
AI-generated summary
Der Dax zeigte sich zum Wochenstart uneinheitlich, während politische Unsicherheit in Frankreich und Spanien sowie hohe Energiepreise die Märkte belasteten. Die G7-Staaten vereinbarten die Freigabe von Öl-Notreserven wegen steigender Kraftstoffpreise weltweit.
Düsseldorf. Zum Auftakt der neuen Börsenwoche hat sich der Dax mit einer klaren Richtung schwergetan. Zum Börsenende notierte der deutsche Leitindex unverändert bei 25.254 Punkten. Am Freitag hatte er noch 1,2 Prozent im Plus bei 25.231 Punkten geschlossen. Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten und der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schlossen ebenfalls unverändert.
Marktteilnehmer sind wegen der gestiegenen Anleiherenditen in einigen Ländern Europas, etwa Frankreich und Spanien, auf der Hut. Die politische Unsicherheit in diesen Ländern – und in Deutschland – sorgt für Zurückhaltung an den Märkten. Die hohen Energiepreise und Bondrenditen dürften Anleger auch in den kommenden Tagen beschäftigen. Zugleich blicken sie weiter auf die Auswirkungen des teuren Öls auf die Wirtschaft.
Die neue Konjunkturdatenwoche begann am Montag mit dem Barometer der Beratungsfirma Sentix zu den Erwartungen von Börsenprofis für die Wirtschaft im Euroraum im Oktober. Zudem wurden die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor in der Eurozone und in den USA für September sowie die Erzeugerpreise für den Euroraum im August veröffentlicht. Auf Unternehmensseite widmete die Deutsche Telekom erstmals einen Investorentag dem Thema Künstliche Intelligenz (KI).
Der Euro ist am Montag auf den niedrigsten Stand seit Mai 2025 gefallen. Die Gemeinschaftswährung gab im asiatischen Handel zeitweise 0,8 Prozent auf 1,1161 Dollar nach. Anleger sorgen sich zunehmend über politische und fiskalische Risiken in der Eurozone.
Besonders Frankreich steht im Fokus. Der Aufschlag für französische Staatsanleihen gegenüber deutschen Bundesanleihen erreichte am vergangenen Freitag den höchsten Stand seit 2011. Zugleich verstärkten Berichte über mögliche vorgezogene Wahlen in Spanien die Unsicherheit.
"Anleihe- und Devisenmärkte signalisieren eindeutig das Unbehagen der Investoren über die zunehmende Instabilität der französischen Regierung und die Erosion des fiskalischen Ankers des Landes vor den Wahlen 2027", sagte Homin Lee von Lombard Odier.
Auch Strategen von JPMorgan sehen weiteres Abwärtsrisiko für den Euro. Die Gemeinschaftswährung habe die Entwicklungen am französischen Anleihemarkt noch nicht vollständig eingepreist und könne insbesondere gegenüber dem Schweizer Franken und dem Yen weiter nachgeben.
Zusätzlich wird der Euro vom stärkeren Dollar belastet. Der Bloomberg Dollar-Spot-Index stieg am Montag auf den höchsten Stand seit Ende Juni. Anleger richten ihren Blick nach den jüngsten Entwicklungen in Frankreich zunehmend auf die Haushaltslage anderer hoch verschuldeter Länder der Eurozone.
Deutschland und die übrigen G7-Staaten haben sich am Wochenende angesichts der steigenden Kraftstoffpreise weltweit auf eine Nutzung von Öl-Notreserven geeinigt. Ab sofort und über vier Monate sollten 100 Millionen Barrel Rohöl und Diesel unter Koordination der Internationalen Energieagentur (IEA) tatsächlich freigegeben werden.
100 Millionen Barrel entsprechen in etwa der Nachfrage an Rohöl, von der die IEA weltweit pro Tag ausgeht. Welches Land wie viele Barrel beisteuern soll, ist bisher nicht bekannt. Die Anleger am Ölmarkt zeigen sich am Montag von der Maßnahme unbeeindruckt.
Ein Barrel (159 Liter) des US-Leichtöls WTI zur Lieferung im November kostet am Montagabend zwar 0,5 Prozent weniger. Ein Barrel der für Europa wichtigsten Rohölsorte Brent kostet mit etwa 102 Dollar allerdings wieder 0,5 Prozent mehr.
Seit dem Wochenende haben auch geopolitischen Risiken wieder zugenommen. Die Huthi-Miliz im Jemen erklärte, sie habe Raketen auf Anlagen des saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco abgefeuert. Eine Bestätigung aus Saudi-Arabien lag zunächst nicht vor.
Aramco-Chef Amin Nasser warnte vor anhaltenden Engpässen. Es könnte bis zu zwei Jahre dauern, die weltweiten Lagerbestände wieder aufzufüllen, sagte Nasser am Montag auf einer Konferenz in London. "Das System ist bereits am Anschlag." Besonders angespannt zeigt sich der Markt für raffinierte Produkte.
Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist im August gesunken. Die Bestellungen gingen im Vergleich zum Vorjahr real um fünf Prozent zurück, wie der Branchenverband VDMA am Montag mitteilte. Dabei waren alle Kennziffern rückläufig: Die Nachfrage aus dem Inland schrumpfte um zwei Prozent, während aus dem Ausland insgesamt sechs Prozent weniger Orders verbucht wurden.
Der Rückgang aus den Euro-Partnerländern war mit zehn Prozent doppelt so hoch wie der aus den Nicht-Euro-Ländern mit fünf Prozent. VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt sprach von einem "leichten Dämpfer" nach zuvor zwei Monaten mit Wachstum.
Für die ersten acht Monate des Jahres 2026 verzeichnete die deutsche Schlüsselbranche zwar ein Auftragsplus von vier Prozent. Dies basiere jedoch auf einem schwachen Vorjahr und zwei Monaten mit vielen Großaufträgen, erklärte Gernandt.
Es fehle weiterhin an einer neuen Investitionsdynamik für einen dauerhaften Aufschwung. Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum von Juni bis August legten die Orders, getrieben von Exporten, insgesamt real um sieben Prozent zu.
Die Stimmung der Dienstleister in der Eurozone hat sich im September wie erwartet aufgehellt. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg um 1,4 Punkte auf 53,0 Punkte, wie S&P am Montag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Dies ist der höchste Stand seit November 2025.
In Deutschland, der größten Volkswirtschaft der Eurozone verbesserte sich der Indikator und liegt jetzt wieder über der Wachstumsschwelle. Auch in Frankreich stieg der Indikator. Der Anstieg fiel jedoch etwas geringer aus, als zunächst ermittelt. Der Indikator für Spanien legte unerwartet zu und liegt deutlich über der Wachstumsschwelle. In Italien trübte sich der Indikator hingegen deutlich ein. In Spanien und Italien wird keine Erstschätzung durchgeführt.
Rüstung: Die Aktien der Rüstungsfirmen Rheinmetall und Hensoldt schlossen am Montag 2,5 Prozent, beziehungsweise 3,8 Prozent im Plus. Bundeskanzler Friedrich Merz hat der Ukraine bei einem Überraschungsbesuch am Sonntag ein umfangreiches Hilfspaket angeboten. Die ukrainische Regierung und ukrainische Firmen vereinbarten mit deutschen Rüstungskonzernen nach Angaben der Bundesregierung 14 Kooperationen mit einem Gesamtvolumen von etwa 6,6 Milliarden Euro.
BMW: Alle europäischen Autobauer schaffen einer Studie zufolge die CO₂‑Grenzwerte der Europäischen Union. Schon jetzt hätten die Hersteller die Vorgaben zu 75 Prozent erfüllt, hieß es in einer Studie der Lobbyorganisation Transport & Environment, die am Montag veröffentlicht wurde. Für die vollständige Umsetzung haben sie bis Ende 2027 Zeit. Es sei damit zu rechnen, dass viele Hersteller schon vor Ablauf der Frist zum Ziel kämen. Die Papiere von BMW schlossen allerdings unverändert.
AI outlook — possibilities, not facts
Der Euro könnte gegenüber dem Schweizer Franken und Yen weiter nachgeben, wenn die französischen Anleihemärkte nicht stabilisiert werden.
Possible · Within weeks
Die Freigabe von 100 Millionen Barrel Öl-Notreserven könnte die Ölpreise kurzfristig entlasten.
Possible · Within days
Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau könnte sich im vierten Quartal 2026 erholen, getrieben von Exporten.
Possible · Within months

The federal government has initiated the process for the possible privatization of the state gas company Sefe. The Ministry of Economic Affairs has published a call for tenders for legal consulting services on reprivatization; law firms can apply until October 27th. Among other things, Sefe operates the largest German gas storage facility and is a central player in the German gas supply. The nationalization took place in 2022 after the failure of the Russian supplier Gazprom, and the federal government is now planning to return the majority to Sefe by the end of 2028 due to EU requirements. The company's value is estimated at around six billion euros.

The fuel discount of 16.7 cents per liter was intended to relieve drivers, but fuel prices rose again just a few days after its introduction. Super E10 cost a nationwide average of 2.137 euros per liter on Sunday - 2.3 cents more than on Thursday. Diesel prices rose by 0.9 cents to 2.253 euros. Cheap offers under two euros are becoming rarer, while the industry association En2x emphasizes that the discount will be passed on in full, but points to increased world market prices.

Just a few days after the reintroduction of the fuel discount, fuel prices are again above the level at the start of the tax cut. According to ADAC, a liter of Super E10 cost an average of 2.137 euros nationwide on Sunday - 2.3 cents more than at the start of the measure. The price of diesel rose to 2.253 euros per liter, an increase of 0.9 cents. The ADAC explains that although the energy tax cut led to a significant drop in prices, the relief is already disappearing again. There is currently no obvious explanation for the price increase for Super E10, as the oil price and exchange rate have hardly changed.

The German stock market started the new week almost unchanged, although the US Federal Reserve Bank is unlikely to raise interest rates in October and oil prices have fallen slightly. The DAX rose 0.1 percent to 25,254 points, while the euro fell below $1.12 for the first time since May 2025. Political uncertainty in Europe and the USA is weighing on sentiment, while weaker US labor market data has dampened interest rate concerns somewhat. The consumer climate index also fell before the Christmas shopping season, while defense stocks benefited from a new aid package for Ukraine.

The Munich start-up Robco has completed a round of financing and is now valued at more than a billion dollars. Company boss Roman Hölzl assumes that sales will triple this year. The company is developing a modular system for industrial robots with a focus on physical AI and has already sold more than 1,000 systems.

France and Germany have formulated joint demands to give the EU more resources in the trade dispute with countries such as China and the USA, including the introduction of a so-called “kill switch”. This is reported exclusively by Handelsblatt. The podcast also presents the current insider barometer, in which three DAX bosses bought more shares in their own companies despite falling share prices.