
AI-generated summary
Der DAX hatte bereits unter Druck durch überraschend starke Inflationszahlen in Europa gestanden, wobei rekordhohe Spritpreise die Teuerungsrate in Deutschland auf 3,3 Prozent trieben. Die Hoffnung auf eine Zinspause in den USA war aufgrund anhaltend hoher langfristiger Rendite wieder verpufft, obwohl kurzfristige US-Inflationsdaten weniger stark als erwartet ausfielen.
Mit einem Minus hat der DAX den September beendet und dürfte daran auch zum Beginn des neuen Monats anknüpfen. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex zur Stunde 0,5 Prozent tiefer bei 25.078 Punkten. Es winkt nun der tiefste Stand seit Ende Juli.
Am Mittwoch hatte der überraschend starke Anstieg der Inflation die Börsen in Europa unter Druck gesetzt. Rekordhohe Spritpreise trieben die Teuerungsrate in Deutschland im September mit 3,3 Prozent auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren. Der DAX notierte zum Handelsschluss 0,8 Prozent tiefer bei 25.199 Punkten.
Die Vorgaben aus Asien sprechen denn auch nicht wirklich für Gewinne: Dort hielten sich die Anleger wegen der auf Mehrjahreshochs notierenden Anleiherenditen und der hohen Ölpreise zurück. Die Hoffnung auf eine Zinspause in den USA ist dabei längst wieder verpufft. Daten hatten zwar gezeigt, dass die US-Inflation im August weniger stark gestiegen war als erwartet. Dies verringerte die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve noch im Oktober.
"Die schwächeren US-Daten haben den Druck von den Fed-Erwartungen und den kurzfristigen Renditen genommen, aber die Sorge um die Kapitalkosten ist nicht wirklich verschwunden, da die langfristigen Renditen hoch bleiben", sagte jedoch Charu Chanana, Anlagestrategin bei Saxo. Die steigenden Rohölpreise infolge des Krieges zwischen den USA und Iran sowie extrem hohe Dieselkosten schürten Inflationssorgen und trieben die Renditen von US-Staatsanleihen in die Höhe.
Am Abend hatten die Rohöl-Preise erneut zugelegt, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Lockerung der Sanktionen gegen Iran abgelehnt hatte. Die Nordseesorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuerten sich um rund ein bis 2,5 Prozent auf 103,81 und 91,50 Dollar je Fass (159 Liter). Am Morgen entspannte sich die Lage immerhin etwas: Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 97,69 Dollar je Barrel (159 Liter).
In Tokio legt der Nikkei-Index 2,4 Prozent zu, wobei vor allem Chip-Werte nach den starken Zahlen des US-Konzerns Micron gefragt waren. Die Börsen in Südkorea zeigten sich dagegen kaum verändert, während die Märkte in Schanghai feiertagsbedingt geschlossen blieben.
Die anhaltend hohe Nachfrage nach Speicherchips hat Micron zu einem weiteren Rekordquartal verholfen. Das Unternehmen verfünffachte seinen Umsatz in den vergangenen drei Monaten auf 54,23 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn verelffachte sich auf 33,42 Dollar je Aktie. Alle diese Kennzahlen lagen deutlich über den Markterwartungen. "Für das Geschäftsjahr 2026/2027 erwarten wir noch bessere Ergebnisse", sagte Sanjay Mehrotra, der Chef des Halbleiter-Herstellers.
"Diese hervorragenden Geschäftszahlen und Prognosen dürften allen Zweiflern an der Nachhaltigkeit des KI-Ausbaus endgültig den Wind aus den Segeln nehmen", sagte Bob O’Donnell, Chefanalyst beim Research-Haus TECHnalysis.
Die Wall Street hat am Mittwoch keine klare Richtung gefunden: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,9 Prozent tiefer auf 50.906 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,3 Prozent auf 7.651 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg indes um 0,2 Prozent auf 26.861 Punkte. Für den abgelaufenen Monat ergibt sich damit für den Dow ein Minus von 4,3 Prozent und für den S&P von 0,4 Prozent. Die Nasdaq stieg hingegen um 1,9 Prozent.
AI outlook — possibilities, not facts
Der DAX wird kurzfristig unter Druck bleiben, solange die Inflation hoch bleibt und die Ölpreise nicht deutlich fallen.
Likely · Within days
Micron wird seine starke Geschäftsentwicklung im Halbleitersektor mindestens bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026/2027 fortsetzen.
Possible · Within months

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