
Zinshoffnungen stützen den Leitindex, während politische Unsicherheiten in Frankreich und schwache Maschinenbauzahlen den Euro belasten.
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Der Dax hält die Marke von 25.000 Punkten, während Zinshoffnungen und Wirtschaftsdaten die Märkte bewegen.
Düsseldorf. Zum Wochenauftakt startet der Dax mit wenig Bewegung in den Handel, hält jedoch die 25.000‑Punkte-Marke. Die Kurstafel zeigt am Montag 25.269 Punkte an. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex 1,2 Prozent im Plus bei 25.231 Punkten geschlossen.
Für gute Stimmung an den Märkten dies- und jenseits des Atlantiks sorgten Zinshoffnungen nach dem US-Arbeitsmarktbericht für September. Auch die Lage am Öl- und Anleihemarkt entspannte sich etwas.
Die hohen Energiepreise und Bondrenditen dürften die Anlegerinnen und Anleger jedoch auch in den kommenden Tagen beschäftigen. Zugleich blicken sie weiter auf die Auswirkungen des teuren Öls auf die Wirtschaft.
Die neue Konjunkturdatenwoche beginnt am Montag mit dem Barometer der Beratungsfirma Sentix zu den Erwartungen von Börsenprofis für die Wirtschaft im Euroraum im Oktober.
Zudem stehen die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor in der Euro-Zone und in den USA im September sowie die Erzeugerpreise für den Euroraum im August an. Auf der Unternehmensseite widmet die Deutsche Telekom erstmals einen Investorentag dem Thema Künstliche Intelligenz (KI).
Der Euro ist auf den niedrigsten Stand seit Mai 2025 gefallen. Die Gemeinschaftswährung gab im asiatischen Handel zeitweise 0,8 Prozent auf 1,1161 Dollar nach. Anleger sorgen sich zunehmend über politische und fiskalische Risiken in der Eurozone.
Besonders Frankreich steht im Fokus. Der Aufschlag für französische Staatsanleihen gegenüber deutschen Bundesanleihen erreichte am Freitag den höchsten Stand seit 2011. Zugleich verstärkten Berichte über mögliche vorgezogene Wahlen in Spanien die Unsicherheit.
„Anleihe- und Devisenmärkte signalisieren eindeutig das Unbehagen der Investoren über die zunehmende Instabilität der französischen Regierung und die Erosion des fiskalischen Ankers des Landes vor den Wahlen 2027“, sagte Homin Lee von Lombard Odier.
Auch Strategen von JPMorgan sehen weiteres Abwärtsrisiko für den Euro. Die Gemeinschaftswährung habe die Entwicklungen am französischen Anleihemarkt noch nicht vollständig eingepreist und könne insbesondere gegenüber dem Schweizer Franken und dem Yen weiter nachgeben.
Zusätzlich wird der Euro vom stärkeren Dollar belastet. Der Bloomberg Dollar-Spot-Index stieg am Montag auf den höchsten Stand seit Ende Juni. Anleger richten ihren Blick nach den jüngsten Entwicklungen in Frankreich zunehmend auf die Haushaltslage anderer hoch verschuldeter Länder der Eurozone.
Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist im August gesunken. Die Bestellungen gingen im Vergleich zum Vorjahr um real fünf Prozent zurück, wie der Branchenverband VDMA am Montag mitteilte. Dabei waren alle Kennziffern rückläufig: Die Nachfrage aus dem Inland schrumpfte um zwei Prozent, während aus dem Ausland insgesamt sechs Prozent weniger Orders verbucht wurden.
Der Rückgang aus den Euro-Partnerländern war mit zehn Prozent doppelt so hoch wie der aus den Nicht-Euro-Ländern mit fünf Prozent. VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt sprach von einem „leichten Dämpfer“ nach zuvor zwei Monaten mit Wachstum.
Für die ersten acht Monate des Jahres 2026 verzeichnete die deutsche Schlüsselbranche zwar ein Auftragsplus von vier Prozent. Dies basiere jedoch auf einem schwachen Vorjahr und zwei Monaten mit vielen Großaufträgen, erklärte Gernandt. Es fehle weiterhin an einer neuen Investitionsdynamik für einen dauerhaften Aufschwung. Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum von Juni bis August legten die Orders, getrieben von Exporten, insgesamt um real sieben Prozent zu.
Rheinmetall: Die Aktien der Rüstungsfirmen Rheinmetall und Hensoldt steigen um 0,7 und 0,9 Prozent an. Bundeskanzler Friedrich Merz hat der Ukraine bei einem Überraschungsbesuch am Sonntag ein umfangreiches Hilfspaket angeboten. Die ukrainische Regierung und ukrainische Firmen vereinbarten mit deutschen Rüstungskonzernen nach Angaben der Bundesregierung 14 Kooperationen mit einem Gesamtvolumen von rund 6,6 Milliarden Euro.
Continental: Nach oben ging es auch für die Aktien des Reifenherstellers Continental, die sich mit einem Plus von 2,6 Prozent an die Spitze des Dax setzten. Die Experten der US-Investmentbank Morgan Stanley hatten die Titel auf „Overweight“ nach zuvor „Equal Weight“ hochgestuft.
Porsche: Alle europäischen Autobauer schaffen einer Studie zufolge die CO₂‑Grenzwerte der Europäischen Union. Schon jetzt hätten die Hersteller die Vorgaben zu 75 Prozent erfüllt, hieß es in einer Studie der Lobbyorganisation Transport & Environment, die am Montag veröffentlicht wurde. Für die vollständige Umsetzung haben sie bis Ende 2027 Zeit. Es sei damit zu rechnen, dass viele Hersteller schon vor Ablauf der Frist zum Ziel kämen. Die Papiere von Porsche sinken um 0,3 Prozent.
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