schwächer ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten am Freitag die Zinssorgen der Anlegerinnen und Anleger gedämpft. Die Marktteilnehmer preisen nun nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 26 Prozent für eine Zinserhöhung der Fed in diesem Monat ein.
Am Rohstoffmarkt bleiben die Preise weiter hoch, die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee fiel aber auf gut 101 Dollar pro Barrel zurück. Steigende Rohölexporte aus dem Nahen Osten und die Freigabe von 100 Millionen Barrel aus den Notreserven der G7-Staaten drückten die Preise. Dies glich die Sorgen über Angriffe der Huthi-Miliz auf Anlagen von Saudi Aramco sowie zunehmende Attacken auf Öltanker in der Straße von Hormus aus.
Von wichtigen Ölexportländern des Kartells OPEC+ ist zunächst keine Entlastung zu erwarten: Sie wollen ihre Förderziele auch im November nicht anheben. Das teilten Saudi-Arabien, Russland und weitere fünf Staaten nach einer Online-Sitzung mit.
Die Wall Street eröffnete angesichts dieser Vorgaben verhalten. Im frühen Handel verloren die Standardwerte des Dow Jones leicht, während die Technologiebörse Nasdaq mit einem Plus von einem halben Prozent nahe ihres Rekordhochs vom Freitag blieb.
Die Stimmung unter den deutschen Verbraucherinnen und Verbrauchern hat sich wenige Wochen vor dem beginnenden Weihnachtsgeschäft eingetrübt. Das Barometer für das Konsumklima sank im Oktober um 1,19 Punkte auf 93,51 Zähler, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) mitteilte. Es liegt damit auch deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats. "Eine Belebung des privaten Konsums zeigt sich aktuell nicht", so der HDE. "Damit trüben sich auch die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft etwas ein."
Angesichts ungünstiger Branchennachrichten hielten sich die Autotitel recht stabil. Die Stimmung in der deutschen Automobilindustrie hat sich im September stark eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel auf minus 35,0 Punkte, wie das Münchner ifo-Institut mitteilte. Die Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage damit so schlecht wie noch nie in diesem Jahr.
Die Rüstungstitel wie Rheinmetall und Hensoldt konnten sich etwas erholen. Am Sonntag hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) der Ukraine bei einem Überraschungsbesuch in Kiew ein umfangreiches Hilfspaket angeboten. Die ukrainische Regierung und ukrainische Firmen vereinbarten mit deutschen Rüstungskonzernen nach Angaben der Bundesregierung 14 Kooperationen mit einem Gesamtvolumen von rund 6,6 Milliarden Euro.
Auch die Aktie der Deutschen Telekom zeigte sich etwas stärker als der Markt. Der DAX-Konzern will durch den verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) kräftig sparen. 2027 würden die Kosten im Vergleich zu 2023 voraussichtlich um 1,1 Milliarden Euro sinken, bis 2030 werde die Ersparnis auf 2,5 Milliarden Euro steigen. Die Ausgaben seien bei dieser Berechnung allerdings nicht berücksichtigt. Gleichzeitig prognostizierte die Telekom ein kräftiges Wachstum ihres KI-Geschäfts.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Kosten der Deutschen Telekom werden durch den verstärkten Einsatz von KI bis 2027 voraussichtlich um 1,1 Milliarden Euro gegenüber 2023 sinken.
Possible · Within years
Die Ersparnis der Deutschen Telekom durch KI wird bis 2030 auf 2,5 Milliarden Euro steigen.
Possible · Within years
Das Konsumklima wird vor dem Weihnachtsgeschäft weiterhin belastet bleiben.
Likely · Within weeks

The federal government has initiated the process for the possible privatization of the state gas company Sefe. The Ministry of Economic Affairs has published a call for tenders for legal consulting services on reprivatization; law firms can apply until October 27th. Among other things, Sefe operates the largest German gas storage facility and is a central player in the German gas supply. The nationalization took place in 2022 after the failure of the Russian supplier Gazprom, and the federal government is now planning to return the majority to Sefe by the end of 2028 due to EU requirements. The company's value is estimated at around six billion euros.

The fuel discount of 16.7 cents per liter was intended to relieve drivers, but fuel prices rose again just a few days after its introduction. Super E10 cost a nationwide average of 2.137 euros per liter on Sunday - 2.3 cents more than on Thursday. Diesel prices rose by 0.9 cents to 2.253 euros. Cheap offers under two euros are becoming rarer, while the industry association En2x emphasizes that the discount will be passed on in full, but points to increased world market prices.

Just a few days after the reintroduction of the fuel discount, fuel prices are again above the level at the start of the tax cut. According to ADAC, a liter of Super E10 cost an average of 2.137 euros nationwide on Sunday - 2.3 cents more than at the start of the measure. The price of diesel rose to 2.253 euros per liter, an increase of 0.9 cents. The ADAC explains that although the energy tax cut led to a significant drop in prices, the relief is already disappearing again. There is currently no obvious explanation for the price increase for Super E10, as the oil price and exchange rate have hardly changed.

The Munich start-up Robco has completed a round of financing and is now valued at more than a billion dollars. Company boss Roman Hölzl assumes that sales will triple this year. The company is developing a modular system for industrial robots with a focus on physical AI and has already sold more than 1,000 systems.

France and Germany have formulated joint demands to give the EU more resources in the trade dispute with countries such as China and the USA, including the introduction of a so-called “kill switch”. This is reported exclusively by Handelsblatt. The podcast also presents the current insider barometer, in which three DAX bosses bought more shares in their own companies despite falling share prices.

The Dax closed unchanged at 25,254 points, while the euro fell to its lowest level since May 2025 due to political uncertainty in France and Spain. At the same time, the G7 countries announced the release of 100 million barrels of emergency oil reserves, and Deutsche Telekom held its first AI investor day.